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Bild des Benutzers Faultier
Beigetreten: 3. Februar 2017 - 10:57
Erweiterter Nahbereich und Prismen

Hallo zusammen,

in dem Unterforum "Binokularsehen" habe ich bereits in den letzten Wochen / Monaten geschrieben. Da mir sehr kompetent weitergeholfen wurde, versuche ich es hier erneut mit einer weitergehenden Frage. Zu meinen Eckdaten: Leichte Weitsichtigkeit mit +2 / +1, Astigmatismus mit -1,25, Achse bei 90/95. Alles nicht dramatisch. Bislang hatte ich 6 Prismendioptrin in der Brille und nochmals eine Folie mit 15 für den Nahbereich. Im Nahbereich sehe ich damit nicht mehr doppelt. Das Problem ist jedoch, dass ich natürlich selten nur im Nahbereich gucke. D.h. beim Heben des Kopfes entstehen sogleich Doppelbilder im Zimmer, auch am Computerbildschirm ist es schwierig. Wenn ich durch den unteren Nahteil gucke, habe ich schnell Schmerzen im Nackenbereich.

Nach Untersuchungen in der Uni-Klinik, die insgesamt sehr enttäuschend waren und bei denen viele meiner Fragen unbeantwortet blieben, wurde mir nun gesagt, ich sollte mir zwei Brillen anfertigen lassen. Eine für die Ferne ohne Prismen. Eine für den "erweiterten Nahbereich". Darauf soll dann eine Folie mit 10 Prismendioptin geklebt werden. Außerdem sagte die Frau Prof., der Optiker würde die Weitsichtigkeitsdioptrin im erweiterten Nahbereich noch herabsezten, das würde er errechnen und mir erklären. Irgendwann, wenn das mit den 10 Prismendioptrin läuft, könnte ich mir das ja in die Gläser für den erweiterten Nahbereich einschleifen lassen, hieß es.

Jetzt war ich beim Optiker und der sagte, das sei alles Quatsch. Für einen erweiterten Nahbereich / Raumcomfort-Brille setzt man nie Weitisichtigkeits-, sondern nur Kurzsichtigkeitsdioptrin runter. Wenn überhaupt, setzt man noch Plusdioptrin im Nahbereich dazu. Altersichtigkeit liegt jedoch noch nicht vor.
Mir kommt es außerdem merkwürdig vor, dass von bislang 21 Prismendioptrin für die Nähe (6 im Glas, 15 in der Folie) zukünftig 10 ausreichen sollen. Ich habe wirklich Angst, eine solche Brille anfertigen zu lassen und dann in der Nähe doppelt (weil unterkorrigiert) und in der Raumdistanz doppelt (weil überkorrigiert) zu sehen. In der Uniklinik bin ich fertig, mein hiesiger Augenarzt, der mich ohne viel Drumherum gleich in die Klinik überwiesen hatte, fühlt sich da nicht kompetent.

Ich bin im Moment völlig ratlos, wie es weitergehen soll. Ich habe auch keine Brillenverordnung erhalten, nur auf meine Bitte hin die Werte notiert auf einem Zettel und ein Rezept für die Prismenfolie und - wie gesagt - die Ansage, mir zwei Brillen machen zu lassen.

Hat jemand eine Ahnung, wie ich mit all dem umgehen soll? Ich meine, vielleicht verstehe ich das einfach nicht und alles ist so richtig? Mein Bauchgefühl ist da jedoch nicht gut und der Optiker hat mich zusätzlich verunsichert.

Über Antworten freue ich mich sehr und sage vorab schon einmal ganz herzlich Danke schön!

Viele Grüße vom Faultier

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

 

für mich kommt sofort die Frage auf: Ist die Fernkorrektion optimal ermittelt? Und wenn ja, wie ist sie ermittelt?

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Faultier
Beigetreten: 3. Februar 2017 - 10:57

Guten Morgen, Eberhard, danke für Deine Antwort. Also es wurden mehrere Sehtests gemacht und mittels weitgetropfter Augen wurde das wohl auch "objektiv" ermittelt. Wenn ich gelegentlich gefragt habe, was ein Ergebnis bedeutet oder eine Untersuchung besagt, hieß es: "Noch nichts. Wir erheben bislang nur Befunde." Deswegen fühle ich mich so ratlos.

Danke, dass Du Dir die Mühe machst, mir zu helfen.

Faultier

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

 

es ist eigentlich sehr selten, dass Ferne und Nähe so unterschiedliche Prismen brauchen. Auch bei der Ermittlung der Prismen gibt es gewaltige Unterschiede in den Ergebnissen, je nach Messmethode und Untersucher.

Schreibe mir mal in einer PN, wo Du wohnst.

Viele Grüße

Eberhard