Hallo Eberhardt,
hallo zusammen,
ein kurzes Update zu meiner Geschichte:
Ich besuchte gestern die Sehschule eines Augenzentrums in NRW (Ruhrgebiet) und hatte das erste Mal das Gefühl, dass die Dame (Orthoptistin) dort wirklich genau wusste, wovon sie spricht und wie sie bzgl. meiner Prismen vorgehen muss.
Sie ist außerdem auf Winkelfehlsichtigkeit / Prismen spezialisiert.
Ich kann jedem aus NRW nur empfehlen, diese Dame aufzusuchen, da sie sehr kompetent auf mich wirkte.
Sie hat sich fast eine Stunde Zeit genommen, mich zu testen und mit mir über die weiteren Abläufe und das "Krankheitsbild" der WFS zu sprechen. Auch hat sie mir all meine Fragen beantwortet.
Sie hat bei mir insgesamt nun 20 Prismen (b. A.) gemessen und sagte mir, dass eine OP auf jeden Fall in Frage kommt, allerdings nur nach gemeinsamer Prüfung des weiteren Verlaufs.
Ich bin trotz der hohen gemessenen Prismen sehr erleichtert, denn das Gefühl zu haben, dass da endlich jemand ist, der sich meiner Fehlsichtigkeit annimmt, ist erleichternd.
Natürlich sind alle im Forum sehr hilfsbereit, aber es ist doch etwas Anderes, ein persönliches Gespräch zu führen.
Wir werden nun gemeinsam über einen längeren Zeitraum entscheiden, wann und wo eine OP in Frage kommt.
Auch hat sie mich über den genauen OP Ablauf informiert, das ist natürlich beängstigend, aber für die Ärzte eben nur eine Routine-OP, das stimmt mich hoffnungsvoll.
Zunächst werden mir nun jeweils 6 Prismen pro Glas eingebaut.
Das begründete sie damit, dass meine Augen bei den Tests, die sie mit mir machte, genau richtig bei 6 Prismen anspringen und 8,5 Prismen pro Seite noch nicht sein müssen.
Damit widerspricht sie der Empfehlung des Optikers, direkt 8,5 Prismen pro Seite reinzuknallen.
Sie sagte mir, es ist nicht unbedingt gut, dem Auge gleich das zu geben, was es verlangt, das Auge soll ja auch noch ein bisschen "arbeiten".
Sie sagte hierzu den Leitsatz: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich".
Wir schauen dann, wie lange die Prismen stabil bleiben, es könnte ja sein, dass sie noch weiterhin steigen.
Wenn sie über eine längeren Zeitraum konstant bleiben, testen wir alles erneut und entscheiden dann, ob die OP machbar ist.
Ich bin gerade sehr glücklich, dass die Gläser nicht arg dicker werden.
Nur die Kosten (wieder neue Gläser!) machen mich wahnsinnig, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit. 
Interessant ist übrigens auch, dass das Schielen bei mir wohl vererbt ist.
Meine Mama hat damals nämlich auch nach innen geschielt (manifest) und wurde dann als Kind operiert.
Auch bei meinem Opa war es schon so.
Die Orthoptistin sagte mir aber auch, dass eine OP wahrscheinlich nie zu 100% erfolgen kann, Restprismen werden also bleiben.
Auch ist es nie sicher, ob es nur bei einer OP bleibt, es gab Patienten, die hatten nach einem Jahr wieder Probleme und Patienten, bei denen 25 Jahre alles gut lief.
Ich nehme es aber in Kauf, die OP hinter mich zu bringen und danach vielleicht noch mit einer Brille mit 2-3 Prismen rumzulaufen.
Das ist OK.
Ich wünsche euch einen schönen Tag und halte euch auf dem Laufenden.
PS: Wenn jemand denkt, dass mein Weg vielleicht nicht der Richtige ist, bin ich gerne für Ratschläge offen. 
Viele Grüße
Nadine