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Bild des Benutzers finko
Beigetreten: 11. Dezember 2019 - 11:03
Probleme mit neuer Prismenbrille 14 pdt

Hallo zusammen,

ich melde mich bei euch in der Hoffnung mögliche Tipps zu erhalten und jemanden zu finden, der ggf. ein ähnliches Schicksal teilt wie ich und mir jemand in meiner Aussichtlosen Situation helfen kann. Vorab Sorry für den langen Text, aber meine bisherigen Leidensgeschichte umfasst schon ein paar Zeilen leider.

im Jahr 2012 fing bei mir eigentlich die ganze Story an, nachdem ich mir wohl das Eppstein-Bar-Virus eingefangen hatte. Darauf folgten im Anschluss einige Wochen Müdigkeit und die weitern Probleme, die dieses Virus mit sich bringt.

Leider hatte ich daraufhin konstante Probleme mit Schwindel etc., sodass ich auch den Weg zum Augenarzt angetreten bin.

Dort wurde mir dann im ersten Schritt eine Brille verordnet für den Ausgleich meiner Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung.

Leider hatte ich mit dieser große Schwierigkeiten und schlug wieder beim Optiker auf, der dann auf die Idee kam den Test auf Winkelfehlsichtigkeit zu machen (das bekannte Kreuz). Dann wurden mir neue Gläser mit ersten Prismen eingesetzt, da ich wohl eine Abweichung hatte und ich sollte zur genaueren Entwicklung zu einem darauf spezialisierten Augenarzt gehen ( Dr. Grebe in Trier).

Nach der Eingewöhnung an die ersten Prismen (es waren insgesamt nur 2 Stück), hatte ich dann die erste Ausmessung beim Arzt und die Steigerung des Winkels fing an. So ging es dann einige Jahre weiter, bis ich 2015 dann bei 13 Prismen in der Brille angelangt bin. Da Herr Grebe hier das Erreichen der Grenze der möglichen Prismen via Brille sah, wurde ich mit der Empfehlung auf Schiel-Operation an einen entsprechenden Kollegen verwiesen, der diese Operationen für Dr. Grebe ausführt und sollte dort das Vorgespräch haben.

Das Vorgespräch zur OP verlief dann aber komplett anders als gedacht, da der Arzt nach umfangreicher Untersuchung eine andere Diagnose stellte, als diese mit der ich überwiesen wurde: Mein Problem mit den Doppelbildern und dem anstrengenden Sehen am Bildschirm liegt aus seiner Sicht an einer Akkomodationsstörung und ich sollte auch ohne die bisherigen 13 Prismen klarkommen können, da mein "Schielwinkel" in der Nähe nach seiner Messung sehr sehr gering ausfällt, sodass es mich am Bildschirm nicht beeinflussen sollte. Leider habe ich diese komplette Kehrtwende zu diesem Zeitpunkt nicht hinterfragt, da man sich in aller Regel ja auf einen Arzt und seine Entscheidungen verlässt.

Resultat der Diagnose und anderen Meinung war dann eine Gleitsichtbrille (mit 23 Jahren), damit die Linse entsprechende Unterstützng bei der Arbeit erhält und mir das Arbeiten am Bildschirm wieder leichter fällt. Leider musste ich nach einer ausreichenden Eintragezeit und Gewöhnung an die neue Brille feststellen, dass der gewünschte Effekt und die Entlastung ausblieben.

Wieder beim gleichen Arzt vorstellig, sagte man mir, dass es keine Erklärung dafür gibt, da er ganz klar eine Akkomodationsstörung festgestelt hat und ich dadurch eben nicht so leicht Sehen könnte wie andere Menschen in meinem Alter es sollten.

Da ich nun komplett verunsichert war und Zweifel aufkamen, ob nicht doch der Weg über die Prismen der richtige gewesen ist, ging ich den Weg in die Augenklinik nach Sulzbach, welche aber auch der Meinung waren, das der "Schielwinkel" in der Nähe nicht groß genug ist um das Arbeiten am Bildschirm in meiner geschilderten Weise zu beeinträchtigen. Sie gingen sogar noch weiter und schlugen vor die Gleitsichtbrille wieder abzusetzten, da keine Akkomodationsstörung in einem Maße gemessen wurde, die das rechtfertigen würde.

Das war Anfang vergangenen Jahres, sodass ich circa 1 1/2 Jahre mit einer "normalen" Brille für den Ausgleich der Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung rumlief. Die angestrengten, trockenen Augen und enorme Probleme mit der täglichen Arbeit am PC blieben weiter bestehen, sodass ich am Abend auch sehr wenig Lust hatte zu lesen oder TV zu gucken, da Doppelbilder und Fixaktions/Konzentrationsschwierigkeiten täglich belastend waren.

Da es so nicht weitergehen konnte ging ich erneut der "Prismenfährte" nach und besuchte Dr. Grebe. Er konnte in der MKH-Messung 14 Prismen aus dem Stand messen und verschrieb mir die entsprechenden Gläser hierzu. Diese trage ich nun seit etwas mehr als drei Wochen und komme in keinster Weise mit diesen klar. In den ersten 1 1/2 Wochen waren es noch extreme Verzerrungen und die bekannten "Dellen im Boden" die ich schon kannte und daher als normale Anfangsbeschwerden eingestuft hatte. Seit einer Woche sind die Verzerrungen größtenteils weg, allerdings ist ein "gefühl" noch da, das ab dem Zeitpunkt in dem ich die Brille aufziehe, eine "unwirkliche" Wahrnehmung einsetzt. Mit diesem Gefühl laufe ich nun jeden Tag herum und es mündet mittlerweile in Panikattacken und Verzweifelung.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich hier jemand wiedererkennt und mir vielleicht sagen kann, was ich machen muss, damit die neue Brille als "normal" akzeptiert wird und ich endlich wieder mit Freude durch die Welt laufen kann.

Vielen lieben Dank im Voraus.

Beste Grüße, Lucas

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

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Viele Grüße

Eberhard