Hallo zusammen,
Ich haffe, jemanden zu finden, der mir eine Plausibiisierung für meine Symptome (Doppelbilder/Ghostings auf dem rechten Auge) geben kann. Da ich ein etwas komplexer Fall aufgrund meiner Vorgeschichte, beschreibe ich zuerst, was mein Auge bisher hat mitmachen müssen:
Vor drei Monaten hatte ich auf dem Rechten Auge eine komplette Luxation meiner IOL und ich wurde zum Notfall.
Die torische Linse wurde geborgen, explantiert und wegen gerissenem Kapselsack + Zonulaschwäche durch eine dreiteilige nicht torische IOL ersetzt (intrascleral verankert).
Seitdem habe ich einen extremen Astigmatismus von ca 6,5 Dioptrien mit wahrscheinlich irregulärem Anteil (ich habe nebst komplett verschwommener Sicht und unkorrigiertem Visus 30% auch Doppelbilder).
Ich hatte präoperativ einen kornealen Astigmatismus von ca. 2,75...3 dpt. und wahrscheonlich kommt diese Änderung durch den ca 7..8 mm langen Korneaschnitt
Hier die Keratometerwerte:
POST-OP
R1 = 8,78 / 115° /// R2 = 7,60 / 20° (ca. 6,4 dpt)
PRE-OP
R1 = 8,56 / 133° /// R2 = 8,00/ 30° (ca. -2,95 dpt)
Seit 4 Wochen habe ich eine Brille, die einigermassen meinen Astigmatismus korrigiert und mit der ich teilweise auch wieder 90, manchmal 100% Sehkraft mit Ansrengung erreiche.
Trotz Korrektur, habe ich unverändert starke Ghostings / Doppelbilder auf diesem Auge:
Das seltsame dabei ist, dass NICHT im zentralen Gesichtsfeld, sondern NUR im nasalen und unteren peripheren Gesichtsfeld sind.
Oben beschriebenes peripheres Gesichtsfeld grenzt sich vom vom zentralen symptomlosen Gesichtsfeld sehr markant ab.
Die Lage o.g. Abgrenzung entspricht gefühlt mit dem Pupillenrand, den ich durch die Iridodonesis leider jetzt bei jeder Augenbewegung vor allem unten wie nasal wahrnehme.
Wenn ich einen Punkt mit dem Auge fixiere und einen Gegenstand von nasal ausgehend horizontal zur Sehachse hinbewege, ist folgendes zu beobachten:
- Bis zu einem Winkel von ca. 30 Grad horizontal zur Sehachse ist dieser Gegenstand extrem verschwommen und bildet ein markantes Ghosting ab. Das ist auch die Lage, wo auch Randreflexe der IOL sich stark bemerkbar machen.
- Ab einem gewissen Punkt verschwindet Gegenstand nahezu kurzzeitig. Diese Position stimmt in etwa mit der Lage der oben beschriebenen Wahrnehmung des Pupillenrandes überein
- Jenseits dieses Punktes und den Gegenstand weiter in Richtung der Sehachse bewegend verschwinden diese Ghostings nahezu sprunghaft
- Gleiches gilt exakt analog für die im unteren Gesichtsfeld entstehenden Ghostings (und auch IOL Randreflexe)
Kann jemand mit diesen peripheren Ghostings anfangen? Woran können diese Photopsien liegen? Warum sind sie nur im Randbereich aber nich im zentralen Gesichtsfeld?
Danke voraus für Eure Antworten
Gruß
Karsten

