Hallo, melde mich nach langer Odyssee zurück.
Zwischendurch habe ich stärkere Gläser erhalten und bin aus Kostengründen auch lange mit zusätzlicher Folie herumgelaufen. Damit konnte ich aber nicht am PC arbeiten, so dass ich jeweils zwischen Arbeitsende und neuem Arbeitsbeginn die 6 Prismenfolie für ein Auge trug, am PC aber nicht. Als ich die ständigen Kopfschmerzen und Verspannungen nicht mehr aushielt, ging ich wieder zum Optiker und es wurde festgestellt, dass ich inzwischen schon 24 Prismen benötige.
Als ich mir ein neues Rezept holen wollte, hat meine (jetzt ehemalige) Augenärztin mir im Warteraum vor anderen Patienten mehrfach eine Szene gemacht. Wie ich mir erlauben könnte, innerhalb eines guten halben Jahres drei Rezepte zu wollen, wo doch andere Patienten nur alle paar Jahre eine neue Brille bräuchten. Und das, obwohl sie mein Problem entdeckt und mich an einen geeigneten Optiker verwiesen hatte. Ich habe dann mein "letztes" Rezept bekommen, mit dem Rauswurf verbunden, ich solle demnächst selber bezahlen, oder mir einen (dümmeren) Kollegen suchen...
Dann dauerte es noch mehrere Wochen, bis die Gläser, extra in Frankreich gefertigt, eintrafen. Ich habe wirklich einige Tage lang geglaubt, ich hätte Eingewöhnungsprobleme wegen der Prismen. Aber ich habe Schärfeprobleme gehabt. Ich habe Buchstaben nur noch verschwommen lesen können und das bei ausschließlicher Arbeit am PC. Selbst die großen Schilder auf der Autobahn konnte ich erst kurz vorher entziffern. Es schien, als wäre ein Verlauf in die Gläser geschliffen. In der oberen Hälfte konnte ich sehr undeutlich sehen, legte ich den Kopf in den Nacken, um durch den unteren Teil der Gläser zu sehen, war alles etwas deutlicher, aber nicht mit meiner eigentlichen Sehschärfe zu vergleichen. Ich beschreibe das so deutlich, weil inzwischen die Gläser als Reklamation eingeschickt wurden, weil die Messung beim Optiker ergab, dass es an den Gläsern liegen müsse.
Gestern habe ich nun die neuen Gläser aus Frankreich bekommen und bin ganz verzweifelt, weil sich das gleiche Problem wieder abzeichnet. Wenn ich ganz normal durch die Brille schaue, sehe ich Schrift verschwommen, in weiterer Entfernungen merke ich, wie mein Auge zu korrigieren versucht, um scharf zu stellen. Nach kurzer Zeit sind meine Augen total müde und ich natürlich insgesamt geschafft. Die Gläser kosten mehrere hundert Euro und der Kostenvoranschlag von der Kasse ist auch noch nicht bestätigt. Die Optiker sind auch langsam genervt, wenn ich im Geschäft auftauche. Der Chef selbst hat mich unter seine Fittiche genommen, was ja tröstlich ist, aber er scheint inzwischen auch ratlos. Was meint ihr, liegt das Problem am Schliff der Gläser und soll ich nochmals reklamieren? Der Optiker meinte beim ersten Mal, bei diesen Stärken (je 12 Prismen/Glas), wäre der Schliff schwierig. Meine genauen Daten sind im oberen Beitrag nachzulesen, habe sich zwar auf einer Seite, aber nur geringfügig verändert.
Oder muss ich jetzt damit leben, so undeutlich sehen zu können? Wird sich der Zustand nach einer Weile geben und muss ich nur Geduld beweisen?
Mein Optiker hofft, dass ich bald für die OP in Frage komme, doch dazu müsste sich das Ganze noch stabilisieren. Ich denke aber, das geht noch eine Weile so, da sich die Muskelentspannung so rasant entwickelt hat.
Ich weiß, ich habe mich wieder nicht kurz gefasst, hoffe trotzdem auf Euer Verständnis und Rat.
Gruss Berlinerin


