unter http//www.augeninfo.de/presse/0510bri.pdf
hat am 27.10.05 der BVA "Berufsverband der Augenärzte" eine neue Presse-Info veröffentlicht
"Kopfwehbrillen Wenn das Auge den Optiker austrickst"
Der Untertitel "Berufsbverband der Augenärzte Zu viele Menschen tragen eine falsche Brille" (bitte lesen)
Mein Kommentar
1)
Der Augenarzt Dr. Hammer schrieb als Mitglied des Ausschusses des KBV zu den Neu verfassten Heil- und Hilfsmittelrichtlinien u.a. am 17.12.2003 - Berlin (MedCom)
... Insbesondere dürfte es die Augenärzte freuen, dass Sehhilfen zur Verbesserung der Sehschärfe und auch therapeutische Sehhilfen nur noch von Augenärzten zu Lasten der GKV verordnet werden dürfen. "Ich habe dafür gekämpft, dass die Optiker nichts mehr machen dürfen," ...
Nun suggeriert die Überschrift der neuen Info schreckliches
"Kopfwehbrillen Wenn das Auge den Optiker austrickst" und im ersten Satz
Die neuen Regelungen im Gesundheitswesen halten viele Menschen davon ab, zum Facharzt zu gehen - oft mit fatalen Folgen. Beispiel Brillenträger Ohne augenärztliche Untersuchung sind viele Sehhilfen unzureichend auf das Auge abgestimmt und können Kopfschmerzen auslösen.
DA SCHEINT BEI DEN AUGENÄRZTEN DOCH WAS SCHIEF GELAUFEN SEIN, ODER?
2)
Die Berufe
Augenarzt,
Bedeutung Facharzt für Augenheilkunde (Heilkundliche Tätigkeiten in Verbindung mit den beiden Augen, den Lidern, den Augenmuskeln und -geweben)
Optiker, hier ist wohl der Augenoptiker gemeint und nicht der Feinoptiker, der Linsen, Gläser und Glasmassen herstellt und bestimmt.
Das Berufsbild des Augenoptikers umfasst den Dreiklang Beratung und Messung der Augen, sowie die Anfertigung aller Arten von Sehhilfen. Er ist Ansprechpartner für DAS SEHEN, vorrangig bei augengesunden Menschen.
3)
Der BVA folgert aus einer Erklärung von Prof. Wolfgang Haase, "Eine Brillenbestimmung sollte daher auf alle Fälle beim Augenarzt stattfinden ...". (Übrigens dieser "Haase" hat mit H.-J. Haase, dem Begründer der MKH, nur den Namen gemein)
Hier muss eingewandt werden, dass der Mediziner keineswegs eine gleichwertige Ausbildung in Augenoptik (Optometrie) erhalten hat. Eine Vermessung unter "leichten" Medikamenten bleibt immer unphysiologisch und wird wohl weit eher o.g. "Kopfschmerzbrillen" hervorrufen. Die Messung des Augenoptikers berücksichtigt die Akkommodation als normale körpereigene Spannkraft des gesunden Menschen bei jeder Messung, ohne sie deshalb zu lähmen.
4)
Die Skiaskopie ist ein probates Mittel der Augenglasbestimmung.
Die Pressemitteilung des BVA verschweigt, dass es Verfahren der Skiaskopie gibt, die bewust auf Medikamente verzichten und wohl auch gerade deshalb zu den genauesten Skiaskopieverfahren gezählt werden. Natürlich ist auch der Augenoptikermeister in diesen Verfahren der Messung geschult.
5)
Bei kleinen Kindern wird immer erst eine medizinische Untersuchung angeraten. Es bleibt verwunderlich, dass bei allen Tropfen teils erst der Augenoptiker dann die Erstbrille mit akkommodationslösenden Brillenwerten anmisst und anfertigt. So bleiben teils Messwerte bis zu 3.0 dpt (Dioptrien) "medizinisch betrachtet" manchmal außen vor.
6)
"Jahrelang mit Kopfweh muss nicht sein"
Diesem Satz ist unbedingt zuzustimmen. Da Augenärzte bis vor Kurzem noch ca. 75% des Brillenmarktes durch Verordnungen abdeckten, trifft Sie die Hauptlast dieser gemachten Aussage. Daneben steht lange fest, das ein Brillenwechsel im Mittel erst nach 4 1/2 Jahren stattfindet.
Ich schließe daraus, das der mündige Verbraucher den Unterschied erkennt und teilweise auch schon erfahren hat.
Kopfwehbrillen - Nein, das muss nicht sein!


. Was Ihr dem Kunden anbietet muß der Arzt ja nicht wissen. In einem Fall wie diesem habt Ihr den Kunden immer auf Eurer Seite!