Jan22 schrieb
Man mag mir hier einen evtl. ketzerischen Unterton verzeihen und ich meine das nun eigentlich nicht wirklich provokativ. Aber eine andere Lösung wäre natürlich dann schon auch noch die, daß die Glashersteller und Optiker auf ihre große Gewinnmarge verzichten und Gläser für höher Fehlsichtige einfach billiger abgeben. Es ist ja im Endeffekt nicht einzusehen, warum ein paar Dioptrien mehr die Preise so arg in die Höhe schnellen lassen müssen. Und es ist sicher moralisch nicht ganz einwandfrei, für den höheren Index so sehr viel mehr zu verlangen. Denn von den Herstellerkosten kann das ja nun nicht so teuer sein, nehme ich mal an. Da wird wieder einmal Geschäft mit der Not der Menschen gemacht.
Die Tatsache, daß meine Rodenstock-Gläser hier in England weniger kosten als in D, obwohl die Lebenshaltungskosten generell sehr viel höher liegen in GB, gibt mir einfach zu denken.
Hallo lieber Jan, also wo fang ich an....
Die einfachen Stärken werden oft produziert, und da haben sich die Entwicklungskosten sehr schnell abgezahlt.
Im Prinzip ist es so, das gewisse stärken in Rechenzentren berechnet werden müssen, um ideale Gläser zu fertigen. Das kostet einfach Geld.
Ich rede nun nicht von den "individualisierten" Gläsern, sondern von ganz normalen Einstärkengläsern. Die kommen ja nicht von irgendwoher sondern werden von Rodenstock gefertigt.
Genauso verhält es sich beim Index, wenn der anders ist, brauchst ein anders Glas, welches auch erst speziell "erfunden" werden musste.
Je höher der Index desto aufwendiger sind die Gläser.
Die Entspieglung /Hartschicht /Cleancoat müssen passend gemacht werden.
etc pp..
Das Rohmaterial wird zugekauft, da bracuht man natürlich auch mehr als bei geringen werten (aber das ist net so entscheidend).
Dann kommt dazu, dass das Bruchrisiko bei so hohen Stärken EXTREM ist.
Da es quasi keine Einschleiftoleranz gibt. Dieses Risiko ist natürlich auch mit eingerechnet.
Das heisst wenn es nciht passt müssen wir neue Gläser auf unsere Kosten bestellen.
Weil wenn uns eins kaputt geht, und wir bestellen nochmal eins, hat es sich schon nicht mehr gelohnt, das heißt wir verschenken unseren Gewinn.
Klar ist das das Risiko vom Optiekr, und kann Dir egal sein!!!
Und nun mal zum wesentlichen WENN es nicht schon eine Mischkalkulation (von Gläserhersteller, und Optiker) gäbe, lieber Jan, würden DEINE Gläser ein Vermögen kosten.
Ein anderer Aspeckt ist, dass JEDER Glashersteller sein höchstbrechendes Kunststoffglas in Japan fertigen lassen muss.
d.h. er verkauft es nur weiter. Verdient auch wenig daran, als wenn er es fertigen lassen würde!
UND ich bin mir sicher DEINE Gläser sind eher schlechter kalkuliert, als Gläser mit einfachen Werten!
Warum in England allerdings Rodenstock Gläser weniger kosten weiß ich nicht, ich denke andere Märkte erforden ein anderes Preisgefüge.
Wie hoch war der Unterschied nochmal? Werde meinen Rodenstock-Gläser Vertretter drauf ansprechen!!(sind ja schließlich seit 28 Jahren Rodenstockpartner)
Liebe Grüße nach England...
Alex