Was soll das? Das führt doch zu nix. Aber vielleicht kann ich es erkären. Iich habe einfach elend schlecht Erfahrungen mit Ärzten gemacht und bin Jahre lang amok gelaufen. DAS ist mein persönliches, ganz dickes Problem. Und leider ist es da immer wieder vorgekommen, dass Leute total viel Ahnung hatten, aber mir die Menschlichkeit fehlt. Das heißt aber doch nicht, dass ich an deren Kompetenz zweifel. Und, ob Sie es glaube oder nicht Ich zweifel keine Minute an Ihrer Kompetenz. Das schreibe ich nicht nur, das meine ich auch so. Und Menschen aus diesem Forum, die mich lange genug kennen, wissen dass ich ehrlich bin! Das mit dem "Pschyrembel" habe ich nicht auf SIE bezogen. Und das ist letztendlich doch das einzige, wofür ich mich so langlege. Für ein bisschen mehr Menschlichkeit in der Medizin und ein bisschen mehr Toleranz von allen Seiten.
Was die Schilddrüsenproblematik befraf war es mir nur wichtig, dass jemand der so eine Frage stellt, die Antwort auch versteht! Ist es so eine Sünde darauf hinzuweisen, dass eben nicht jeder solch ein terminologisches Hintergrundwissen hat? Für mich ist das kein Problem, ich habe auch Medizin studiert, aber für "Otto-Normal" ist es einfach schwierig. Mag sein, dass ich in Ihren Ausführungen einiges in den falschen Hals bekommen habe, aber ich glaube, das geht uns beiden so.
Letztendlich stammt meine Harschheit eben auch aus einem Bündel von Erfahrungen, die einen manchmal über das Maß hinaus aggressiv werden lassen und hier lag der Finger (von Ihnen sicherlich unwissentlich) leider genau in meiner Wunde.
Mit diesem Schilddrüsenproblem und auch mit den WFS-Beschwerden bin ich Jahre zum Arzt gelaufen, bevor mir jemand wirklich geholfen hat. Und das waren am Ende eben keine Ärzte. Von daher alleine ist mir eben dieses Thema ein wirkliches Anliegen als Betroffene.
Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass die Staatsanwaltschaft Lust hat, sich mit getippten Streitereien zu befassen. Mir ging es nie um Beleidigungen, sondern lediglich um ein bisschen mehr Menschlichkeit. Ich biete Ihnen aber an, die Angelegenheit einmal in Ruhe auszudiskutieren. Ich denke nur, dass die getippte Form dafür evtl. unggeignet ist, ebenso die Briefliche. Das Geschriebene Wort betont nie das Gesprochene.
Ein paar Beispiele Mir hat ein Arzt gesagt, wenn er mir so in die Augen sähe, dann hätte ich nix an der Schiddrüse...
Der letzte Augenarzt hat mir gesagt Ich bin Augenarzt, nicht Brillenarzt. Ausserdem sind wir hier schließlich in der Kassensprechstunde.
Ein Kinderarzt hat mir gesagt Ich untersuche Ihr Kind nicht. Ich habe Asthmasprechstunde.
Es gab Vorschläge, mein Kind vorzeitig auf die Welt zu holen (mit 500g), weil man Gestosen vermutetet hat (von vielen Seiten) wo keine waren. Es kam später in der 40. SSW spontan und gesund zur Welt. Vielleicht kann eine werdene Mutter oder eine Patientin auch ohne technischen Hilfsmitteln manchmal besser fühlen, was los ist.
Mein Kind hat bei der U3 kein Hüftsono bekommen trotz unreifer Hüfte und ungünstiger Familienanamnese. Sie glauben nicht, was wir gelaufen sind, als er anfing zu laufen (hinken).
Ich hätte vielfach die Möglichkeit gehabt, irgendwas an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. Wegen Beleidigung, wegen unterlassener Hilfeleistung, wegen medizinischer Fehler...aber wem bringt das was? Ich habe all jeden Ärzten immer geschrieben und um persönliche Klärung gebeten. Jeder sollte die Chance haben, sich dazu auch zu äußern. Nur einer hat es getan. Das ist enorm schade...und dass wirkliche Klärung die Staatsanwaltschaft bringt, halte ich für einen Irrtum. Das verhärtet die Fronten doch unnötig. Und am Ende liegen da doch nur noch Verletzte. Und glauben Sie mir - ich bin es auch. Auch in diesem Streit.
Ich habe grad das hier von Ihnen gelesen
Seien Sie mir bitte deswegen nicht böse.
Ich hatte gerade die Freude und die Möglichkeit einem Kollegen vor seiner bald anstehenden Facharztprüfung Sehschulalltag mit MKH erleben zu lassen. Er war begeistert.
Wieder ein Befürworter unter auch anderen Assistenzärzten und ehemaligen die ich kenne. Er selber wird das (MKH) niemals tun. Er operiert dazu viel zu gern. Aber er wird ganz sicher nicht mehr die Ansichten eines bestimmten Prof's. ohne Hinterfragen einfach so akzeptieren. Und das ist auch ein Erfolg. So finde ich es jedenfalls.
Das stimmt mich persönlicher viel friedlicher. Vielleicht war auch meine Einschätzung erst mal falsch, weil ich - ganz ehrlich - immer erst mal davon ausgehe, dass Augenärzte erst einemal gegen MKH sind. Und genau DAS ist es, was mich so frustriert. Ich habe vor Jahren bei meiner Diagnose WFS eine Mail an die BVA geschickt. Bis zu diesem Zeitpunkt wollte ich noch selber Augenärzten werden. Ich habe selber eine intermediäre, chronisch-rezidivierende Uveitis. Zu meinem Arzt hatte ich ein super Verhältnis und ich weiß es heute noch zu schätzen, was er für mich getan hat. Ich nehme ihm auch nicht krumm, dass er die MKH nicht mitmacht. Aber mein Bild von Augenärzten, was bis dahin untadelig war, brach auf einmal zusammen. Ich stand in dem Zwiespalt, einerseits einen Arzt zu brauchen (Uveitis) dem ich vertraue (denn beim Schub hab ich Schiss!), andererseit mich davon lossagen zu wollen, denn auch der Optiker hat mir enorm geholfen, als der Arzt nicht weiter wußte. Warum sollte hier nicht auch erlaubt sein, was mir hilft?
Und was mir hilf, kann ich doch am Ende nur ganz alleine beurteilen...
Der BVA hat mir nie geantwortet. Warum nicht? Ich verstehe es bis heute nicht...weil die Ärzte das nicht nötig hatten? Weil ich eh den Falschen zum opfer gefallen bin? Mir tut das weh. Da fühle ich mich als Patient nicht ernst genommen und es entsteht vielfach das Bild der überheblichen, arroganten, allwissenden Ärzte (und leiderin diesem Forum auch der Orthoptistinnen, allerding mit Ausnahmen!!!).
Und in dieser Schublade sind Sie für mich erst einmal gelandet, als es um das Thema Schilddrüse ging. Mit Ihrer Fachkompetenz hatte das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Und wenn ich hier sitze und heule, dann liegt das ganz sicher nicht daran, dass ich Angst vor der Staatsanwaltschaft habe. Sondern dann ist es der Frust, der sich über alle die Jahre angestaut hat und der mir mit so einer Drohung direkt wieder hochkommt weil ich wieder einmal nicht verstehe, wieso man Dinge nicht gemeinsam auf gleicher Augenhöhe klären kann. Im Sinne der Betroffenen, die eben nicht über solch ein Fachwissen verfügen, aber über ein Gefühl tief drin was technisch nicht zu erklären ist.
Wenn ich jedoch Ihr Zitat lese und nun feststelle (ich lese nicht immer all Postings, daher ist mir das vorher nie aufgefallen), dass Sie der Sache hier grundsätzlich offen gegenüber stehen, dann tut es mir leid wenn Sie in der falschen Lade gelandet sind.
Vielleicht gelingt es mir an dieser Stelle aber doch ein bisschen klar zu machen, worum es mir wirklich geht. Der Patient kann sich eben doch verletzt fühlen, auch wenn der Arzt kompetent und freundlich ist. Und er möchte ernst genommen werden, auch wenn das was er tut oder der an den er sich wende, nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht.
Letztendlich - und hier sind wir uns vermutlich einig - geht es auch mir nicht darum, dass keiner mehr zum Arzt gehen soll. Sondern darum, dass ich dafür Toleranz erwarte, alternative Angebote auszuprobieren, nachdem medizinisch alles abgeklärt wurde!
Grundsätzlich würde ich niemals einer Mutter raten nur zum Optometristen zu gehen, wenn nicht vorher oder zumindest parallel dazu, ein Augenarzt dabei war!
(Zu dem Zeitpunkt, als ich das Schilddrüsenposting geschrieben habe, wußte ich im übrigen gar nicht dass Sie Ärztin sind! Ich habe Sie damals für eine Orthoptistin gehalten).
Mit der Staatsanwaltschaft - auch im Sinne dieses Forums - ist doch am Ende wirklich niemandem geholfen.
Wenn Sie möchten, schicke ich Ihnen per PM gerne meine Telefonnummer. Wäre Potsdam nicht so weit weg, hätte ich eine ganz persönliche Klärung für noch besser gehalten. Aber das ist mir leider von hier aus nicht möglich.
Bin im Juli leider in Leipzig (und nicht in Berlin), sonst wäre ich gekommen.
Kerstin