Hallo Matthias,
nachfolgend ein Zitat aus dem Internet, welches deine Bitte allerdings nur zum Teil beantwortet
Wissenschaftler suchten Zusammenhang zwischen Lernen, Lesen und Kurzsichtigkeit.
(13. Mai 2003) Wissenschaftler an der Ohio State University veröffentlichten eine Studie über Ursachen von Kurzsichtigkeit (Myopie) bei Kindern. Die Untersuchung der Forscher um Prof. Donald Mutti belegt, dass die Gründe für eine Kurzsichtigkeit bei Kinder nicht im Lesen, Fernsehen oder in der Computernutzung, sondern in den Genen liegt.
Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen den Aktivitäten der Kinder und einer bereits eingetretenen Kurzsichkeit gibt.
Dafür untersuchten die Forscher circa 360 Kinder. Sie sammelten die Daten über ihre visuellen Fähigkeiten und deren Eltern, führten Lese- und Sprachtests durch und befragten die Erziehungsberechtigten über die Sprach-, Lese-, Lern-, Sport- und Computergewohnheiten.
Unter den Probanden waren drei Viertel normalsichtig, ein Fünftel war kurzsichtig, und weniger als zehn Prozent war weitsichtig (Hyperopie). Ein Drittel der Kinder bei denen beide Eltern kurzsichtig waren und ein Fünftel der Kinder, bei denen nur ein Elternteil kurzsichtig war, litten auch an Myopie. Dagegen hatten nur zehn Prozent der Kinder mit normalsichtigen Eltern die Sehschwäche. Mutti schlußfolgert aus den Ergebnissen, dass die Myopie einem dosisabhängigen Muster folgt.
Jedoch findet sich bei der Entwicklung von Myopie kein geradliniges Vererbungsmuster. Die Wissenschaftler fanden auch Kinder, bei denen die beide Eltern kurzsichtig waren, aber sie selber keine Myopie entwickelt hatten.
Weiter fanden die Forscher, dass es einen Zusammenhang zwischen Lernen, Lesen und Kurzsichtigkeit gibt, aber schreiben diesen Faktoren nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Kurzsichtige Kinder verbringen mehr Zeit mit Lesen und Schreiben als normalsichtige Kinder, die mehr Sport treiben.
Dagegen konnten sie einen Zusammenhang zwischen Computernutzung, Fernsehen und Kurzsichtigkeit nicht nachweisen.
Interessant ist, dass kurzsichtige Kinder bei den Sprach,- und Lesetests besser abschnitten als die normalsichtigen Kinder, welches nicht auf ein häufigeres Lernen zurückzuführen war.
Als nächstes wollen die Wissenschaftler von der Ohio State University den genetischen Marker für die Myopie bestimmen. (hTb)
Quelle Ophtalmologische Nachrichten
Natürlich kenne ich auch Berichte, die der Naharbeit wesentliche größere Bedeutung zuschreiben. Aus persönlicher Erfahrung bin ich da allerdings ziemlich skeptisch. Was bei den vielen Untersuchungen in diesem Zusammenhang nun wirklich Sache ist, wissen vermutlich nicht einmal die Experten. Möglicherweise wird auch die jeweilige persönliche Disposition zu wenig berücksichtigt, weil man allgemein gültige Aussagen finden will. Außerdem hat so manche Untersuchung krasse methodische Fehler.
Viele Grüße, Helmut