Hallo Paul,
Vielen Dank für das ausführliche Posting, ich hatte zwar eine etwas andere Fragestellung im Sinn, aber ich bin für den theorethischen Hintergrund sehr dankbar.
Die Fragestellung war eher praktischer Natur, am Ende des Sehtests beim Optiker, wenn beide Augen eingestellt sind, wird ein Bild gezeigt, daß das Übereinanderlegen der Augen demonstriet, entweder rotes Kreuz in grünem Kreis, oder ein Plus und ein Minus, wenn ich mich recht erinnere. An dem Punkt stellt der Optiker die Augen so ein, daß sie gleich stark sind, dabei wurde bei mir 1994 ein Auge deutlich gesenkt, damit das andere mitkam. Da ich damals noch keine Ahnung davon hatte, weiß ich nicht, was er genau gemacht hat und daher war meine Frage, um wie weit man das Führungsauge absenkt, bis dieses Bild (rotes Kreuz grüner Kreis) passt. Kann das dann schon mal 0,25 -0,5 Dioptrin sein?
Da Deine Erklärung in optischer Hinsicht so ausführlich war, gibts jetzt auch gratis eine EDV-Nachhilfestunde
Bilderzeugungsgeräte wie TV's, "neuere" Beamer und Rückprojektor TV's haben heute einen Bildschärferegler. Wenn zum Beispiel ein TV ausgeliefert wird, dann steht der Bildschärferegler defaultmäßig auf 50%. Das ist erfahrungsgemäß der Wert, wobei die Käufer am wenigsten rote Augen bekommmen. Sony war darin Vorreiter.
Phillips hatte eine viel zu scharfe Black Magic Bildröhre auf den Markt gebracht, nach dem Motto "zu scharf geht nicht" und hat einen Absatzeinbruch zu verzeichnen gehabt. Ich war vor 14 Tagen bei Saturn und habe mit meinem Vater ein TV gekauft. Dem Verkäufer hat mein Vater gesagt, daß er mit der Black Magic Bildröhre von Phillips nicht zurechtkäme, der Verkäufer hat betont, daß Phillips daraus gelernt hätte und die aktuellen Röhren viel weicher wären. Naja, es wurde dann doch eine Schlitzmaske gekauft.
In der Praxis sieht das so aus, daß ich mit Kollegen vor der Präsentation die Bildschärfe des Beamers einstelle, und zwar mit mehreren, damit sich niemand nachher beschwert. Aber Achtung, viele Hersteller lassen nur den normalen Videoeingang über den Bildschärferegler laufen, viele sparen sich den teuren Regler im RGB Eingang. Das erkennt man daran, daß das Verstellen des Reglers bei Nutzung des RGB-Einganges keinen Effekt hat.
Soweit der kurze Abstecher in die EDV. Aber obige Frage nach dem Korrekturverfahren würde mich dann doch interessieren. Macht man das heute immer noch so?
Viele Grüße
Jörn