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Bild des Benutzers stephen
Verbunden: 15. November 2005 - 0:00
Fragen zu Mouches Volantes

Hallo,
ich habe zwei mehr oder weniger laienhafte Fragen zu den sogenannten Fliegenden Mücken

1.) Ist es denn normal, dass man sie umso mehr wahrnimmt wenn man die Augen bzw. die Lieder etwas zusammen kneift ?
2.) Bei mir treten die Mouches Volantes im linken Auge viel stärker auf als auf dem Rechten. Ist der verschieden starke Befall ebenfalls normal oder sollte dies bei beiden Augen etwa gleichwertig sein ?

Genaue Untersuchungen beim Augenarzt ergaben, dass alles im Grünen Bereich ist obwohl ich erst 22 Jahre alt bin.
Glaskörpertrübungen sollten doch eher erst im alter auftreten?!?

Leider habe ich damit bisher keine weitere Erfahrung und bitte nun nochmals um eine Beurteilung Ihrer seits.
Ich habe vorallem Angst das die Trübungen schlimmer werden könnten und ich dadurch immer weniger sehe...

Vielen Dank,
Stephen

Bild des Benutzers Optix
Verbunden: 6. Februar 2006 - 0:00

Hallo, stephen!
Erstmal keine Panik!
Das Phänomen der fliegenden Mücken und der Glaskörpertrübungen ist relativ normal.
Es handelt sich aber um zwei verschiedenen Dinge!

Mouches Volantes ("fliegende Mücken")
Kommt von der Gefäßhaut im Auge, und ist besonders stark zu sehen, wenn man in den blauen Himmel guckt, oder ähnliche monoton gefärbte Flächen.
Das sieht dann so aus wie tausend Mücken, die ruckartig hin- und herfliegen.

Glaskörpertrübungen
Sieht aus wie kleine Fäden oder Stränge, die mal mehr, mal weniger gut zu sehen sind. Das kann schon von Geburt an so sein, dann handelt es sich um Zellreste aus der embryonalen Wachstumsphase des Auges.
Du siehst diese in der Tat "deutlicher", wenn Du die Augen zukneifst, oder Du durch eine Lochblende schaust. Oft kann man das auch beim Blick durch ein stark Vergrößerndes Fernglas oder ein Mikroskop feststellen.
Man sieht sie deshalb, weil diese Stränge im Glaskörper einen Schatten auf die Netzhaut werfen. Der ist im normalen Licht relativ unscharf auf der Netzhaut.
Schaust Du nun mit gekniffenen Augen, so kommt zwar weniger Licht hinein, aber die Schatten werden schärfer (hängt mit Strahlengängen etc. zusammen)und man sieht die Stränge umso deutlicher, also störender!

Ich selbst habe das auch relativ heftig auf beiden Augen. Mir hat mal ein Augenarzt gesagt, man solle die Mouches Volantes sprichwörtlich "im Auge behalten", da sie ein Zeichen für Veränderungen der Netzhaut sein können.

Das war vor gut 10 Jahren- getan hat sich daran nichts mehr bis heute.

Viele Grüße

Optix

Bild des Benutzers stephen
Verbunden: 15. November 2005 - 0:00

Hallo Optix,
vielen Dank für deine schnelle und hilfreiche Antwort!

Deinen Aussagen nach zu urteilen, liegen bei mir wohl eher Glaskörpertrübungen vor anstatt Mouches Volantes.

Denn ich sehe fast ausschliesslich diese Fäden und schlieren. Oft treten auch Gebilde auf des ausschauen wie Bakterien unter einem Mikroskop.

Von den kleinen dunklen Runden Pünktchen, also Fliegenden Mücken? sehe ich nur sehr wenige und muss mich auch sehr darauf konzentrieren um sie zu sehen.

Wenn ich in den Himmel oder auf das weisse Bild des PC Monitors schaue, fallen sie in der Tat mehr auf.

Aber was kann ich denn unternehmen um sie wieder zu ignorieren so wie das vor 1-2 Jahren auch der Fall war?

Vielen Dank nochmals,
stephen

Bild des Benutzers Optix
Verbunden: 6. Februar 2006 - 0:00

Hmmmmm...
Gute Frage. Ich glaube nicht, dass es eine Möglichkeit gibt, um Dich dieser Geschichte zu entledigen.

Ich denke für eine Vitrektomie (entfernen des Glaskörpers)ist es bei Dir noch etwas zu früh. Das hat noch mindestens 40 Jahre Zeit Wink

Wenn Dich das wirklich sehr arg stört, könnte man versuchen, das über eine Tönung in einer Brille zu regeln.
das hat dann aber nicht nur Vorteile!

Einen durchschlagenden Erfolg wird das wohl eher nicht haben.

Du wirst auf jeden Fall damit leben müssen, so wie es aussieht...

Viele Grüße

Optix

Bild des Benutzers Kerstin Harms
Verbunden: 10. April 2002 - 0:00

Hallo Stephen,

diese Fäden (ich bezeichne sie immer als kleine Amöben oder Geißeltierchen unterm Mikroskop) sehe ich auch ziemlich häufig - so lange wie ich mich zurückerinnern kann. Als Kind habe ich immer versucht, diesen nachzugucken, bzw. sie zu fixieren. Dann fingen sie komischerweise zu wandern an, mal Richtung unten, mal nach oben. Wenn ich dann wieder den Blick nach vorne richtete, sprangen sie wieder in die Augenmitte. Nur mit Ablenkung durch Blick auf andere Dinge bekomme ich sie wieder los. Mal sehe ich sie täglich, mal wieder lange Zeit gar nicht. Einen Augenarzt habe ich deswegen nie befragt, ich dachte immer, der erklärt mich für verrückt.

Es beruhigt mich, hier erstmals zu lesen, dass das Phänomen wirklich existiert und auch einen Namen hat. Wenn ich mal wieder zum AA gehe, lasse ich es vorsorglich mal abklären. Vielleicht sollte man es ab einem bestimmten Alter ja sowieso...

Gruß
Kerstin

Egal was du tust, tu es mit Leidenschaft und Hingabe!

Bild des Benutzers Hanco
Verbunden: 23. September 2005 - 0:00

Hallo Kerstin,

Deine Beschreibungen kann ich voll nachvollziehen! Was Du als "Amöben" bezeichnest, habe ich immer verglichen mit diesem Zellgewimmel unter dem Mikroskop (aus em Bio-Unterricht) Wink Sprich das Hin- und Herschwimmen und vor dem Blick hertrieben des "Zellhaufens".

Ich habe immer gedacht, daß da irgendwas nicht i.O. wäre aber ein AA hat mir mal in etwa gesagt Das ist halt so und nicht weiter schlimm.

LG Hanco