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Bild des Benutzers Stefan1988
Beigetreten: 16. Oktober 2019 - 23:08
Diplopie nach Schielen-OP: Ist sie heilbar?

Hallo zusammen!

Ich heiße Stefan, bin 31 Jahre alt und komme ursprüngluch aus Griechenland. Verzeihen Sie deswegen bitte mögliche Sprachfehler meinerseits. Ich schiele seit meiner Geburt und habe die 1. OP als kleines Kind gemacht. Ich trug damals noch einen Aufkleber für das gesunde Auge, konnte aber nie ein Binocularsehen bekommen, vielleicht deswegen, weil meine Augen nicht richtig gerade gesetzt wurden, sondern das rechte Auge ein bisschen nach oben und nach außen schielte. Mögliche Folge davon war, dass mein rechtes Auge sich ein wenig höher als mein linkes am Gesicht befindet, was das Schielen später deutlicher machte.  

So lief meine Kindzeit bis zur Uni, wo ich gemerkt habe, dass das Schielen inzischen schlimmer geworden war, was mein Selbstgefühl stark beeinflüsste. Deswegen habe ich mit 21 Jahren eine 2. OP gemacht, wo das linke Auge ein bisschen nach oben und das rechte nach unten korrigiert wurden. Für das Aussenschielen wurde nichts gemacht, denn der Arzt konnte nicht gleichzeitig mehrere Muskeln operieren.

Nach dieser OP fing mein Leiden und die Diplopie an. Anfänlich hatte ich gedacht, es wäre ein ganz normales Syptom, das mit der Zeit verschwinden würde, was aber leider nicht geschah. Beim nächsten Besuch zum Augenarzt wurden mir Prismen verschrieben, die ich für eine gewisse Zeit trug, derer Grad aber immer stieg. Am Ende konnte ich nur Folienprismen mit 30 Grad tragen , aber war damit nie ganz zufrieden gewesen.

Wegen der Prismen hat das Schielen sich anscheinend verschlechtert und ich habe irgendwann keine Prismen mehr getragen, denn meine Vision war ohne sie besser.

Es sind fast 10 Jahre seit meiner letzten OP her und ich habe mich inzwischen an der Diplopie-Syptomen einigermaßen gewöhnt. Ab und zu, wenn ich müde bin oder morgens stören sie mich sehr, aber ich versuche sie zu ignorieren. Trotzdem habe ich es noch nicht völlig akzeptiert, mein restliches Leben lang mit Diplopie zu leben, deswegen wollte ich um Ihre Ratschläge bitten.

Ich wohne seit 4 Jahren in Deutschland, in der Nähe von Düsseldorf. Kennt jemand einen guten, im Binocularsehen spezialisierten Augenarzt in der Region? Kann man irgendwie sowohl das Schielen, als auch die Diplopie beseitigen? Ein Augenarzt sagte mir damals, das wäre nur möglich, wenn man die Augen an die Stelle positionierte, in der sie nach der 1. OP gesetzt worden sind, als ich ein kleines Kind war. Stimmt das?

Ich bedanke mich herzlich im Voraus für Ihre Zeit und freue mich auf die Rückmeldung!

Viele Grüße

Stefan 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Stefan,

Die Diplopie ist entstanden, weil die Augen nach der 2. OP in der Lage waren, beide zu sehen, vorher wurde das Bild eines Auges ausgeschaltet. Das hätte man vermeiden können, indem vor der OP mit Prismen versucht worden wäre, das Schielen auszugleichen. Dabei wäre es ebenfalls zu dieser Dipolpie gekommen und die OP hätte man vermieden.

Augenarztpraxis kommt per PN

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Stefan1988
Beigetreten: 16. Oktober 2019 - 23:08

Vielen Dank für Ihre Antwort. Was kann ich jetzt tun? Sollte ich den ganzen Prozess neu anfangen, oder macht es keinen Sinn am Ende? Ist es möglich sowohl das Kosmetische als auch das Praktische (keine DB) in meinem Fall zu schaffen? Oder ist es sinnlos und man sollte immer das eine Bild irgendwie ausschalten?

LG

Stefan

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Stefan,

 

warte mal die Untersuchung in der Praxis ab, die ich Dir empfohlen habe.

Viele Grüße

Eberhard