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Bild des Benutzers Dina
Beigetreten: 14. März 2018 - 7:30
Schielen, Kleinkind, verschlimmert sich trotz Brille

Hallo, mein Sohn wird im Mai 3 Jahre und schielt seit letztem Sommer immer wieder mal kurz mit dem linken Auge nach innen. Es ist bisher nur mir und meinem Mann aufgefallen, da es nur beim Betrachten naher Gegenstände oder beim Anschauen von Kinderbüchern auftrat. Ein Augenartztermin im August blieb ohne Ergebnis, da er jede Mitarbeit verweigerte. Ich wurde an die Sehschule weiterverwiesen, wo ich erst Ende Okrober einen Termin bekam. 

Bei diesem Termin klappte nur die Messung der Sehstärke am Anfang mit dem Autorefraktometer, nach einer weiteren Wartezeit von über einer Stunde wollte mein Sohn keine weitere Untersuchungen mitmachen. Die Messung der Sehstärkte ergab damals niedrige Dioptrienwerte (leichte Weitsichtigkeit bei Werten um 1 Dioptrien). Ich sollte in 3 Monaten wiederkommen.

Nach weiteren 6 Wochen hatte ich wieder einen Termin bei einer anderen Orthoptistin, die sich  mehr um meinen Sohn bemühte. Ich hatte auch Fotos und Videomaterial dabei, was sich im Nachhinein bewährte, da wieder keinerlei Mitarbeit von meinem Sohn kam. Im wurden die Augen getropft, und auf Empfehlung der Orthoptistin eine Brille (Vollkorrektur, 0,5 Dioptrien unter getropften Werten) verschrieben.

Werte Brille:

FR +1,5 

FL +1 -0,5 90 Grad

Am Anfang schien es so, als wäre das Schielen komplett weg und mein Sohn trug die Brille auch ohne Probleme. Nach etwa 4 Wochen fing das Schielen wieder an, zunächst nur kurze Momente. Dies filmte ich wieder und zeigte es der Orthoptistin beim folgenden Termin Anfang Februar. Weitere Untersuchunge waren wieder nicht möglich, beim Lang Test meinte die Orthoptistin, er hätte die Katze kurz angeschaut. Sie wolle noch nicht abkleben, das Schielen könne sich manifestieren und sich in ein akkommodives Schielen übergehen. Nächster Termin in 3 Monaten. Außerdem gab sie mir einen LEA Testbogen für den Nahbereich 40 cm zum Üben mit. 

Mittlwerweile sind wieder 5 Wochen vergangen und das Schielen tritt immer öfter auf im Bereich unter 1 Meter. Beim Essen oder Spielen im Nahbereich wandert das linke Auge nun fast sofort nach innen, was vorher erst nach einigen Sekunden bzw. manchmal nicht der Fall war. Er kneift jetzt auch immer öfter das linke Auge zu oder nimmt seine Brille ab oder drückt daran herum, was er davor nie gemacht hat. 

Den Lea Test habe ich mit ihm zuhause geübt und bisher kann er beidäugig und mit je einem Auge abgedeckt die Symbole in der Zeile 1.6  M .25 0.6 bei einem Abstand von ca. einem halben Meter lesen. Daher sollte doch keine Schwachsichtigkeit bei einem Visus von 60 % vorliegen?

Der nächste Termin ist erst in 8 Wochen. Kann ich noch so lange warten?

Kann es sein, dass bei ihm ein Konvergenzexzess vorliegt, da die Vollkorrektur anscheinend nicht hilft und kein Fernschielen mit Brille auffällt? Ohne Brille schielt er mittlerweile auch beim Blick in etwa 3 Meter Entfernung, was vorher nicht der Fall war.

Bild des Benutzers Hesch
Beigetreten: 9. Dezember 2010 - 21:49

Hallo Dina,

 

die Brille ist noch nicht vollkorrigiert. Das Kind sollte nochmal mit Atropin über 3 Tage getropft werden und dann sollte eine neue Refraktion (ohne Autorefraktometer! sonden Skiaskopie) erfolgen.

 

Vergleich mal die Werte ohne Tropfen und mit Tropfen! Sie sind ja fast gleich!

 

Mit dem Abkleben hat die Orthoptistin recht. Wenn seitengleicher Visus besteht ( hast du in der Nähe so geprüft, stimmt das?) sollte noch nicht abgeklebt werden, ohne vollkorrigierte Brille sowieso nicht.

 

LG Hesch

Bild des Benutzers Dina
Beigetreten: 14. März 2018 - 7:30

Hallo, danke für die Antwort.

Dann werde ich mal die nächste Untersuchung abwarten (hoffentlich macht er diesmal mit, es wär schön einmal eine richtige Diagnose zu bekommen) und die Orthoptistin auf die Atropin -Tropfen ansprechen. Er wurde ja bereits schon mal getropft, allerdings war das 2 mal innerhalb von etwa 15 Minuten. Ich weiss aber nicht welches Mittel.

Gruß Christina

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

ich kann Seestern nur beipflichten. Durch das Skiaskop hat noch kein Kind bei mir im Refra-Stuhl Angst gehabt.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Dina
Beigetreten: 14. März 2018 - 7:30

Hallo, wir hatten heute wieder einen Termin in der Sehschule und dieses Mal hat er echt richtig gut mitgemacht. 

Er hat anscheinend wirklich einen akkommodativen Konvergenzexzess mit Mikrostrabismus und soll nun Bifokalgläser mit +3  Nahzusatz bekommen. Zusätzlich ist der Visus mit 60 % und 80 % gemessen worden, d.h. ab sofort täglich 2-3 Stunden das rechte Auge abkleben. Den Lang Test zum 3d Sehen hat ernicht bestanden.

Ich hoffe er akzeptiert die neue Brille. 

Gruß Christina

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Das hört sich gut an.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Dina
Beigetreten: 14. März 2018 - 7:30

Hallo, mein Kleiner trägt mittlerweile seit etwa 4 Wochen seine Bifokalbrille. Er hat sie von Anfang an gut akzeptiert und das Schielen im Nahbereich ist bei Nutzung des Nahteils weg. Auch die tägliche Okklusion ist kein Problem.

Er kneift jetzt allerdings fast immer das Schielauge zu, wenn er etwas genau anschaut. Was kann der Grund dafür sein?

Gruß Christina

Bild des Benutzers Kugelblitz
Beigetreten: 20. Juli 2011 - 10:30

Hallo Christina,

möglichweise sieht Dein Sohn Doppelbilder. Durch das Zukneifen eines Auges versucht er dann diese zu unterdrücken.

Alles Gute vom Kugelblitz

Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder

Dante Alighieri

Bild des Benutzers Dina
Beigetreten: 14. März 2018 - 7:30

Hallo, ich hätte noch eine Frage zu den Brillengläsern an sich. Er hat Kunststoff-Executiv-Gläser, das Fernteil ist deutlich dicker als das Nahteil, und die Gläser sind bei den doch relativ geringen Dioptrienwerten im oberen und seitlichem Bereich etwa 7mm dick, das sieht wirklich sehr unschön aus. 

Gibt es bei diesen Gläsern auch die Möglichkeit einen höheren Brechungsindex (1,67 oder 1,74) zu verwenden und was würde das bringen? Eine Kunststoffbrille würde sicher etwas "besser" die Glasdicke verdecken, da mein Sohn aber sehr gerne und viel rumtobt, will ich die Titanflex nicht missen. Ich bin sowieso schon alle 2 Monate wegen neuer Gläser und Bügel beim Optiker. Die aktuelle Brille hat Gläser mit 43 mm Breite 37 mm Höhe.

Gruß Christina

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

bei Excecutiv-Gläsern leider nicht. Es gibt aber Bifokalgläser mit breitem und geradem Nahteil, eventuell leicht gewölbtes Nahteil.Ca. 35 mm Nahteilbreite.  Die sind deutlich dünner.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Dina
Beigetreten: 14. März 2018 - 7:30

Hallo, 

ich hatte ja bereits erwähnt, dass er beim Fernblick immer öfter das linke Auge zukneift. Mir ist jetzt ein paar Mal aufgefallen, dass sein linkes Auge beim Blick durch das Fernteil nach innen geht, wenn er das Auge nicht zukneift.

Ist das "normal" bei einer Bifokalbrille? Ich hab mal gelesen, dass diese Brille den Zwischenbreich (0,5 - 3 m) schlecht abdeckt. Er kneift das Auge allerdings auch bei großen Entfernungen zu. 

Der nächste Termin in der Sehschule ist erst in 5 Wochen.

Gruß

Christina

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

das deutet auf eine zu schwache Pluswirkung für die Ferne hin.

Viele Grüße

Eberhard