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Bild des Benutzers anan
Verbunden: 17. Juli 2004 - 0:00
Entwicklung Weitsichtigkeit/Alterssichtigkeit

Hallo, ich bin knapp 47 Jahre alt und etwas in Sorge wegen meiner Augen.
Ab etwa 30 Jahren habe ich eine leichte Plusbrille getragen (+0,5; +0,75) – nicht wegen besseren Sehens, sondern weil ich damit fast keine Kopf-/Augenschmerzen mehr hatte.
Schon mit 38 kam dann der erste Nahzusatz dazu.
Bis jetzt trug ich seit 2 Jahren eine Gleitsichtbrille mit ähnlichen Werten für die Ferne (nur noch mit ein wenig Zylinder) und einem Nahzusatz von 2,0.
Vor ein paar Tagen ermittelte der Optiker nun folgenden Bedarf +1,0 und +1,25 wieder mit etwas Zylinder (-0,25 und -0,5) für die Ferne und einen Nahzusatz von 2,5.
Damit kann ich dann allerdings bist fast auf 30 cm scharf sehen (was ich möchte/brauche) und erreiche auch in der Ferne ein Sehschärfe von annähernd 1,6.
Trotzdem machen mir diese Werte Sorge, zumal ich seit kurzem ohne Brille auch in der Ferne nicht mehr scharf sehen kann, was vorher problemlos möglich war.
Ist denn das noch im Bereich des Normalen? - Ein gleichaltriger Freund hat gerade seine erste und noch ganz schwache Lesebrille bekommen, auf die er noch nicht mal wirklich angewiesen ist.
Und wie werden sich bei mir Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit wohl weiterentwickeln?
Vielen Dank im Voraus für eine Antwort auf diese Fragen.

Bild des Benutzers Pegasus
Verbunden: 13. Juni 2006 - 9:29

Hi Anan,

Ab etwa 30 Jahren habe ich eine leichte Plusbrille getragen (+0,5; +0,75) – nicht wegen besseren Sehens, sondern weil ich damit fast keine Kopf-/Augenschmerzen mehr hatte.

Diese +0,5 dpt bzw. +0,75 dpt hattest du bist zu diesem Zeitpunkt selbst ausgeglichen, was allerdings eine ständige Belastung für deine Augen darstellte. Deswegen auch die Kopfschmerzen. Nach der Korrektur hast du zwar gleichgut gesehen (nicht besser), jedoch wurden deine Augen dadurch entlastet. Die Brille hat somit das ständige Ausgleichen übernommen.

Vor ein paar Tagen ermittelte der Optiker nun folgenden Bedarf +1,0 und +1,25 wieder mit etwas Zylinder (-0,25 und -0,5) für die Ferne und einen Nahzusatz von 2,5.

Warum sich die Stärke für die Ferne auch erhöht hat, weiss ich nicht. Dafür gibts sicher andere in diesem Forum, die dir das beantworten können. Eine Erhöhung des Nahzusatzes bedeutet, dass deine Augenlinse nicht mehr flexibel genug ist um sich auf nahe Objekte einzustellen. Um nahe Objekte scharf abbilden zu können muß sich die Augenlinse krümmen (können) und das funktioniert scheinbar bei dir nicht mehr so richtig. Das ist ein normaler altersbedingter Vorgang Die Linse wird mehr und mehr spröde.

Trotzdem machen mir diese Werte Sorge, zumal ich seit kurzem ohne Brille auch in der Ferne nicht mehr scharf sehen kann, was vorher problemlos möglich war.

+0,5 dpt bzw. +0,75 dpt konntest du zuvor - "problemlos" - durch eingene Akkommodation (bildlich Krümmung der Augenlinse) noch selbst bewerkstelligen. Da die Werte nun angestiegen sind, reicht dein eigener - noch vorhandener - Akkommodationserfolg nicht aus um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Das ist normal.

Ein gleichaltriger Freund hat gerade seine erste und noch ganz schwache Lesebrille bekommen, auf die er noch nicht mal wirklich angewiesen ist.
Und wie werden sich bei mir Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit wohl weiterentwickeln?

"Sehen" ist immer individuell und läßt sich somit nicht - jedenfalls nicht ohne genaue Werte - mit anderen vergleichen. Im Großen und Ganzen würde ich mich an deiner Stelle nicht verrückt machen. Es gibt weit dramatischere Fälle.

Gruß

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Man weiß nicht, wie groß Ihre Weitsichtigkeit ist. Das kann man mit Tropfen beim Augenarzt erfahren. Sonst brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Bild des Benutzers Lucccy
Verbunden: 31. Dezember 2002 - 0:00

Hallo,

ein paar Bemerkungen von meiner Seite

Was mir im Beitrag fehlt ist die Information, ob der gleichaltrige Freund vielleicht auch -0,25dpt in der Ferne hat - sprich leicht kurzsichtig ist. Vielleicht weiss der Freund selber dies auch nicht. Also wird fragen das nicht unbedingt klären.
Aber es wäre eine gute Erklärung, warum der Freund nur eine schwache Lesebrille braucht (wobei ebenfalls die Frage bleibt, was denn schwach ist).

Dazu kommt die Frage, ob die Ferne vollkorrigiert ist. Hier möchte ich l-User widersprechen, dass kann sicherlich auch ein guter Optiker feststellen. Wenn die Ferne nicht vollkorrigiert ist, aber eine kurze Arbeitsentfernung gewünscht ist, muss der Nahzusatz entsprechend stark sein.

Dass die Ferne ohne Brille nicht mehr scharf ist, kann daran liegen, dass die Augen mit Brille "entspannt" sind. Ohne Brille müssen sie sich anspannen. Durch die Verhärtung der Augenlinse (was auch der Grund für Alterssichtigkeit ist) wird es schwieriger, die Linse anzuspannen - also ist beim Absetzen die Ferne ebenfalls unscharf.

Ich hoffe, es war ausführlich genug. Wenn nicht, werde ich gerne ausführlicher.

Gruß Lucccy

Bild des Benutzers Georg Scheuerer
Verbunden: 16. Januar 2003 - 0:00

Hallo,

die Ferne kann nicht mehr ausgeglichen werden da die Übersichtigkeit zugelegt und die "Alterssichtigkeit" auch nicht besser wird - also eig. kein Grund sich sorgen zu machen

Eine Zycloplegie(Augentropfen) ist hier wohl nicht nötig da die Ferne ja schon nicht mehr hundertprozentig ausgeglichen wird - ein größerer latenter Teil ist nicht zu erwarten
somit schreibe ich das gleiche wie Luccy cheer

übrigens schöne neue Seiten war jetzt länger aus beruflichen Gründen abwesend!

Grüße
Georg Scheuerer

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Gigl schrieb

ein größerer latenter Teil ist nicht zu erwarten
Was heißt denn "größerer"? Mit 47 Jahren wird man wahrscheinlich noch 1,5 Dpt. akkommodieren können. Also der latente Teil kann bis zu diesem Wert sein.

@Lucccy Ich habe nicht verstanden, wo Du mir widersprichst. Meinst Du mit "die Ferne vollkorrigiert" die bestmögliche Korrektur für die Ferne oder die volle Korrektur der Weitsichtigkeit (Hyperopie)?

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Hallo I-user,

niemals ist der latente Hyperopieanteil so hoch wie die Restakkomodation. Glaube das mal den Praktikern. Wink

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Ok, ich bin ja nicht so ungläubig, wie Sie vielleicht denken) Ich denke nur, dass die Höhe der unausschaltbaren Akkommodation nur mit Tropfen bestimmt werden kann. Außerdem gab es Mitteilungen, dass man mit Tropfen bestimmt, bis zu welchem Wert die Weitsichtigkeit bei alterssichtig werdenden Leuten zunehmen wird. Ob die Tropfenuntersuchung wirklich sinnvoll ist, bleibt im Einzelfall zu entscheiden.

Bild des Benutzers Lucccy
Verbunden: 31. Dezember 2002 - 0:00

Hallo,

zur Erklärung ich meinte bei dem Widersprechen, die Aussage, dass man die Weitsichtigkeit beim Arzt mit Tropfen messen müsse.

Gruß Lucccy

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

Aber latenten Teil kann man beim Optiker nicht messen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit Tropfen zumindest an einem Auge nie kurzsichtig wäre. Aber das gehört nicht hierhin.