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Bild des Benutzers b-runner91
Verbunden: 8. März 2015 - 10:58
Begleitschielen - Prismenbrille?

Ich bin 23 Jahre alt und als Kind wurde bei mir Schielen festgestellt.
Strabismus convergens links, Hyperopie beidseits, Astigmatismus links, Amblyopie links.

Die Amblyopie links wurde mittels Okklusion im Kindesalter ziemlich terminiert.
Ich besitze nun links einen Visus von 0,9 und rechts einen von 1,0.
Kann also mit beiden Augen relativ gleich gut sehen. Ich sehe allerdings alternierend, weil sich das stereosehen sich nicht entwickeln konnte, kann also willentlich zwischen rechts und links wechseln, wobei ich i.d.R. immer mit rechts sehe (das etwas bessere Auge).

Meine Hyperopie (Weitsichtigkeit) hat sich nun im laufe der Jahre ziemlich herausgewachsen.
Trug als Kind zuletzt eine Brille mit folgenden Werten:
R: +1,5
L: +2,5-0,75/88°

Jetzt wurde mir vom Augenarzt zuletzt folgende Werte aufgeschrieben:
R: Spähr. +0,50, Zyl. -0,25, Achse 110
L: Spähr. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 70

Während mein Optiker folgende Werte die Woche drauf feststellte:
R: ES: -0,25, Zyl: -0,25, Achse: 099
L: ES: +0,5, Zyl: -1,25, Achse 070

Man sieht ja deutlich den Unterschied auf dem Rechten Auge.

Schärfer sehen kann ich mit den werten des Optikers wobei aber ich dort aber das sehe als "anstrengeder" empfinde und gerade der "Weg" beim alternierden Wechsel, wenn ich Objekte im Nahfeld fixiere und dann umschalte deutlich größer Vorkommt als wenn ich gar keine Brille trage.

Meine Fragen daher:

1.) Kann sich aus einer Weitsichtigkeit auf einem Auge wirklich eine Kurzsichtigkeit entwickeln?

2.) Gibt es jemand der alternierend sieht und einen akkomodativen Abhängigen Schielwinkel hat und dafür eine Prismenbrille trägt? Geht das bzw. bringt das überhaupt was wenn man alternierend sieht? Denn ich schiele nur wenn das linke Auge das Führungsauge ist. Dann ruchtscht das rechte minimal nach innen und ganz wenig nach oben. Dies ist aber auch sehr davon abhängig wie weit das Objekt ist, was ich fixiere. Umso näher, umso kleiner ist der Schielwinkel.
Meine damalige Orthoptistin hatte es mal überlegt, mir allerdings nur so eine Prismenschiene angelegt.
Letztendlich war sie aber dennoch von der Korrektur durch meine Brille begeistert. Ich bin an das alternieren gewöhnt.

Da sich nun aber meine Hyperopie herausgewachsen hat und ich mit meiner Brille überkorrigiert bin, d.h. ich sehe ohne Brille schärfer (und für mich ausreichend scharf, habe da null Probleme) habe ich nun dieses Problem.

Ich bin aber auch einfach eine Brille zu tragen gewöhnt und fühle mich damit auch sicherer.

Sollte ich also lieber Gläser tragen die eine leichte + Wirkung haben, weil ich daran gewöhnt bin und es mir angenehmer im Nahbereich erscheint, auch wenn ich dann etwas unscharf auf lange Distanzen sehe?

Oder es mit Prismen versuchen? Die ja höchstens den Weg beim alternieren verkürzen können?
Doppelbilder o.Ä. habe ich keine.

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

besser ist, richtige Fernkorrektur und Prismen. Dann kannst Du weit und Nah optimal sehen.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers b-runner91
Verbunden: 8. März 2015 - 10:58

Geht das auch, wenn nur ein Auge akkomodationsbedingt schielt, wenn ich mit dem linken Auge führe (also das rechte dann)?
Manchmal fühlt sich mein rechtes auge Trocken an, seltener auch rechts leichte kopfschmerzen. Ist das auf die überkorrektur zurückzuführen? (wenn ich meine jetztige Brille absetze geht es meist wieder nach ner weile weg)

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Moin,
akkomodationsbedingtes Schielen kommt nur bei Nicht-Korrektur oder zu niedriger Korrektur einer Übersichtigkeit vor.
Also erstmal die Brillenstärke richtig messen lassen und dann prüfen, ob Prismen erforderlich sind. Wenn ja, würde ich das auch so machen.

Viele Grüße

Eberhard