aber die AO´s hier und im real live haben mir sehr geholfen. (Danke an dieser Stelle nochmal).
Ich weiß nicht, ob ich überhaupt was bewirken kann, aber ich habe mal eine Mail an den bva geschrieben, die ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte.
Vielleicht haben noch andere - vor allem Betroffene - noch Lust, ihre Erfahrungen dort zu schildern. Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir doch was tun können und ich mag nicht glauben, dass so ein Thema in D einfach "unter den Tisch gekehrt" wird, auch nochauf Kosten von Kindern.
Ich möchte weiter dran glauben, dass viele, uns unbekannte AÄ´s in ihrem Inneren doch gerne besser mit den AO´s kooperieren möchten. SIE brauchen auch Hilfe, unsere Hilfe (die der Betroffenen) um sich gegen Alte Gepfolgenheiten und Vorurteile zu wehren.
Ich glaube, es lohnt sich doch.
Hier die Mail an bva@augeninfo.de, ich werde Euch ggf. auch die Antworten posten (anonym, also ohne namentliche Nennung von AÄ´s)
Guten Tag,
als Betroffene habe ich mit großem Interesse Ihren Artikel gelesen (http//www.augeninfo.de/presse/0011fs.htm). Ebenso den zur Zeitbombe Uveitis (von welcher ich ebenfalls betroffen bin).
Beide Artikel sind absolut treffend, nur eines verstehe ich nicht.
Laut Nyktometer-Test bin ich weder beim Augenarzt (AA) noch beim AO (Optiker) nachtblind. EINDEUTIGE Besserung bringt mir jedoch der Einsatz von Prismen. Ich weiß, dass dies offenbar ein heikles Thema in Fachkreisen ist, insbesondere wenn sie vom AO "verordnet" worden sind. Mir hat jedoch in 15 Jahren Uveitis-Karriere kein Arzt/Klinik etc. in Sachen Nachtblindheit helfen können. Ich kam mir immer vor wie eine Simulantin oder mußte mir anhören, dass es wohl am veränderten Brechungsindex durch GK-Trübungen re. liegt.
Nun habe ich - völlig blauäugig - Prismen einfach versucht mit erstaunlicher Wirkung. Ich sehe räumlicher, blendfrei (!), von Trübungen insbes. nachts kannkeine Rede sein und auch tagsüber scheinen die vorhandenen Trübungen, die nur bei erheblichem Licht oder weißem Bildschirm stören, nicht mehr zentral vor der Macula zu liegen. Ich erreiche einen Visus bds. von >130% (trotz Uveitis-karriere...).
Warum schreibe ich das? Ich war völlig entsetzt, als ich die Prismendiskussion im Netz verfolgt habe. So ein Kompetenzgerangel, was offenlsichlich zu Lasten des Patienten geht, finde ich sehr schade. Bislang waren Augenärzte für mich Heilige und ich lasse, was die Uveitis betrifft, ABLSOLUT NIX auf meinen Doc kommen. Ich bin nur etwas entsetzt darüber, dass man die Leute offenbar in Ärztekreisen lieber blind fahren läßt, anstatt mit dem AO zu kooperieren.
Wäre es nicht doch möglich, in Zukunft besser zusammen zu arbeiten? Aus meiner Sicht kann ich sagen, ich hätte kein Problem damit, wenn jeder mit seinen Meßmethoden mißt und sich dann alle gemeinsam überlegen, was zu meinem Wohl und zum Wohl anderer Verkehrsteilnehmer am besten ist.
Ich verstehe es nicht...
die AO´s haben sich viel Mühe gegeben, meine Fragen zu beantworten. Sie haben sicherlich auch mehr Zeit, aber dann wäre ein kooperatives Arbeiten doch umso besser im Sinne der Patienten.
Sollte es eine Studie (wissenschaftlich) geben, zu welcher noch Versuchspersonen benötigt werden, stelle ich mich hier gerne zur Verfügung!
Ich möchte aber, als interssierter Laie, als ehem. Medizinstudentin, Betroffene und als Sozialpädagogin (siehe LRS und ADH-Problem) gerne beide Seiten verstehen und würde mich daher sehr über eine Antwort Ihrerseits freuen.
Bitte lassen Sie mich nicht im Dunkeln stehen!
Mit freundlichem Gruß

