Hallo
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Ich hatte eine LASIK in 2010 und habe seit dem visuelle Symptome in Form von Glare, Halos und Ghostings entwickelt. Zudem ist das Bild verwaschen und kontrastreduziert. Es entsteht eine extreme Lichtempfindlichkeit. Alles erst seit der OP.
Ich hätte zwei fachliche Fragen, die ich mir bislang nicht sicher beantworten kann. Falls ich in diesem Forum eine Antwort erhalten sollte, würde ich mich darüber sehr freuen.
a) Zum einen stellt sich mir die Frage, ab wann ein "irregulärer Astigmatismus" mit Hilfe der HH-Topografie gestellt werden kann. Ich habe schon gelernt, dass ein Astigmatismus unter 0,5dpt als physiologisch zu betrachten ist, d.h. es kann erst von Astigmatismus gesprochen werden, wenn topische Unterschiede in der Brechungskraft der HH entlang zweier Hautschnitte von über einer halben Dioptrie vorliegen.
Dann habe ich es so verstanden, dass der Astigmatimus "irregulär" ist, wenn die beiden Hauptschnitte nicht in einem Winkel von 90 Grad zu einander stehen.
Im vorliegenden Fall scheint es mir auch so, als ob entlang des Hautpschnittes auch selbst erhebliche Brechnungsunterschiede vorliegen. Für mich sieht die Karte farbcodiert ohnehin recht unsymetrisch und "nach Bergen und Tälern" aus. Mit anderen Worten also "irregulär".
Die konrekte Frage: Liegt hier bei beiden Augen ein irregulärer Astigmatismus vor?
b) Brillengläser korrigieren die durch die Operation induzierten Abbildungsfehler praktisch, d.h. was ich sehe, nur gering. Deswegen habe ich mich um die Anpassung von Kontaktlinsen bemüht. Konventionelle harte Kontaktlinsen hatten keinen wesentlichen Erfolg, Kontaktlinsen mit "Skirt" waren nicht mehr lieferbar bei meiner stark abgeflachten Hornhaut und Spezialinsen aus der Schweiz fielen nach wenigen Minuten aus dem Auge und auf einer Seite bildeten sich ständig "Tränenunerspülungen" (nur meine Vermutung- dort sah es so aus, als ob man direkt Tropfen ins Auge gegegen hätte mit dem gleichen optischen Effekt). Letztlich war diese Anpassung nicht erfolgreich, obwohl alle Seiten absolut bemüht waren.
Nun stehen als weiterer Therapieversuch noch Sklerallinsen aus, die wie ich HOFFE noch Hilfe bringen könnten.
Weitere Frage: Gibt es abegesehen von dem besseren Tragekomfort bei Sklerallinsen noch einen anderen optischen Vorteil gegenüber konventionellen harten Linsen?
Nach meiner Vorstellung sollten sich doch unter der Linsenoberfläche in beiden Fall Unregelmäßigkeiten der Hornhautoberfläche durch den Tränenfilm ausgleichen lassen und daher das optische Ergebnis annähernd gleich sein. Dies kann aber nicht ganz stimmen, denn es gibt doch einige Post-LASIK Fälle die angeben, dass harte KL nicht geholfen haben, Sklerallinsen jedoch schon. Gibt es hier eine Erklärung? Die Linsen kosten laut Kostenvoranschlag leider 2000 Euro pro Paar und daher ist das für ein mal Ausprobieren bislang für mich keine Option gewesen. Ich spare allerdings darauf, da ich im Alltag sehr beeinträchtigt bin.
Noch zur Information: Laut Wellenfrontmessung haben sich die Abbildungsfehler höherer Ordnung erhöht. Es sollen Koma, Trefoil und sphärische Aberrationen vorliegen. Dazu möchte ich aber noch einen anderen Post erstellen.
Vielen Dank für jegliche Hilfe.
Grüße
Kilian



