12. Januar 2005
Die Universitäts-Augenklinik Tübingen hat erstmalig den Titel "Spezialist für Winkelfehlsichtigkeit" vergeben (an Dr. med. Uwe Wulff, Berlin).
Die Selbsthilfegruppe-Winkelfehlsichtigkeit ist endlich auf die Region stolz, in der sie entstanden ist und in der es bedauerlicherweise einen ausgeprägten Mangel an ähnlichen Spezialisten gibt.
Herzlichen Glückwunsch nach Berlin und – Danke Tübingen!
19. Dezember 2004
Der Vorsitzende eines Interessenverbandes der deutschen Augenärzte verkündete öffentlich, dass er und sein Verein Spaß daran hätten, Optiker zu verklagen, die Prismenkorrektionen bei Winkelfehlsichtigkeit durchführen.
Dafür sammelt sein Verein auch eifrig in einer sog. "schwarzen Liste" die Namen von "schwarzen Schafen".
Stellungnahme der Selbsthilfegruppe-Winkelfehlsichtigkeit
Dr. med. U. Kraffel ist Facharzt für Augenheilkunde und seines Zeichens 1. Vorsitzender des Bundesverband der Augenärzte. Wenn Prozesse gegen Augenoptiker angeblich Lust bereiten und Spaß in die langweilige Alltagsarbeit eines Augenarztes bringen, hört für diejenigen, welche die Dienste beider Berufsgruppen in Anspruch nehmen müssen, jeder Spaß auf. Die Berufspolitik der augenärztlichen Interessenvertretung versteht sich als Institution gegen besseres Sehen. Tropfen und Salben müssen genügen. Niemand im Land darf besser sehen, als Augenärzte es für nötig halten! Auf die Frage des Moderators Wolfram Kons (RTL), welche Bedeutung dieser Krieg aus seiner Sicht denn für die Bevölkerung hätte, ließ er die Spitze der augenoptischen Branche anlässlich des Forums Spectaris in Berlin wissen, dass es doch völlig normal ist, dass es in jedem Krieg auch zu Kollateralschäden komme. Gut zu wissen, dass vernünftige Zeitgenossen, besonders die Betroffenen, nicht mit gleicher Münze zurückzahlen und keine schwarzen Listen für MKH-Diskreditierer unter den Augenärzten führen. Wir beschäftigen uns lieber mit denen, die Augenheilkunde perfekt betreiben und Augenoptik inklusive der MKH auch Augenoptik sein lassen. Dass deren Namen auf ein einziges weißes Blatt Papier passen, ist zwar häufig Anlass für viele Kilometer, aber kein wirklicher Grund zur Klage. Dass Augenärzte zur MKH als Lösungsmöglichkeit therapieresistenter Probleme uns Betroffenen gegenüber bestenfalls schweigen (und dies gegen besseres Wissen), oder gar mit unbegründeten Drohungen unser Vertrauen missbrauchen, ist für uns eine zweifelsfreie Form der unterlassenen Hilfeleistung. Wir empfehlen jedem, dabei nicht stehen zu bleiben, die Zeiten sind besser als je, alte Missverständnisse aufzuklären. Augenoptik und Augenheilkunde sind wirklich zwei grundverschiedene Berufe und keiner kann den anderen ersetzen – noch nicht einmal in Teilbereichen. Gerade deshalb gibt es aus unserer Sicht keinen Anlass für irgendeinen Streit. Wir brauchen gute Arbeit und perfekte Sicht durch präzise Brillenlinsen!
Guten Tag an alle Gleichsichtigen – und die, die es bald werden!

