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Bild des Benutzers Gx92
Verbunden: 15. März 2022 - 20:25
Fusionsschwäche ferne , Spannung in den Augen

Hi zusammen, ich hatte schonmal hier was gepostet, bin leider noch nicht viel weitergekommen nach unzähligen Arzt besuchen. Meine Symptome sind starker druck unter den Augen und an den Schläfen,  sowie ist die Fusion der beiden Augen beim Blick von nah auf Fern sehr gestört. Also wenn ich vom PC z.b aufsehe in die Ferne sehe ich wie die beiden Bilder der Augen langsam zu einem verschmelzen. In die Nähe zurück geht es ohne Problem sofort, nur in die Ferne ist Komisch und das macht mir sehr zu schaffen, besonders durch viele äste oder Blätter zu schauen ist unangenehm. Ich bin aktuell arbeitsunfähig deswegen und kann auch dem sozial Leben nichtmehr nachgehen. Ich weiss hört sich komisch an deswegen aber diese Anspannung in den Augen wird teils so schlimm das ich sie zu machen muss und mich hinlege. Das geht seit 1 Jahr so und hat nicht aufgehört. Es fing alles mit einer kreislaufschwäche an. Zumindest ging es mir sehr komisch ein paar Wochen. Am PC arbeiten oder überall wo ich die Augen stark benutzen muss ist fast nichtmehr möglich. Kein neurologe , augenarzt oder orthoptistin konnte was finden. Habe in der Uni noch nen Termin nächstes Jahr aber gebe es schon auf das es jemals weggehen wird. Habe das Gefühl jedes Auge hat was anderes im Fokus, aufjedenfall sind die 2 Bilder nicht genau gleich auf beiden Augen. Was auch immer diese kreislaufprobleme hervorgerufen hat, hat mein sehzentrum iwie beeinflusst. Es ist zum verzweifeln. Habe einfach kein entspanntes sehen mehr. Wie wenn ich 10kg gewichte in den Augen halte. Nehme keine Drogen, Alkohol etc und keine vorerkrankungen,29j. Es geht auch nicht weg bei Entspannung und weniger Stress:(

Verzeiht mir für diesen langen Post. Hat davon jemand schonmal was gehört oder tipps wo ich hingucken kann?

Lg

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Hallo,

wie geht es Dir nach über einem Jahr?

Kennst Du Augenglasbestimmungen nach MKH (Mess- und Korrektionsbestimmung nach Hans-Joachim Haase)?

Beschwerden hast Du ja genug, Wie sieht es mit einer Brillenkorrektion aus?

Was machst Du beruflich, etc. Wie stark ist Dein Sehsinn gefordert?

Melde Dich, gerne doch!

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers joespresso
Verbunden: 9. April 2024 - 10:23

Hallo GX92,

In welcher Klinik bist du vorstellig? Die anerkannt beste hierfür ist das Klinikum Großhadern (Schwindelambulanz). Wenn die nichts finden, findet es wohl keiner. Jahrelang hat keiner irgenetwas gefunden.

Meine Probleme waren ziemlich identisch, habe auch immer 5 Minuten die Augen geschlossen, um "das System" zu entspannen. Hilft.

Auch hier schreibst Du Deine Probleme in einen anderen Beitrag, das ist einfach nicht gut! Deine "Ursache" ist auch eine deutlich andere, wie die von GX92, auch wenn sich die Auswirkungen etwas ähneln. (PGM)

Der Schwindel war bei mir nicht der Kreislauf, sondern das Chaos im Zusammenspiel von Auge, Gleichgewichtsorgan und Propriozeption.

Kennst Du die Ursache Deiner Problematik? Das wäre in einem eigenen Thema/Beitrag von Dir interessant. Die Diagnose ist sehr vielschichtig zu Deiner Ursache. (PGM)

Ich habe meine Probleme seit 2015 und habe es im Klinikum Großhadern 2019 stationär abklären lassen. Diagnose, idiopatisches Downbeatnystagmus Syndrom und Hetereophorie. Letztendlich habe ich mich vor 4 Wochen in der Uni-Augenklinik in Köln operieren lassen. Mein Schielwinkel (horizontal) war bei 20 Prismen (ab 18 Prismen erst ist eine Operation sinnvoll). Nach der OP gleich null. Habe jetzt ein leichtes Höhenschielen, 4 Prismen, 40°. damit kann ich sehr gut leben und in zwei Wochen gibt es eine neue Brille. Die Schielwinkel-OP war unspekatuklär, kann ich nur dazu raten, wenn die Voraussetzungen erfüllt und abgeklärt sind.

Leider wurde die Ursache nicht sauber abgeklärt! Beim Nystagmus ist nach meinem Wissenstand häufig eine Höhenkomponente mit im Spiel. Nicht aber beim Downbeatnystagmus.

Infolgedessen könnte die mögliche Ursache vermutlich entweder ein Nichterfassen der Höhenkomponente im Vorfeld der OP sein oder erst als Folge der OP ins Spiel gekommen sein, wenn nicht sauber operiert wurde. Was beides leider ein sehr leidiges Thema ist und dann im Nachgang zur OP zusätzliche neue Beschwerden und Sehprobleme zeitigt. Das hätte beides im Vorfeld bzw. in der OP besser laufen können. (Überarbeitung PGM)

Meine Beschwerden hatte ich erstmals nach einer Keuchhusteninfektion 2010 (danach war Ruhe bis 2015) und nach einer Influenza 2018 wurde es noch schlimmer. Leider sind alle Ärzte auf diesem Ohr taub. Ich denke aber, idiopathisch heißt ja nicht, dass es keine Ursache gibt, sondern nur, dass nichts gefunden wurde.

Wenn man echt nichts als "Ursache" findet, bleibt halt die bestmögliche Korrektion als  "sichtbare Störung im Binokularsehen" als Aufgabe ein Ziel, das ich zu verfolgen empfehlen würde. So  ist meine Meinung zur Zeit. (PGM)

Hinweis: Das Epstein Barr Virus könnte auch der Auslöser gewesen sein, wenn Du damit selbst zu tun hattest. (Wie Du unten darüber schreibst.)

Mittlerweile ist ja auch erwiesen, dass das Epstein Barr Virus auch MS auslösen kann, und das viele Jahre später. Ich lasse da also nicht locker.

Und noch ein Hinweis, dass das nicht falsch hängen bleibt, Prismen die definitive feststehen können sehr wohl ab ca. 7-8 Prismen sauber operiert werden. Wer erst ab ca. 20.0 cm/m operiert, sagt damit aus,  das er noch eher zu grob bei einer Op arbeitet, oder eben die Patienten nicht gut genug vorbereitet worden sind. Und feinere OP´s dann eben schlechter ausfallen. Das musste ich noch loswerden. (PGM)

Bei Fragen bitte melden.

Gerne aber dann in Deinem eigenen Thema/Beitrag (PGM - Ebenso schöne Grüße!)

Schönen Gruß

Achim