Hallo,
mein Sohn (fast 3 Jahre alt) bekam im Alter von 5 Monaten eine Blepharitis unbekannter Ursache, die behandlungsresistent gegen alle verschriebenen Tropfen und Salben war. Irgendwann stand die Vermutung okulare Rosazea. Auf Anraten der Augenärztin (Uniklinik) waren wir bei einer Heilpraktikerin, worauf die Blepharitis stark zurückging. Als mein Sohn dann 2 Jahre alt war, hat der Kinderarzt eine halbjährliche Anitbiotika-Behandlung vorgeschlagen. Damit verschwand die Rosazea völlig. Soweit die Vorgeschichte. Nun waren wir, bedingt durch die Entzündung, mehrmals in der Augenabteilung der Uniklinik zur Kontrolle. Letztes Jahr im Sommer 2015(kurz vorm 2. Geburtstag) bekam mein Kleiner die 1. Brille verordnet. Folgende Werte wurden gemessen: Rechts: F +3,25, -2.00 180 °. Links: F +2,50. Im Januar 2016 wurde zur Kontrolle folgendes gemessen: Rechts: gleichbleibend, Links: F +3,50. Es gab also im Januar eine neue Brille. Er trägt sie wöchentlich von 7.30 bis 16.00 im Kindergarten. Sobald ich ihn abhole, reisst er sich die Brille von der Nase und will sie nicht mehr tragen. Ebenso am Wochenende und im Urlaub. Keine Chance. Wir haben immer auf das "Verständiger werden" gehofft. Gestern war erneut Kontrolle, ohne Messung, nur bei der Orthoptistin. Nun sollen wir 4 Stunden täglich das linke (bessere) Auge abkleben und darauf achten, dass er die Brille consequent trägt. Sie meint, durch den großen Unterschied würde er sonst anfangen zu schielen. Er hat bei dem Sehtest mit Brille mit dem linken Auge etwas besser gesehen als mit dem rechten. Trotzdem frage ich mich, welcher große Unterschied: 3,50 zu 3,25 ist ja nun nicht so groß? Oder mache ich hier einen Denkfehler? Geht es eher um die Krümmung und nicht um die Dioptrien? Nachdem ich nun mehrmals gelesen habe, dass Abkleben unter Umständen erst zum Schielen führen kann, bin ich natürlich beunruhigt und weiss nicht so recht, ob ich mir eine Zweitmeinung einholen soll. Wie bewerten Sie die beiden Messungen? Ich hatte im Januar gefragt, wieso sich das linke Auge wohl so verschlechtert hat. Da hieß es: eventuelle Messungenauigkeit. Würden Sie das Abkleben befürworten? Besteht die Möglichkeit, dass sich das Ganze verwächst? Die nächste Messung mit Augentropfen soll im Januar 2017 sein. Bei der Orthoptistin haben wir im Oktober diesen Jahres wieder einen Termin. Würden Sie eine Zweitmeinung einholen? Wenn es wirklich so ist, dass das Abkleben für seine Augen gut ist, dann machen wir das-keine Frage. Ich möchte nur nicht, dass er vielleicht gerade durch das Abkleben zu schielen beginnt...
Vielen Dank und viele Grüße von Sylvia
