Hallo allerseits,
bei meiner Frage geht es um Kontaktlinsen und deren Verträglichkeit aber auch um rechtliche Bestimmungen. Ich hab alles so formuliert, dass ich in der dritten Person rede, da ich gelesen hab, dass das aus rechtlichen Gründen besser wäre. Wundert Euch also bitte nicht.
Also, darum geht's
Ein Mann, 33 Jahre alt, gehört zur Gruppe der Quasi-Einäugigen. Auf dem rechten, schlechten Auge hat er eine Hornhautverkrümmung. Die Sehschärfe liegt dabei bei 0,1. Das linke Auge ist einwandfrei mit einer Sehschärfe von 1,0.
Zu der Zeit als er den Führerschein gemacht hab, hat er grade probiert, sich an harte
Kontaktlinsen zu gewöhnen, um die Fehlsichtigkeit auf dem schlechten Auge auszugleichen.
Die Aussage des Sehtests war damals, dass das Sehvermögen ausreichend ist, wenn er im rechten Auge eine Kontaktlinse trägt. Seitdem hat er im Führerschein die Auflage "muss geeignete Augengläser tragen".
Das Problem ist nun aber, dass er die Linse nie wirklich vertragen hab. Ich weiß, dass
Millionen Menschen Kontaktlinsen tragen und damit zurechtkommen. Die Person, um die es hier geht, hat aber bereits nach kurzer Tragezeit mit stechenden Schmerzen, Brennen und starkem Fremdkörpergefühl zu kämpfen. Er hat circa zwei Jahre damit rumgekämpft, diverse Male seinen Augenarzt besucht und die Beschwerden geschildert. Wirklich gebessert hat sich die Lage aber nicht.
Irgendwann hat er dann aufgegeben und die Linsen einfach nicht mehr getragen. Eine Lösung war das aber natürlich nicht, da jedes Mal wenn er Auto fährt, er ja quasi gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt und deswegen auch bis zum heutigen Tag stets Angst hat, dass irgendwann mal was passiert und er dann "dran" ist.
Das war dann auch der Grund, weshalb er vor fünf Jahren noch mal einen neuen Versuch gestartet hat. Ihm wurde erklärt, dass es für eine Hornhautverkrümmung nun auch weiche
Linsen gäbe und diese besser verträglich wären. Ein paar Monate kam er mit der neuenweichen Linse auch einigermaßen zurecht, dann aber kamen auf einmal neue Beschwerden, die auch nach Absetzen der Linse nicht weggingen. Zuerst hieß es, er hätte eine
Lidrandentzündung, dann wurde festgestellt, dass das Auge zu trocken sei. Mit den damitverbunden Beschwerden (Brennen, Fremdkörpergefühl, Jucken) hat er jetzt seit circa fünf Jahren zu kämpfen, obwohl er seitdem keine Linse mehr getragen hat. Er war inzwischen bei vier verschiedenen Augenärzten, hat die üblichen Augentropfen verschrieben gekriegt, konnte die Beschwerden aber nie wirklich wegkriegen.
Die augenblickliche Situation empfindet er als belastend und irgendwie total abstrus. Er sieht auf seinem guten Auge 100% und hat deswegen ohne Sehhilfe keine Probleme alles scharf zu sehen und sich in allen Alltagssituationen problemlos zurechtzufinden, sieht sich aber gezwungen, sich stets aufs Neue mit der Thematik Kontaktlinse zu beschäftigen, was ihm auf Grund der geschilderten Beschwerden inzwischen aber ein echtes Gräuel ist.
Kurz und gut
Er möchte den Eintrag "muss geeignete Augengläser tragen" irgendwie loskriegen. Wie gesagt sieht er auch ohne Sehhilfe gut, da sein linkes Auge ja einwandfrei ist und wenn er die Bestimmungen unter http//verkehrsportal.de/fev/anl_06.phprichtig versteht, müsste er auch rein rechtlich nicht zwingend eine Sehhilfe tragen. Nur weiß er nicht, wie er vorgehen kann.
Er hat alle Augenärzte vor Ort bereits besucht und versucht, ihnen sein Problem darzulegen, ist dabei aber stets auf taube Ohren gestossen. Ihm wurde immer nur erklärt, was er tun müsste, um deine neue Linse auszuprobieren. Nie hat er es aber geschafft, rüberzubringen, dass er eben das gerade nicht will.
Er wäre total dankbar für Tipps, wie er die Thematik angehen kann kann Interessante
Fragen wären etwa, ob es vielleicht sowas gibt, wie eine Untersuchung, die belegen kann, dass er unter einem chronisch trockenen Auge leidet, was das Tragen einer Kontaktlinse problematisch macht, Untersuchungen, die feststellen, dass er de-facto zu einer Verkehrsgefährdung wird, WENN er eine Linse trägt, da seine Beschwerden ihn behindern und ablenken.
Statt der Kontaktlinse einfach eine Brille zu tragen, ist leider nicht möglich, da die
Sehschwäche auf dem rechten Auge zu stark ist. (So zumindest wurde es ihm von einem
Augenarzt erklärt).
Gruß Steffen