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Bild des Benutzers Cornelius B. Kopf
Beigetreten: 29. April 2020 - 16:39
Lesebrille bei Kurzsichtigkeit

Liebe Alle,

ich hätte ein Frage: Hat jemand Erfahrungen damit, wie das Lesen mit Brille bei Kurzsichtigkeit gut klappt? Ich habe diesbezüglich zwei Anliegen und freue mich, wenn mir jemand weiterhelfen kann:

(1.) Ich habe mir vor einigen Monaten eine neue Brille machen lassen mit den voll auskorrigierten Dioptriewerten. Ich sitze sehr viel im Haus und arbeite am PC oder lese. Ich war damals schon skeptisch, ob es sinnvoll ist, die Werte so stark zu machen, dass ich auf 200m Entfernung jedes Blatt am Baum zählen kann, habe mich aber überreden lassen. Das Ergebnis ist nun, dass meine Werte nach einigen Monaten nochmal deutlich schlechter geworden sind. Daher frage ich mich: Würde es nicht Sinn machen, sich eine Art Lese- und Arbeitsplatzbrille auch als kurzsichtiger Mensch machen zu lassen? Wenn ich das im Internet recherchiere, dann finde ich nur Lesebrillen mit Weitsichtigkeit, was ich sicher nicht brauche - ich bin noch keine 30 Jahre. Aber eine etwas schwächere Brille mit Minus-Dioptrie würde doch Sinn machen zum Lesen und Schreibtischarbeiten? Oder übersehe ich da irgendetwas Grundlegendes? Bin augenoptischer Laie und dankbar für jede Erfahrung und jeden Tipp in dieser Sache.

(2.) Ich habe in letzter Zeit viel recherchiert und mit Fachleuten über Brillen gesprochen. Eine interessante Idee kam mir dabei zu Ohren: Man solle beide Augen möglichst mit den gleichen / ähnlichen Werten korrigieren, da es für das eine Gehirn hinter den zwei Augen leichter sei, sich darauf einzustellen, und so die Leistungsfähigkeit besser und die Ermüdung geringer sei. Hat damit jemand Erfahrung? Was spricht dafür, beide Augen mit gleichen / ähnlichen Werten zu korrigieren? Was spricht dafür, jedes Auge einzeln mit dem bestmöglichen Wert zu korrigeren?

Schon jetzt vielen Dank für jede Unterstützung!

Beste Grüße, Cornelius

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

eine schwächere Brille bei Kurzsichtigkeit als die optimale Korrektion macht keinen Sinn, denn dadurch wird beim Nahsehen die Anpassungsfähigkeit für die Nähe weniger gebraucht und damit setzt die Alterssichtigkeit früher ein als normalerweise.

Die Augen gleichmäßig zu korrigieren, um Ermüdung vorzubeugen ist Humbug, wenn die Werte unterschiedlich sein müssen.

Eher ermüden die Augen stärker, wenn ein Auge nicht optimal korrigiert ist, das andere aber doch.

Viele Grüße

Eberhard