So jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu
Es gibt sicherlich unterschiedliche Bildungsniveaus und das ist auch nicht vorwerfbar.
Und es ist auch völlig klar, dass es Leute gibt, die aus von Ihnen nicht zu vertretenen Gründen Probleme mit der deutschen Orthographie haben (z.B. Legastheniker, Ausländer etc). Und natürlich sollten diese Menschen hier auch willkommen sein und sind es sicher auch.
Aber man kann oft sehr schnell erkennen, ob ein wirkliches Problem vorliegt, oder ob sich jemand keine Mühe gibt. Ein sicheres Zeichen ist da beispielsweise das gehäufte „Vertippen“ durch Benutzen auf der Tatstatur nebenliegender Buchstaben (ubd statt und), die Verschiebung von Leerzeichen (zB es geh tmir gut), und (jedenfalls mit Einschränkung) das Vertauschen von Buchstaben (udn statt und) uvm.
All dies hat mit einer Rechtschreibschwäche oder ähnlichem nicht das Geringste zu tun.
Das heißt nicht, dass jeder Tippfehler oder Satzbaufehler verübelt werden soll. Ich selbst mache „tippend“ viel mehr Fehler, als wenn ich denselben Text handschriftlich niederlegen würde. Und es kommt auch oft vor, dass ich auch beim Durchsehen noch einige Fehler übersehe.
Dennoch kann man mit ein bisschen gutem Willen solche Fehler auf ein Minimum reduzieren.
Und wenn trotz entsprechenden Hinweises offensichtlich nicht einmal versucht wird, solche gehäuften Fehler abzustellen und auf ein Mindestmaß zu reduzieren, dann ist das schlicht und ergreifend unhöflich!
Auch weiß eigentlich jeder, der die deutsche Sprache leidlich in Schrift beherrscht, dass es eine Groß- und Kleinschreibung gibt. Das sture Schreiben in Kleinbuchstaben ist nichts weiteres als Faulheit und Ignoranz und gerade, wenn dies trotz entsprechender Hinweise fortgesetzt wird, ist dies schlichtweg schlechtes Benehmen!
Und gerade wenn man Hilfe sucht, kann man ein Mindestmaß an Höflichkeit erwarten und muss sich nicht wundern, wenn entsprechende Reaktionen zurückkommen, wenn man diese vermissen lässt.
Und insoweit, kann ich Helmuts Hinweis, dass vernünftige Umgangsformen auch erlernt werden müssen und, wenn Menschen dies (aus welchen Gründen auch immer) in ihrer Kindheit nicht erlernt haben, ein entsprechender Hinweis auf die Unhöflichkeit verletzend sei (und damit wohl zu unterlassen sei), so nicht hinnehmen.
Konsequent weitergedacht bedeutet dies einen Freibrief für schlechtes Benehmen!
Mit dem Hinweis, dass jemand es nicht besser gelernt hat, kann er sich dann alles erlauben und ein entsprechender Hinweis darf schon deshalb nicht erfolgen, weil dies verletzend sein könnte!
Im Gegenzug müssen aber diejenigen, die „das Pech hatten“ entsprechende Umgangsformen gelernt haben, einerseits Unhöflichkeiten hinnehmen und andererseits ihr eigenes Benehmen anpassen.
Der Mensch ist aber – auch im Alter noch – lernfähig! Und gerade ein Mindestmaß an Umgangsformen kann man (auch bei niedriger Intelligenz – wobei Höflichkeit nur bedingt eine Frage des Intellekts ist) lernen.
Wenn jemand nicht das Privileg hatte, dies in seiner Kindheit „automatisch“ mitzubekommen, jedoch dennoch entsprechend auch von solchen Leuten akzeptiert werden möchte, muss er es halt später lernen, so hart dies auch sein mag!
Und insoweit sind entsprechende – auch deutliche – Hinweise aus meiner Sicht erheblich fairer, als eine solche Person von vorneherein auszuschließen! Dann nehme ich ihr nämlich die Chance zu lernen!
Wenn dann aber immer noch jegliches Bemühen fehlt, hat dies derjenige auch zu verantworten. Ist solches Bemühen erkennbar, sind Fehler sicherlich eher verzeihlich.
Just my 2 cents.
LG Gika