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Bild des Benutzers karla1
Beigetreten: 27. Oktober 2013 - 19:43
Mittendickenreduzierung bei Minusgläsern / Abbildungsqualität

Guten Abend,

ich möchte kurz Euren Rat einholen. 

Ich bin auf beiden Augen stark kurzsichtig ca. - 7 Dioptrin, Hornhautverkrümmung - 1,75, Achslage der neuen Brille 10

( alte Brille Achslage 180 ) 

Vor 4 Wochen habe ich mir eine neue Brille anfertigen lassen und bat um folgendes Brillenglas, welches ich seit vielen Jahre trage:

Zeiss ES Sph Mineral 1.7 Super ET

Folgendes Brillenglas wurde eingearbeitet: CZ Einstärken Zeiss ES Sph Mineral höherbrechend Super ET Optima online 60 mm

Ich habe mich noch nicht an die neue Brille gewöhnt. Ich wollte daher fragen, ob es in der Abbildungsqualität unterschiede zwischen den beiden Brillengläsern gibt?  Ich habe das Gefühl, dass ich mit der neuen Brille mehr Randverzerrungen habe. Ist dies möglich? Oder brauche ich einfach etwas mehr Geduld, bis ich mich an die neue Brille gewöhne?

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin, die Bezeichnung "höherbrechend" ist für alle Materialien ab 1,6 möglich. Was Du bekommen hast, musst Du leider selber im Geschäft fragen. Optima bei Minus ist absoluter Blödsinn.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers karla1
Beigetreten: 27. Oktober 2013 - 19:43

Hallo Eberhard,

danke für Deine Antwort. 

Auf der Rechnung und auf dem Brillenpass ist leider kein Brechungsindex genannt, so dass ich beim Optiker nachfragen muss.

Folgende zwei Fragen habe ich noch:

1.) Angenommen der Brechungsindex ist bei meinen neuen Minusgläsern mit Mittendickenreduzierung ( Optima ) bei 1.6. Ist die Abbildungsqualität bei diesen Gläsern schlechter ( mehr Verzerrungen ) als bei Gläsern von Zeiss ES Sph. Mineral 1.7 Super ET?  Gibt es bei Optima mehr "Unverträglichkeiten" ?

2.) Folgende Werte sind in meiner alten Brille:  R: - 7,75  - 0,5 Achse 180
                                                                                                         L: - 6,50  - 1,5 Achse 180

( auch in der Vorgängerbrille war die Achse auf beiden Seiten 180 )

                                                                               neue Brille: R: - 7,75  - 0,5 Achse 12
                                                                                                          L: - 6,50 - 1,75 Achse 8

Kann die Abweichung der Achslage im Vergleich zu der alten Brille ebenfalls zu Problemen führen oder liegt die Abweichung von 8 bzw. 12 Grad in der Toleranz?

Heute Abend musste ich bei Dunkelheit und Regen eine kurze Strecke mit dem Auto zurücklegen. Es war mit der neuen Brille eine Katastrophe.

Ich Danke Dir vorab für Deine Antwort.

Herzliche Grüße
Karla

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Karla,

1,6er haben eine bessere Abbildung als 1,7er oder 1,8, 1,9er. Optima gibt es nur bei Pluswerten.

Die neuen Achsen können richtig sein, aber auch dann unverträglich sein. Vielleicht ist auch weiterhin 180Grad richtig. Auch das kann Probleme bei Dunkelheit machen. Ich würde das prüfen lassen, Eventl.  bei einem anderen Optiker oder Augenarzt.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers karla1
Beigetreten: 27. Oktober 2013 - 19:43

Hallo Eberhard,

laut Brillenpass wurde in meine neue Brille Minusgläser mit Mittendickenreduzierung eingearbeitet.

CZ Einstärken Zeiss ES Sph Mineral höherbrechend Super ET Optima online 60 mm, der Brechungsindex ist auf dem Brillenpass und auf der Rechnung leider nicht vermerkt.Heute habe ich beim Optiker telefonisch nachgefragt und die Information erhalten, dass der Brechungindex 1,7 beträgt und dass bewusst Gläser mit Mittendickenreduzierung wegen der Ästhetik eingearbeitet wurde und dass es keinerlei Nachteile im Vergleich zu Zeiss ES Sph Mineral 1.7 Super ET gibt.

Ist die Aussage richtig, dass es keinerlei Nachteile in der Abbildungsqualität bei Minusgläsern mit Mittendickenreduzierung gibt?

Morgen habe ich einen Termin beim Optiker um alles nochmal prüfen zu lassen.

Danke Dir und einen schönen Abend.

Karla

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Karla,

auch wenn ich mich wiederhole: Bei Minusgläsern gibt es keine Mittendickenreduzierung. Du musst wissen, dass alle Minuswerte bei Glas mit ca. 0,8 mm Mittendicke gefertigt werden. Alles, was dünner wäre, würde ständig zu Bruch führen, schon in der Optikerwerkstatt. Das ist der Grund, warum es keine Mittendickenminimierung bei Minusgläsern in Glas gibt. Der Brillenpass ist vom Optiker erstellt worden. Zeiss liefert aber selber Brillenglaspässe bei jeder Lieferung mit.

 

1,7er Gläser, auch von Zeiss, haben eine schlechtere Abbildungsqualität im Randbereich als 1,6 er Gläser. Sie müssen noch exakter zentriert werden, in Seite und in Höhe.

 

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers karla1
Beigetreten: 27. Oktober 2013 - 19:43

Hallo Eberhard,

vielen Dank für Deine Informationen.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit dem Optiker, dabei kam folgendes heraus:

Mit den Werten in meiner neuen Brille sehe ich schlechter, als mit den Werten in meiner alten Brille. Beim Sehtest gestern wurden nochmals andere Werte gemessen. Die Werte weichen laut Optiker nicht sehr voneinander ab. Lediglich die Achslage variiert und minimal die Dioptrienzahl.  Da die Werte meiner alten Brille mir am angenehmsten waren, einigten wir uns auf diese Werte.

Das Problem die passenden Brillenwerte, die für mich angenehm sind zu finden kenne ich bereits aus der Vergangenheit

Folgenes Gefühl habe ich:

1.) Ich habe das Gefühl, dass es bei mir wichtig ist, dass das rechte Auge gut auskorrigiert ist und dass es zu Problemen kommt

( Unwohlsein, Schwindel ), wenn das linke Auge besser als das rechte Auge korrigiert wird.

-> Kann das sein, gibt es hierfür eine Erklärung?

2.) Weiter habe ich den Eindruck, dass ich sehr sensibel auf die Achslage reagiere.

3.) Und ich habe das Gefühl, dass die Brille nicht zu stark auskorrigiert sein darf. 

Vielleicht hast Du mir einen Tip. Laut Augenärzten sei alles okay. Lediglich der HNO hat den Verdacht auf eine Augenmotilitätsstörung links geäußert, da ich bei einer Untersuchung den Blick nach links nicht gut halten haben können.

Leider hat mein alter Optiker sein Geschäft aus Altersgründen aufgegeben.

Ich danke Dir für Deine Tips.

Herzliche Grüße und einen schönen Abend

Karla

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Karla,

zu 1: das Führungsauge muss gut korrigiert sein. Das andere nicht unbedingt.

Bei Dir scheint das rechte Auge das Führungsauge zu sein.

Zu 2: es gibt viele Menschen, die auf Achsenunterschiede stark reagieren

Zu 3: zumindest das linke Auge darf nicht stärker korrigiert werden als das rechte

Die Korrektion, mit der Du Dich wohl fühlst, ist richtig.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers karla1
Beigetreten: 27. Oktober 2013 - 19:43

Hallo Eberhard,

danke für Deine Tips.

Dann täuscht mich mein Eindruck nicht, dass mein rechtes Auge gut auskorrigiert sein muß und dass das linke Auge nicht zu stark bzw. nicht besser als das rechte Auge auskorrigiert sein darf.

Darf ich Dich nochmal etwas fragen?

1.) Bei der neuen Brille, welche ich nicht vertragen habe wurde ein Sehtest bezüglich dem Augengleichgewicht gemacht. Es wurden mir 2 rote Rauten und 2 grüne Rauten mit Ziffern angezeigt. Die waagerechten Rauten/Ziffern waren für mich schlechter  als die senkrechten.

Welches Auge sieht die waagerechten Rauten / Ziffern?

2.) Bei uns in der Gegend gibt es nur wenige Optiker, die Gläser von Zeiss anbieten. Ich wollte nachfragen, wie es mit der Verträglichkeit von Essilorgläsern aussieht?

Wenn alle Parameter stimmen, ist dann ein Wechsel von Zeiss Mineralischem Glas 1,7 auf Essilor Mineralischem Glas 1,7 problemlos möglich?

Danke Dir für Deine Tips.

Herzliche Grüße

Karla

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Karla,

bei Normalstellung der Trenner ist das senkrechte für rechts und das waagerechte für links.

Bei Essilor gibt es eine ähnliche Verträglichkeitsgarantie wie bei Zeiss.

Viele Grüße

Eberhard