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Beigetreten: 5. August 2007 - 12:53
Werkstatt und Zwischenprüfung

Hallo liebe Mitglieder,
ich brauche - mal wieder - ein paar eurer super Tipps ;-). Und zwar geht es diesmal um das Thema Werkstatt Ganz am Anfang der Ausbildung habe ich die ersten paar Wochen fast jeden Tag ein Klötzen gefeilt, gebröckelt, mit dem Handschleifstein geschliffen, poliert, gekittet etc. Mitterweile ist es aber so, dass ich neben der \"alltäglichen\" Arbeit so gut wie garnicht mehr dazu komme, solche Dinge zu üben! Das geht jetzt eigentlich schon seit Weihnachten so! Wenn es hoch kommt, bleibt mir als Zeit zum Üben für solche Dinge wenn überhaupt vielleicht 4 Stunden im Monat. Das kann nicht so weitergehen! Wenn ich daran denke, dass ich nun bald schon im 2. Ausbildungsjahr bin, kann ich das garnicht glauben. Ich kann so gut wie nichts, bröckel viel zu langsam und bei dicken Gläsern kriege ich das erst gar nicht hin, meine Flachfacetten werden schief und Kreise kann ich auch nicht feilen, einen Bügel habe ich noch nie gefeilt, gelötet hab ich nur mal ein paar Reparaturlötungen an Steg und Scharnier und gefräst/ bebohrt hab ich auch nur an 2-3 Werkstücken bis jetzt. Mir fehlt einfach Routine. Die Zeit bis zur Zwischenprüfung geht ja auch meist schnelller rum als man denkt... Bald ist die erste Überbetriebliche, da will ich mich ja auch nicht total blamieren ;-).

Deshalb meine erste Frage Was erwartet mich werkstattmäßig (neben dem Schleifen mit dem Automaten) in der Zwischenprüfung? Ich habe von Lehrern und anderen Azubis gehört \"Löten, einen Bügel feilen, zwei Gläser bröckeln und mit Hand in eine Fassung einschleifen\" --> also ales, was ich nicht kann *lol*. Gibt es noch etwas wichtiges?

Meine zweite Frage Wie kann ich das alles üben, damit es endlich besser wird? Habt ihr vielleicht hilfreiche Aufgabenstellungen?
z.B. Löten, \"geübt\" habe ich das, indem ich zwei Kupferdrähte aneinander gelötet habe. Aber ob das reicht, um eine komplette Brille zusammenzulöten?
z.B. Feilen, Klötzchen zu feilen klappt ja noch. Aber Kreise? Und einen Bügel feilen? Ich weiß garnicht, wie ich sowas anstelle
z.B. Bröckeln und Gläser einschleifen
z.B. Fräsen oder Bohren. Wahllos Löcher in eine Acetatplatte zu bohren, hat mich bisher nicht weitergebracht
...

Manche, die bei Filialisten die Ausbildung machen, habe richtige Ausbildungsordner. Da stehen Aufgaben drin, die sie jede Woche bearbeiten müssen und dann abgeben. Diese Aufgaben bauen aufeinander auf, sodas sich die Fertigkeiten nach und nach verbessern. Ich hab schonmal gefragt, aber leider dürfen sie das nicht an mich weitergeben. So eine begleitende Ausbildungsmappe wäre echt super! Aber bei mir gibt es sowas leider nicht...

Also, bin deshalb auf eure Antworten gespannt! Vielen Dank! Packesel

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Gast (nicht überprüft)

Hallo Packesel!

Na, dann auch hier nochmal Glückwunsch zum schönen Zeugnis Wink .
Das du dich um deine Ausbildung kümmern musst ist schon ein starkes Stück!
Das ist Aufgabe deines Ausbildungsbetriebes! Wieso keine Zeit zum Üben? Du machst in dem Betrieb deine Lehre! ....billige Arbeitskraft?
Hau doch mal Fielmänner aus der Berufsschule an, die haben normalerweise eine solche Ausbildungsmappe!
Zum Brillenlöten reicht die beschriebene Übung nicht! Nimm dir lieber alte Brillen, löte die auseinander und wieder zusammen! (Achtung keine geschweißten Fassungen nehmen!). In welcher Berufschule wird denn noch gebröckelt? Hallo??? Der Handschliff ist aus dem Forderungskatalog für die Gesellenprüfung raus!
Was in der Zwischenprüfung verlangt wird, ist sehr unterschiedlich! Wo machst du die Prüfung?
Grüße

opTick

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Beigetreten: 5. August 2007 - 12:53

Also die Prüfung mache ich in Hessen. Fielmänner anheuern hab ich schon versucht, die dürfen aber nix rausgeben. Werd es nochmals versuchen.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was einen in der Zwischen- und Gesellenprüfung erwarten kann und was längst nicht mehr in der Prüfungsordnung steht. Bis wir Überbetriebliche haben dauert es noch etwas. Da wird sich die ein oder andere Frage klären. Nur würde ich gerne jetzt schon das ein oder andere wissen, damit ich mich gezielter vorbereiten kann. Wo kann ich mich am besten informieren?
In meinem Ausbildungsrahmenlehrplan, den ich zu Beginn der Ausbildung von meinem Ausbilder bekommen habe, steht auch Bröckeln & Co drin.

Vielen Dank für den Tipp mit dem Löten! Werde es ausprobieren!

Billige Arbeitskraft? Ehrlich gesagt, ich weiß manchmal auch nicht. Ich würde nicht sagen billige Arbeitskraft, sondern eher Azubi, der als Vollzeitarbeitskraft mit Aufgaben eines Gesellen (entsprechend seinen Kenntnissen). Z.B. sind wir häufiger wegen Krankheit/ Urlaub/ Frei unterbesetzt, manchmal auch längere Zeit. Gerade dann ist es sehr hektisch und niemand kommt zu irgendwas. So wie momentan, seit zwei Wochen sind außer mit nur zwei andere Kollegen da. Bediene seit zwei Woche nur Kunden, außer Brille richten und anpassen ist da mit Werkstatt/ Ausbildung nicht viel!!! Klar, ich merke zwar Fortschritte im Umgang mit Kunden. Das ist auch sehr gut. Nur werstattmäßig bin ich eben immernoch auf dem gleichen Stand. Und übernächste Woche hat dann schon wieder der nächste Kollege Urlaub. Die Situtation ist also schon mehr oder weniger ein Dauerzustand. Wenn's dann stressig wird und ich noch ne Frage habe oder mal was nicht gleich kapiere oder alleine hinbekomme, krieg ich natürlich "Gemeckere" vom Chef oder der Kunde wird noch ungeduldiger -(.

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Gast (nicht überprüft)

Hallo!

Es gibt in jeder Kammer einen Lehrlingswart, den man immer um Hilfe bitten kann.
In "meiner" Kammer ist dies auch bei solchen Fragen/Bitten kein Problem und ohne Folgen für den Betrieb. Ob das bei dir so ist????
Die Damen und Herren der überbetrieblichen Ausbildung habe ich allerdings bisher immer als sehr hilfsbereit kennen gelernt. Einfach mal dort anfragen, ob die einem sagen können was alles dran kommen könnte.
Wenn du willst, kannst du mir deine postalische Adresse über PM senden, dann bekommst du von mir ein "Hilfsset" (Lötfassungen + Bauanleitung)
OK soweit?

LG Smile

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Beigetreten: 31. Dezember 2002 - 0:00

Hallo,

wenn Deine Mitazubis Dir die Unterlagen nicht geben dürfen, frag sie doch einfach, was sie in der Werkstatt schon können. Dann überleg Dir, was Du davon als nächstes lernen musst und schnapp Dir in Deinem Betrieb jemanden, nachdem Du alles vorbereitet hast z.B. Übungsmaterial (Glas, Übungsfassung) und Werkzeug (Bröckelzange, Anzeichenstift, PD-Stab, Millimeterpapier) liegen schon bereit.
Oder Du übst einfach bei Gelegenheit einen Kreis zu schleifen. Wenn der auf dem Tisch stehen bleibt, ist das ein gutes Zeichen.

Gruß Lucccy

Bild des Benutzers packesel
Beigetreten: 5. August 2007 - 12:53

Hey,
unser Lehrer erwähnte vor kurzem als es um den praktischen Teil der Zwischen- und Geselleprüfung ging, dass "eine 3 im praktischen Teil schon eine sehr gute Note sei. Die letzten Jahre hätten selbst die besten im praktischen Teil keine bessere Note erreicht und die meisten hatten eine 4 oder sind druchgefallen." - wir waren da alle etwas "schockiert". Woran liegt das? Wie ist ein besseres Ergebnis zu schaffen? Wie war da denn bei euch? Wie habt ihr so abgeschnitten bzw. haben sich die Anforderungen verändert?