Hallo,
Und mal wieder komme ich zum Jammern hierher, und vor Allem, weil ich absolut ratlos bin. Meine Augen haben einen riesigen Sprung gemacht und sind von 10 auf fast 30 Prismen gestiegen. Wie das möglich ist, weiß ich selber nicht, allerdings wurde es mehrmals, auch getropft, und mit ner Menge Methoden gemessen (unter anderem einem Feld, auf dem Punkte aufleuchten, auf die man, während man eine Rot-Grün-Brille trägt, mit einem Laser zeigen muss). Nun beim Optiker direkt zwei Probleme:
1. Konnten statt der benötigten 26 nur maximal 24 Prismen eingeschleift werden, stärkere Gläser als 12 pro Auge können lt. Opti meines Vertrauens nicht beschafft werden, ich habe nun folgende Gläser:
OrangeLine Pol Optic Matrix Mono 1.74
Rechts Sph +0,75 Cyl -0,5 Achse 100 Prisma 12 Basis 180
Links Sph +0,75 Cyl -0,25 Achse 65 Prisma 12 Basis 0
Die Veränderung zur vorherigen Brille sind jeweils +0,5 Sph rechts und links, 0,25 Cyl weniger rechts (vorher -0,75) und links war vorher eine Achse von 45. Die Prismen waren vorher rechts 4 und links 6.
2. Sehe ich durch die neue Brille ganz furchtbar schlecht: Alles ist ganz eklig unscharf, die Kopfschmerzen sind vollkommen weg und ich sehe nicht mehr doppelt, dafür aber so scharf wie durch eine Frischhaltefolie... Wir waren noch einmal dort, es sind jeweils 0,25 weniger und mehr vor die Brille gehalten worden und das war nur noch schlechter. Laut Optiker gibt sich das innerhalb der nächsten Wochen, da der Punkt des schärfsten Sehens nun auf einer anderen Stelle liegt, an der noch nicht genug Photosensoren angesiedelt sind. Aber es kann doch nicht sein, dass ich zum Lesen die Brille absetzen muss, um überhaupt etwas zu erkennen?! Ansonsten keinerlei Beschwerden, Doppelbilder sind vom Ansatz her weg, die Brille trägt sich super angenehm usw.
Von einer OP wurde mir vorerst abgeraten, da das Auge sich bis Ende 20 noch sehr verändert und das bei mir so sprunghaft mit Stress ändert. Gesundheitlich wurde ich durchgecheckt, alles ist unauffälllig, nahezu lehrbuchreif. Mittlerweile mache ich mir allerdings wirklich Sorgen um mein Abi, die Brille geht nicht stärker, ich sehe jetzt schon mit unscharf und ohne alles doppelt, was weiter als 2m entfernt ist und bekomme Kopfschmerzen, eine OP macht mir Angst, obwohl es ein eher kleiner und "alltäglicher" Eingriff ist, die Erfolgschancen sind nicht so dolle, weil mein Auge sich ja noch verändert und noch öfter will ich nicht operieren lassen...
Uff. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Farbsäume sehe, wenn ich darauf achte, und nun auch sehr deutlich schiele (allerdings hauptsächlich mit einem Auge), habe ich Angst, dass sich die Schärfe nicht mehr gibt, ich habe nun seit 3 Wochen die Brille und trage sie eigentlich immer, bisher ist mir nicht mal eine kleine Verbesserung aufgefallen.
Was mache ich jetzt? Gibt es doch noch stärkere Gläser? Schärft das Bild noch nach, wenn nicht, welche Möglichkeiten habe ich? Macht eine OP mit 18 Jahren so viel Sinn, dass ich nicht bald eine Folgebrille brauche? Ich habe ja 2015 erst meine erste Prismenbrille mit 1,5 pro Seite bekommen...


Mess- und Korrektionsverfahren nach Hans-Joachim Haase) prägte Jahrzehnte lang den Ruf der Berliner Schule. Hier wird auch die Triebfeder zu suchen sein, die dazu führte, das Brillen-(Linsen) von Busch/Carl Zeiss die Berechnung und Fertigung ihrer Produkte so optimierte, dass dieser Aufwand anderen Herstellern damals zu aufwändig erschien. Zumal bis in die 90-er Jahre, die Polatest-Methode selbst in der Augenoptik heftig umstritten war. Einer der Gründe lag in der völligen Ablehnung der Messmethodik von Seiten der Medizin, sprich der Augenheilkunde, die der Korrektion von Sehstörungen grundsätzlich und derselben im binokularen Zusammenspiel durch augenoptische Maßnahmen feindlich gegenüber stand und die Erfolge vehement bekämpfte. Es gab in der abgeschotteten damaligen DDR, wie auch in wenigen anderen osteuropäischen Ländern mehr Zusprüche und auch mehr Anerkenntnis. Ja, diese Vergangenheit prägt leider immer noch das heutige Bild, obwohl das Messverfahren heute durchweg anerkannt ist.