Bei meiner 15monatigen Tochter wurde im Alter von 14 Monaten angeborener einseitiger Grauer Star diagnostiziert (nach ursprünglicher Fehldiagnose des ersten Augenarztes im Alter von 12 Monaten). Der Katarakt ist nicht äußerlich sichtbar, ihre Entwicklung bis dato perfekt, einziger Hinweis war ein zeitweise "Lazy Eye", das etwas "hinterher hinkte".
Ein Operationstermin ist für September angesetzt. Danach wird sie eine (externe) Kontaktlinse bekommen und eine "Lesebrille" fürs Nahsehen. Ferner soll das gesunde Auge abgeklebt werden, um das bisher ungenutzte Auge zu trainieren. Nach der Mehrheit der Informationen, die mir vorliegen, sieht die Okklusionstherapie so aus, daß ihr gesundes Auge täglich 60-80% der wachen Zeit mit einem Pflaster zugeklebt werden muß und das ganze über ca. 6 Jahre.
Ich denke, an der Operation selbst wird wohl kein Weg vorbeiführen (?), was mir aber noch größere Sorgen macht, ist die Art der weiteren Behandlung.
Wer hat Erfahrung mit Alternativen/ Zusatzbehandlungen z.B.
- Visual Training - welches nach Auskunft der American Optometric Association die Gesamtbehandlungsdauer um 50% reduzieren kann,
- Getönte Kontaktlinsen, Augentropfen statt des Abklebepflasters.
Große Sorgen machen mir die Nebeneffekte der Okklusionstherapie - psychologisch (Persönlichkeitsveränderung) und physisch (Rückschritt in der Gesamtenwicklung sowie Effekte der Okklusion auf das bis dato gesunde Auge).
Würde mich sehr über eigene Erfahrungsberichte und nützliche Hinweise und Kontaktadressen freuen!
(Wir wohnen übrigens in Berlin.)