Hallo an alle in diesem Forum!
Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 68 Jahre alt, männlich, wohne im PLZ-Bereich 7 und "leide" unter Winkelfehlsichtigkeit. Da mein Akustiker (ich trage beidseitig Hörgeräte) auch Optikermeister ist habe ich ihn vor ca 2 Jahren bei entspr. Gelegenheit wegen meiner Sehfehler angesprochen. Der Begriff Winkelfehlsichtigkeit war mir bis dahin nicht bekannt, mein Augenarzt hat eben immer andere Gläser verschrieben. Allerdings konnte ich auch nie genau meine Sehprobleme schildern. Nun, mein Optiker hat dasselbe Problem und hat sich deswegen auch entsprechend weitergebildet und in die Themtik eingearbeitet. Er hat mich dann nach der Polatestmehode untersucht und anschließend die möglichen Lösungen erläutert: Prismenbrille oder Operation. Er hat mir aber empfohlen, unbedingt vorher einen fachlich versierten Augenarzt aufzusuchen. Er erwähnte dann "seinen" Augenarzt, den einzigen in unserem PLZ-Bereich. Da ich noch zögerte, hat er als Zwischenweg eine optische Lösung ohne Prismen empfohlen (Fern- und Nahbrille). Das hat auch nun fast ein Jahr gut funktioniert, ich konnte wieder besser sehen und die Doppelbilder waren nur noch schwach vorhanden. Allerdings trat dann im Laufe dieses Jahres eine Verschlechterung ein. Im Spiegel konnte ich auch beobachten, daß mein rechter Augapfel weiter nach außen "gedriftet" ist. Also war mir klar, ich muß wieder was unternehmen.
Für August diesen Jahres habe ich dann einen ersten Termin zu einer Polatestmethodik-Untersuchung bei dem Augenarzt (AA) in Metzingen erhalten. Ein erforderlicher 2. Termin zu einer Bestimmung der vollprismatischen Korrektur erfolgte 2 Wochen später. Leider weiß ich nicht, wie ich das tabellarische Ergebnis hier darstellen soll. Er meinte, er sei überrascht, daß man das noch mit einer Prismenbrille in den Griff bekommen könnte. Ich solle mal meinen Optiker fragen, ob diese Werte überhaupt in einer Brille machbar sind. Wenn das nicht funktionieren würde, könne man ja immer noch operieren.
Mein Optiker war etwas überrascht über diese Aussage des AA. Er hat ebenfalls nochmals gemessen und kam zu einem ähnlichen Ergebnis wie der AA. Aber machbar sei diese Prismenbrille nur äußerst schwierig und das neue Sehvermögen sei dann mit einigen Unangenehmheiten verbunden. Im Bereich der Nase wäre das Glas 10 mm dick und nach außen hin schwächer werdend (den Wert weiß ich leider nicht mehr). Er empfahl mir als beste Lösung die Operation. Sollte diese nicht ganz "hinhauen" (was er von diesem AA noch nie gehört habe), dann könnte man immer noch eine (Prismen-) Brille ins Auge fassen, die aber sicherlich technisch gut in Griff zu bekommen sei.
Als "Test" mit einer Prismenfolie hat dann auf meinen Wunsch hin stattgefunden, allerdings nicht mit den erforderlichen neuen Brillenwerten, sondern nur auf meiner jetzigen Fernbrille. Dabei konnte ich feststellen, daß keine Doppelbilder aufgetreten sind.
Natürlich wären auch nicht unerhebliche Kosten die Folgen, sowohl für eine Fern- als auch Nah (Lese-) Prismenbrille. Mein Optiker rechnete so ca. 1.200.- bis 1500.- Euro/Brille. Sollte doch operiert werden müssen, so wären die beiden Prismenbrillen quasi "für die Katz".
Ich bin nun sehr unsicher, da im Gespräch im Verwandten- und Bekanntenkreis unterschiedliche Meinungen geäußert werden. Auch hier im Forum gibt es recht unterschiedliche Erfahrungen. Natürlich weiß ich, daß ICH entscheiden muß. Doch davor würde mich doch noch interessieren, was andere "Betroffene" so dazu denken - oder auch wissen.
