Forum

12 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)
Rechte beim Brillenkauf

Hallo!

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen, ich weiß nicht mehr weiter mit meiner Brillen-Odyssee.

Aufgrund einer Unverträglichkeit von Kontaktlinsen bin ich nun auf Brille angewiesen.
Mein Weg führte mich zu einem Optiker, der mir eine schöne Fassung und asphärische Kunststoffgläser (Index 1,67) verkauft hat. Alles klasse, bis nach einer Woche die Fassung einfach gesprungen ist. Ich habe die Brille reklamiert, nach einer Woche bekam ich dann mal bescheid (auf Nachfrage), dass der Hersteller nicht nachliefern kann. Aufgrund der Tatsache, dass der Herr mir für eine Fassung, für die seit 2001 nicht mal mehr Ersatzteile erhältlich sind, den vollen KP von 170 € abgeknöpft hat, habe ich den Optiker gewechselt. Da fühlte ich micht echt verschaukelt.

Neuer Optiker, neue Fassung, gleiche Gläser, etwas veränderte Werte. Als ich die neue Brille aufsetzte, war alles klein, vor allem in der Nähe. Die Buchstaben sprangen mich an, Gegenstände waren verzerrt. Im Seitenbereich sah ich verschwommen, alles war verzerrt. Natürlich alles "eine Frage der Gewöhnung" an die asphärischen Gläser. Nachdem mir nach einigen Stunden Tragen schwindelig war, ich Kopfschmerzen hatte und mir bei jeder Bewegung des Kopfes übel wurde, bin ich am nächsten Tag hin und habe meine Beschwerden mit dem Hinweis geschildert, dass ich bei den Gläsern des vorhergehenden Optikers gar keine Probleme hatte. Es kann demnach für mich keine Frage der Eingewöhnung sein. Wiedereinmal wurde ich nach hause geschickt.
Da ich mich ungern veralbern lasse, bin ich mit dem Brillenpass zu Fielmann (war nunmal in der Nähe) und habe den Mitarbeiter gebeten, die Brille durchzumessen. Ergebnis die gemessenen Achswerte wichen eklatant von denen der Augenmessung ab. Aussage des F*-Mitarbeiters daran gewöhnt sich kein Auge. Also bin ich zurück zu meinem Optiker und habe ihm die Neuigkeiten mitgeteilt. Seine Reaktion die Brille sei in Ordnung, außerdem lasse er sich von einem Fielmann-Mitarbeiter nichts sagen. Für meinen Hinweis, dass ich die Probleme bei den ersten Gläsern nicht hatte, ist er taub.

Das war vor genau einer Woche. Er wollte neue Gläser bestellen und am Montag schleifen. Als ich da anrief, sagte er mir er hätte die neuen Gläser wieder zurückgeschickt, weil die Meßwerte eine Abweichung gehabt hätten (wie schon die reklamierten Gläser). Und überhaupt ließe er sich von einem Fielmann....blabla. Ich sagte ihm dass ich mich mit meinen Beschwerden als Kundin nicht ernstgenommen fühle und wenn es so schwierig ist, könnten wir den Auftrag ganz aufgeben, da legt der einfach auf!!!!
Tja, eigentlich hätte die Brille heute fertig sein müssen, aber ich habe vergebens auf eine Benachrichtigung gewartet. Meine Brillensuche zieht sich nun schon einen Monat hin, und ich laufe mit einer Brille rum, deren Werte 9 Jahre als sind bei einer Sehschwäche von fast -8 dpt.

Kann mir mal einer sagen, was ich mir da noch gefallen lassen muß? Wenn der mich trotz meiner Hinweise auf eine Unverträglichkeit (die nicht durch die asphärischen Gläser bedingt sein kann) einfach wieder wegschickt muß er es sich gefallen lassen, dass ich anderswo seine Arbeit überprüfen lasse! Und so langsam geht mir die Arroganz der traditionellen Optiker auf die Nerven, die sich von einem F*-Mitarbeiter nichts sagen lassen! Der ist doch auch Optiker, oder nicht??? Und der hat gemessen, was ich gesehen hab und sich Zeit für mich genommen, obwohl klar war dass ich da aufgrund der Fassungsmarke nicht Kunde werde.

Hat hier jemand einen Rat für mich, wie ich in der Sache nun vorgehen kann? Ich könnte platzen vor Wut. Meine Euros liegen bei dem in der Kasse, und da gehören die bei der eingeschnappten Patzigkeit nicht hin. Außerdem eilt es nun wirklich mit einer neuen Brille.

Lieben Dank.....


PS Ich will hier nicht das Thema "Tradi gegen Filialist" eröffnen. Ich bin aus Überzeugung zum Tradi. Ich fürchte nur, dass mich die Erfahrung ein anderes lehrt. Da wird die -für mich berechtigte- Fehde auf dem Rücken der Kunden ausgetragen, das ist nicht in Ordnung.

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Vielleicht können Sie bei einer Verbraucherzentrale rechtliche Beratung bekommen. Sowohl der erste, als auch der zweite Optiker müssen Ihnen Geld zurückgeben oder die Brille verträglich machen. Falls Sie eine rechtliche Beratung bekommen, sollten Sie auch Quellen mitnehmen, um den Optikern zu erklären, dass sie nicht richtig handeln. Besuchen Sie außerdem Foren unter www.recht.de

------------------
Im Schlechten Gutes finden

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Hallo I-User!

Juristisch ist es so, dass der Optiker ein Recht auf Nachbesserung hat und ich ihm dieses auch nicht verwehren kann. Erst danach kann ich vom Vertrag zurücktreten. Die Frage ist nur, wie lange die "übliche" Zeit ist, an einer Brille zu arbeiten. Vor allem interessiert mich jedoch, inwieweit ich mich auf das Argument einlassen muß, die asphärischen Gläser benötigten eine Eingewöhnungszeit? Zum einen halte ich das (in Bezug auf mich) für falsch aus den dargestellten Gründen. Zum anderen bin ich im Lernstress und habe keine Zeit für weitere Brillenexperimente.

Rechtlich kenne ich mich aus, lerne das Zeug ja . Aber bevor man mit solchen Geschützen kommt, gehts ja auch anders.

Grüße...

Bild des Benutzers Optix
Verbunden: 6. Februar 2006 - 0:00

Hallo, Wölkchen!
Lass uns das Ganze doch mal von der Seite des Optikers sehen

Er mißt deine Werte aus, berät Dich in puncto Fassung und Gläser, bestellt diese und arbeitet diese (in der Regel) im Hause ein.
Er tritt damit erstmal in eine gewaltige Vorleistung, da jede Brille für ihn erstmal Kosten verursacht.
Da ist es schon verständlich, dass er etwas, naja, sagen wir mal "ungehalten" reagieren darf, wenn er die Brille ein paar Tage später wieder im Haus hat.
Ob das durch Telefonauflegen dann noch besonders taktvoll von ihm ist, ist eine andere Frage, mit eindeutiger Antwort.

Ich denke, er hat eher ein persönliches Problem
Er sagte Dir, gleich ob er es tatsächlich so wußte oder nicht, es wäre alles ok mit der Brille.
Als Du Dir dann logischerweise und richtigerweise Rat von einem Dritten geholt hast, hat er sich offenbar in seiner Kompetenz und seinem Vertrauen angegriffen gefühlt.-->GANZ SCHWIERIGES THEMA!!!

Er hat das Recht auf Nachbesserung, ist aber an die Lieferzeiten der Glashersteller gebunden. Generell sollte die Nachbesserung nicht bedeutend länger dauern, als der Erstkauf der Brille!
Kann er die Brille nicht zu Deiner Zufriedenheit nachbessern, so kannst Du die fehlerbehaftete Brille zurückgeben, und dein Geld zurück verlangen!

Zum Thema Unverträglichkeit
Die Markenhersteller räumen dem Endkunden häufig auch für Einstärkengläser eine Zufriedenheitsgarantie ein; Das gilt auch für solche Fälle!

Ich kann Dir in Deinem Fall folgendes raten
Wenn Du die Brille abholst, nicht sofort zu einem Dritten laufen, und die Sache prüfen lassen. Erstmal die Brille tragen, und abwarten. Gibt es Probleme-->Dann diese Klären!
Der Optiker wird in der regel sehr bemüht sein, Dir die Brille korrekt zu liefern, zumal er durch die Nachbesserung schon weniger an der Brille verdient. Er wird bestimmt nicht riskieren wollen, noch einmal Gläser in die Tonne zu treten!

Gibt es tatsächlich noch Schwierigkeiten, die nicht auszuräumen sind, also ihr beide den "Verhandlungstisch" unzufrieden verlasst, kann ein Schlichter bei der örtlichen Handwerkskammer zu Rate gezogen werden.
Das ist aber schon kurz vorm Anwalt, also bitte nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen!

Viele Grüße

Optix

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Lieber Optix!

Den Frust über einen unzufriedenen Kunden kann ich gut verstehen. Die Frage ist jedoch, wie man mit diesem Kunden umgeht. Und anhand des Umgangs entscheidet sich für mich auch die Vertrauensfrage. Fehler macht jeder. Sich jedoch dermaßen den Beschwerden des Kunden zu verschließen macht jeden Vertrauensvorschuss zunichte.
Und letztlich weder das Ego noch die Kasse des O sind mein Problem. Zu all dem wäre es bei aufmerksamen Umgang nicht gekommen.

Zur Dauer der Nachbesserung zwischen Bestellung und Aushändigung der Brille lagen 3 Tage. Die Nachbesserung dauert nun 8 Tage. Die Gläser sind ab Lager lieferbar. Und aufgrund der Patzigkeit bin ich eigentlich auch nicht bereit, die Brille bei auch nur der kleinsten Beschwerde abzunehmen. Es sei denn, ich muß.

Liebe Grüße... Wölkchen

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Ich gehe davon aus, dass wenn die Brille anschließend mängelfrei ist, wird ein "nur" verbaler Fehler evtl. für beide Seiten teuer.

Hier wird sich sinnvoller Weise eine Entscheidung eher für Folgekäufe aufzeigen. Dies und evtl. die mündl. weitergegebene Unzufriedenheit, straft den Kollegen wohl dauerhafter ab.

Und da dies evtl. kein Einzelfall war, könnte sein Verhalten auch aus einer Stresssituation resultieren, die seine Existenz in heutiger Zeit durchaus gefährdet. Leider ist nicht jederman in der Lage solche Situationen sauber zu regeln.
(Nur mal so zum Verständnis)

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Hallo Herr Mosch!

Das ist zutreffend, auch wenn die Brille einwandfrei sein sollte, wird das mein einziger Kauf sein.

Was die wirtschaftliche Situation und Existenzangst angeht, kann ich nach 3 Jahren eigener Selbständigkeit sehr gut vestehen, was sie meinen. Umso wichtiger ist die Pflege des Kundenbestandes. Günstig kann heute jeder, der Service entscheidet. Ein Kunde, der sich ernstgenommen fühlt und Vertrauen hat wird irgendwann bei höheren Ausgaben nicht lange nachdenken.
Dieses Verhalten ist jedoch kontraproduktiv und die existentielle Belastung fällt nicht in meinen Verantwortungsbereich.

Und bei allem Verständnis für die Situation anderer mein Geld ist ersteinmal weg, und ich bin auch nicht in der wirtschaftlichen Lage, mich um Alternativen zu bemühen. Und da ich dringend eine neue Brille benötige, hab ich nun den schwarzen Peter...

Liebe Grüße...

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Hallo, Wölkchen

da gebe ich Ihnen sofort recht! Ich denke, richtig verstanden worden zu sein.

Aber wenn die Brille jetzt stimmt, sollte dies als eine einmalige Verkettung unglücklicher Umstände einfach abgehakt werden können!

Jedenfalls viel Erfolg in jeder Richtung, gerade auch in Ihrer eigenen Selbstständigkeit!

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Hallo Herr Mosch!

Lieben Dank, morgen ist sie fertig und ich hoffe, dass nun alles klar geht.

Die Selbständigkeit habe ich aufgegeben, aber sie dürfen mir die Daumen fürs Examen drücken. Ist noch wichtiger.

Lieber Gruß...

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Guten Morgen an alle, die sich so lieb mit der Sache beschäftigt haben!

Das Ende der Geschichte nachdem am Freitag immer noch keine neuen Gläser da waren, hat mir der Optiker von sich aus das Geld zurückgegeben. Also Anlauf Nr.3 bei neuem Optiker. In 10 Tagen soll die Brille fertig sein.

Es ist schon verrückt, ich versuche seit über einem Monat, eine Brille zu bekommen. Was man da so alles erlebt!

Liebe Grüße... Wölkchen

Bild des Benutzers Mutti
Verbunden: 5. September 2002 - 0:00

hallo, wölkchen

leider ist damit der Grund der Unverträglichkeit nicht aufgedeckt worden.

Vielleicht war die Justierung der vorherigen, verträglichen Brille irgendwie anders oder Du hast die asphärischen Gläser nicht vertragen....

Ich hoffe, Du kommst nun mit der neuen Brille aus. Solltest Du aber ähnliche Schwierigkeiten haben, wäre eine genaue Ursachenforschung wichtig, damit Dir das nicht immer wieder passiert.

Beste Grüße von Mutti

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Hallo Mutti!

da hast du natürlich recht woran es nun gelegen hat, ist ungeklärt. An eine Unverträglichkeit der asphärischen Gläser glaube ich nicht, da ich diese auf Anhieb beim ersten Optiker gut vertragen habe.

Vielleicht hat es ja daran gelegen, dass die Werte der zweiten Brille anders waren. Beim ersten O waren es -7,5 Dpt auf beiden Augen, wobei der Optiker sagte, das eine tendiere zu -7,25, das andere zu -7,75. Beim zweiten Optiker haben wir genau letztere Werte genommen; vielleicht war der Unterschied von einer halben Dioptrie zu groß für mein Gehirn??? Blush

Bei dem neuen Optiker hatte ich nun noch andere Werte, nämlich -7,75 auf beiden Augen mit leichtem Cylinder und etwas unterschiedlichen Achswerten. S

Ich bin gespannt, wie die neue Brille wird....:unsure:

Liebe Grüße.... Wölkchen