Hallo liebes Forum,
ich bin auf meiner verzweifelten Suchen nach Hilfe auf dieses Forum gestoßen und hoffe, dass jemand eventuell helfen kann oder einen guten Rat für mich hat.
Ich bin 23 Jahre alt und stehe leider kurz vor dem Verlust meines Jobs aufgrund der Gesundheit.
In der Vergangenheit (auch Kindheit) hatte ich nie Probleme mit Augen, Sehen oder einem möglichen Schielen. Auch die jährliche berufliche Untersuchung war jedes Mal problemlos. Ende September 2016 bemerkte ich dann plötzlich beim Blick in die Ferne, dass ich im Linksblick horizontal doppelt sehe, was zum ersten Mal so auftrat. Dieses Doppelbild ist im Rechts- oder Geradeausblick nicht vorhanden und wird mit zunehmendem Winkel nach links immer stärker. Des Weiteren bemerkte ich ein scheinbar "lahmendes linkes Auge", da bei einer schnellen Bewegung der Augen nach links (selbst in der rechten Blickhälfte) das Bild kurzzeitig horizontal verdoppelt und sich dann wieder fusioniert. Bei schnellen Bewegungen entsteht natürlich so ein sehr verzerrtes Bild.
Der Besuch in der Augenklinik Münster mit Untersuchung in der Orthoptik erbrachte zwar die Feststellung des Problems, jedoch keinerlei Ahnung über die Ursache. Aus diesem Grund landete ich in der Notaufnahme der Neurologie. Ein stationärer Aufenthalt für 1 Woche folgte im Uniklinikum Münster. Dabei wurden sowohl 2 MRT's (Schädel + Orbita), diverse Strommessungen, Nervenwasseruntersuchung (Lumbalpunktion), Cortisonstoß über 3 Tage und allem was dazu gehört, durchgeführt. Es wurde während der Zeit nicht besser, alle Untersuchungen ergaben nichts bzw. tolle Werte. Ledeglich der Blutdruck war erhöht und sollte weiter abgeklärt werden.
Ca. 2 Wochen vor dem Autreten des ersten Doppelbildes sind mir beim Erbrechen unheimlich viele Äderchen in Augen und Gesicht geplatzt. Ein Zusammenhang durch die Blutdruckspitze wurde zunächst nicht ausgeschlossen.
Nun begann ein Ärztemarathon. Nuklearmediziner, Nephrologe, Neurologe, Kardiologe, Orthopäde und Ostheopath, Augenarzt+Sehschule ergaben leider nichts. Eine spontane Genesung wird laut der Ärzte nach der mittlerweile vergangenen Zeit immer unwahrscheinlicher.
Mein letzter Besuch führte mich in die Sehschule der Augenklinik Essen. Dabei wurden erneut die Messungen durchgeführt wie damals in Münster.
Gesagt wurde mir, dass der Winkel sehr klein ist und eine Operation nicht gerade ohne Risiko neuer Probleme wäre. Ich solle es mir gut überlegen. Dabei wurde auch hauptsächlich auf das Doppelbild angesprochen, weniger auf das "langsamere linke Auge". Bei diesem Termin ist dann zum ersten Mal die Diagnose "leichte Abduzensparese" gefallen, wovon die anderen Ärzte nicht gesprochen haben.
Eine Brille trage ich gelegentlich bei Bedarf, teilweise über Wochen garnicht. Bei langen Autofahrten entspannt sie die Augen deutlich.
Die Augen sind bei mir grundsätzlich gerötet, auch außerhalb meiner Heuschnupfenzeit und fühlen sich immer irgendwie überanstrengt an.
Ich bin mit langsam am Ende meiner Ideen und die Zeit um meinen Job zu retten geht mir langsam aus. Die Beschwerden sind weiterhin sunjektiv unverändert. Ich würde mich unendlich freuen, wenn mir jemand in irgendeiner Weise helfen könnte. Die Messungen der Sehschule füge ich an.
Der Blutdruck ist im Ürbigen bereits gut eingestellt.
Vielen lieben Dank.

Hoffnung war, dass die Beschwerden von depressiver Grundanspannung herrühren, weil ich auch im Nacken-, Kopfgelenk- und Kieferbereich unglaublich schmerzhaft verspannt bin. Aber es ist wohl so, dass die depressive Stimmung durch die Beschwerden kommt und nicht umgekehrt.