Hallo, nachdem ich mich schon mal kurz hier gemeldet habe, habe ich mich gestern (endlich) mal wieder zu einem Sehtest beim Optiker angemeldet. Alllerdings gab es da erhebliche Probleme, die sowohl meinen Optiker als auch mich schockierten
Zunächst meine Ausgangsdaten
Ich bin 34 Jahre und meine Brillenwerte betragen laut Rezept rechts -2,0 sph - 0,25 cyl; li - 2,5 sph -0,5 175 °.
Ich habe schon immer nur einen Visus von höchstens 0,8 erreicht und es gab immer deutliche Schwankungen. Probleme mit der Sehleistung habe ich daher eigentlich schon sehr lange.
Bislang war es jedoch nie möglich dieses Problem in den Griff zu bekommen.
Was festgestellt wurde war, daß ich wohl mit dem linken Auge etwas schiele (nach innen - wird sichtbar wenn ich sehr müde bin) und die Bilder, die ich mit dem linken Auge wahrnehme unterdrücke und nur durch das rechte Auge schaue (ich drücke das jetzt mal laienhaft aus). Soweit ich das verstanden habe nennt man das Amblyopie (so steht es jedenfalls in der Diagnose).
Durch sämtliche 3-D-Tests falle ich auch immer durch (dh ich sehe bei den Testes die Tiere oder Formen nicht hervorspringen; wenn man mir durch bestimmte Gläser eine Zahlenreihe zeigt, sehe ich nur die obere Reihe).
Durch sämtliche 3-D-Tests falle ich auch immer durch (dh ich sehe bei den Testes die Tiere oder Formen nicht hervorspringen; wenn man mir durch bestimmte Gläser eine Zahlenreihe zeigt, sehe ich nur die obere Reihe).
Mit allein dem linken Auge kann ich zwar sehen, jedoch "zoomt" das Auge immer strak, dh ich sehe mal scharf und mal unscharf (so als ob man mit einer Spiegelreflexkamera ständig die Schärfe verändert). Dies fällt mir beim normalen Sehen jedoch nicht auf (ich denke, weil ich die Bilder unterdrücke). Die Einmessung des linken Auges bereitet jedoch immer große Probleme.
Da ich seit längerem das Gefühl habe, daß sich meine Sehleistung verschlechtert hat, war ich also gestern zur Einmessung. Das Ergebnis war dann doch recht schokierend
Zunächst wurde mit diesem automatischen Messer gemessen, der wohl eine Verschlechterung um –3 Dioptrie anzeigte (also irgendwo bei 5 gelandet ist).
Bei der Einmessung stellte sich dann heraus, daß dieser Wert erheblich zu stark ist und sich meine Augen nur geringfügig (ich habe leider vergessen zu fragen um wieviel) verschlechtert haben. Allerdings erreiche ich laut Optiker mit dem bestmöglichen Glas nur etwa 30-40 % Sehleistung, was ja auch meine Probleme erklärt.
Der Optiker hat dann einen (bzw. mehere) weitere Teste gemacht und festgestellt, daß ich auf dem rechten Auge 8 Prismen Basis außen benötigen würde. Interessanterweise wurde da auch festgestellt, daß das rechte Auge nicht mitguckte (bisher war das immer anders). Mit diesen Prismen verbesserte sich die Sehleistung mit Mühe auf 60 %. Das war immerhin besser als vorher, aber nicht zufriedenstellend.
Der Optiker riet mir, zunächst eine augenärztliche Untersuchung wahrzunehmen (was ich auch machen werde). Dem Augenarzt wird er vorab die Probleme entsprechend fachmännisch schildern.
Da, wie beschrieben, die Probleme mir ja nicht ganz unbekannt sind (wenn sie auch bislang nicht so intensiv waren), bin ich schon mehrfach entsprechend untersucht worden. Sowohl augenärztliche Untersuchungen als auch weitere Untersuchungen (internistisch, neurologisch) waren immer ohne Befund. Ich bin insoweit eigentlich sicher, daß dies auch diesmal so sein wird.
Ich möchte noch erwähnen, daß ich zu dem Optiker großes Vertrauen habe und er sich (wie immer) sehr große Mühe gegegeben hat. Insgesamt hat die Untersuchung mindestens 1,5 Stunden gedauert! Es folgten auch durchaus umfangreiche Erklärungen auf meine Fragen!
Nach diesem Ergebnis kommen bei mir einige Fragen auf, zu denen mich (möglicherweise) unterschiedliche Meinungen interssieren würden (soweit ich diese Fragen gestern „im Eifer des Gefechts“ nicht gestellt habe, werde ich diese Fragen auch persönlich meinem Optiker stellen, und sicher eine entsprechende Antwort erhalten)
1. (hab ich vergessen zu fragen) Sind 8 Prismen außen viel oder ist das eher ein geringfügiger Wert? Die Abstufungen der Prismen sind mir ehrlich gesagt völlig unbekannt.
2. Kann es sein, daß diese 8 Prismen die oben genannten Beschwerden verursachen?
3. Ich merke selber, daß ich immer wahnsinnig angestrengt gucke. Ohne Brille ist es für mich fast unerträglich, aber auch mit Brille merke ich selber eine erhebliche Anspannung. Wenn ich mal bewußt versuche entspannt zu gucken, wird alles extrem unscharf, weshalb ich ja eben auch nicht entspannt schaue. Es gelingt mir auch kaum, diesen entspannten Zustand längere Zeit aufrecht zu erhalten (max. 20 sek).
Kann es sein, daß die mit dem Automat gemessen Werte doch die richtigen sind, und nur durch meine Anspannung die besseren Werte subjektiv gemessen werden?
Insoweit möchte ich noch erwähnen, daß ich sehr viel (unbewußt) über Kraft und Willensstärke kompensiere, so auch zB. Schmerzen (Das ist zwar einerseits sehr schön, kann aber manchmal auch Nachteile haben).
4. Wie ist es zu erklären, daß plötzlich das rechte Auge nicht mehr mitguckt? Früher war es immer das linke Auge. Wenn ich das rechte Auge zuhalte, „zoomt“ (s.o.) mein linkes Auge immer noch, bei normalen Sehen merke ich das Zoomen aber nicht.
5. Wie kann es überhaupt sein, daß bei mir so eine geringe Sehleistung besteht, die nicht mit Brille zu korrigieren ist? Meine Stärken sind doch wahrlich nicht so stark, daß hier „das Ende der Fahnenstange“ erreicht ist.
Für Eure Antworten danke ich Euch im voraus.