Hallo,
beim Duchstöbern der Forumsbeiträge der letzten Jahre bin ich irgendwo auf den Satz gestossen "Orthoptistinen messen i.d.R. nicht nach der MKH-Methode", o.ä.
Das verwässert meinen GEsamteindruck etwas, da ich bisher davon ausging, daß meine Orthoptistin im Prinziop mit der MKH-Methode konform sein müsste.
Insgesamt lese ich aus den Beiträgen heraus, daß die MKH-Methode und die daraus resultierenden Korrektionsergebnisse bessere Erfolge erzielt, als andere Herangehensweisen bzw. auf Bedürfnisse der Betroffenen besser eingeht. Die hierzu vorgebrachten Argumente finde ich auch durchaus schlüssig. Aus den div. Beiträgen schliesse ich ebenfalls, daß meine Orthoptistin mit ihrer Herangehensweise und ihren Argumenten nicht 100%ig auf der Linie MKH / Binokulare Vollkorrektion liegt (Unterkorrektion, langsames Herantasten an einen endgültigen Wert, Prismenanpassung beim Auftreten von erneuten Problemen etc.).
Ich fühle mich durch meine Orthoptistin, die im Rahmen einer augenärztlichen Praxis arbeitet ("Sehschule"), sehr gut betreut und beraten. Sie hat mich bisher stets sehr gut aufgeklärt, informiert und ausführlich beraten. Auch die Augenärzte schalten sich in meinen "Fall" jeweils sehr intensiv ein und insgesamt bekomme ich eine (für unser Gesundheitswesen eher ungewöhnliche) sehr intensive Betreuung.
Folgende Fragen
1.) Verstehe ich das wie o.g. richtig oder kann jemand hier für mich evtl. hier das Vorgehen der O. noch weiter klären (d.h. fachlich eingrenzen)?
2.) Kann man abseits von Standesdünkel bzw. Eitelkeiten der Seiten AÄ, AO und Orthopt. die Methoden mal einigermaßen objektiv vergleichen? D.h. welches sind die Prinzipien, welches könnten Vor- und Nachteile der jew. Herangehensweisen sein, gibt es Gemeinsamkeiten etc.
Zur Zeit habe ich folgenden Eindruck Augenärzte neigen tendenziell dazu, bestimmte Probleme des beidäugigen Sehens zu negieren bzw. als nicht behandelbar ab zu tun; wo sie Lösungen sehen, beruhen diese auf konservativem und "pfegerischem" Vorgehen; Augenoptiker glauben tendenziell, hierzu eine perfekte Methode zu besitzen, was die Augenärzte allein aus Standesdenken heraus massiv bestreiten - allerdings ist die Methode der Optiker für den Betroffenen auch nicht ganz unproblematisch; Orthoptistinnen handeln bei diesen Problemen tendenziell pragmatisch, d.h. sie nutzen div. Methoden und können oft helfen, formulieren allerdings keine ideologische Grundrichtung. Alle Richtungen besitzen da Mittel des Prismas, haben aber das Problem, daß ihre Methoden nicht allein selig machend sind. Orthoptistinnen und Augenoptiker haben zudem das Problem, daß sie Operationen an den Augenmuskeln qua definitionem den Augenärzten ohnehin überlassen müssen, d.h. daß ihr Einflussbereich hier endet.
3.) Stimmt das einigermassen oder verstehe ich hier grundsätzlich etwas falsch?
VieleGrüße!
HAnco
