Hallo Eric und Ralf1,eigentlich passen Eure Beiträge ja nicht zum Thema des threads,aber sie sind aus meiner Sicht äußerst wichtig!
Ich glaube nicht,daß Euer Versteckspiel jeweils ein Einzelfall ist.Sicher wird das Leugnen der verordneten Brille heute seltener sein,weil die Brille ein besseres Image hat,Superfassungen vorhanden sind,die Fehlsichtigkeit bereits im Vorschulalter entdeckt wird,wo das Kind einer Brille noch neutral gegenübersteht usw.Aber auch heute hängt bei vielen alles davon ab,wie sie zu ihrer Brille kommen,wie einfühlsam Arzt,Optiker und v.a. Eltern sind und ob man sich die erste Brille selbst aussuchen darf,wie z.B. meine (damals) 6jährige Tochter,die dann IHRE Brille von Anfang an wie selbstverständlich trug und tragen wird.No Problem!
Bei mir war das gaaanz anders.Der Junge muß zum AA,uähh,das Rumsitzen dort.AA
u brauchst eine Brille,Deine Augen sind schlecht.Auf Wiedersehen,nächster Kunde.
btwIch war 12 Jahre.Mit Mutter zum Optiker,wichtigste FrageWieviel kostet das,gibt`s nicht Kassenbrillen?
Braunes Plastgestell auf die Nase und Tschüß.Brille abholen mit Mutter,schämen,absetzen,Mutter schweigt dazu.
Ich glaube schon,daß dies alles einen psychischen Knacks verursacht hat,der bis heute nachwirkt.
20 Jahre habe ich keine Brille getragen,bis hin zu fast -4 Dioptrien,kaum einer wußte von meinem Sehfehler,die Geschichte hat Berufswahl und Selbstbewußtsein negativ beeinflußt,noch heute graule ich mich innerlich - ohne realen Grund,aber wer kann schon gefühle beeinflussen - vor jedem Besuch beim Optiker.
Wie gut hat es da z.B. meine Tochter.
Eine Brille,verordnet im kritischen Alter (Pubertät!),bedeutet oft eine Änderung der Einstellung zum ICH,vielleicht einen ersten Makel,wenn man nicht feinfühlig und trotzdem locker an die Sache geht.
- nur meine Meinung -
Tschüß,Ingo