Hallo,
nachdem die Schulmedizin mir bei meinen Problemen nicht weiterhelfen kann, hoffe ich hier vielleicht ein paar Tipps oder Anregungen zu bekommen.
Bei mir wurde 2004 eine Heterochromie diagnostiziert. Mein rechtes Auge ist dadurch hin und wieder entzündet gewesen. Die Entzündung kam und ging und war anfangs auch relativ mild. Die letzten Jahre wurde sie etwas stärker, ist aber nach Aussagen der Schulmediziner relativ gut behandelbar und meine Sehstärke und der Augendruck sind eigentlich immer gut. Vor zwei Jahren bekam ich aufgrund vom grauen Star eine Kunstlinse auf dem rechten Auge und habe seither unterschiedliche Augenstärken.
Vor 4 Jahren bemerkte ich das erst Mal leichte Schwindelgefühle beim Blickwechsel. Ein paar Monate danach verschwanden aber die Probleme. Vor drei Jahren kamen die Probleme wieder und ich hab ein MRT machen lassen, war alles ok. Die Problemen verschwanden wieder. Letztes Jahr im Sommer ging es dann wieder los und ist bis heute nicht verschwunden. Zeitgleich hatte ich auch wieder eine Entzündung, die etwas stärker als die Jahre davor war.
Ich weiß nicht, ob die Probleme durch die Entzündung kommen. Da die Probleme in den vergangenen Jahren wieder verschwanden, liegt der Verdacht nahe, dass mit der Entzündung auch irgendwie das Auge schlechter arbeitet (evtl. Ablagerungen, die das Auge behindern). Die Schulmedizin sieht hier allerdings keinen Zusammenhang. Seit Januar benutze ich Augentropfen (die soll ich dauerhaft nehmen), die Entzündung ist seit Februar weg und ich habe die Probleme immer noch.
Ich war mehrfach in der Uniklinik Tübingen (das letzte Mal vor einer Woche). Da ich momentan nicht mal eine Entzündung habe, bin ich für die Ärzte gesund und bilde mir die Probleme nur ein. Ich kann aber mittlerweile genau beschreiben, wie sich die Probleme äussern. Ich hab keine Probleme in der Fernsicht (z.B beim Autofahren), nur im Nahbereich. Vor allem wenn ich viele Eindrücke im Nahbereich bekommen (Einkaufen usw...) ist mein Gehirn überfordert und ich bin wie benommen. Also liegt aus meiner Sicht der Verdacht naher, daß es mit der Akkomodation zu tun hat. Bekomme ich wenige Eindrücke (Gespräch mit einer Person usw...) habe ich kaum Probleme. Auffällig ist seit einem halben Jahr, daß ich auch Probleme mit der Nahakkomodation habe. Das äussert sich insofern, als ich z.B. jedesmal beim Verlassen des Autos (da bin ich in der Fernsicht, Muskeln sind entspannt) anfangs auch benommen bin, da sich die Augenmuskeln wieder anspannen müssen. Nach einer gewissen Zeit wird es aber besser.
Klar akkomodiert das rechte Auge nach der OP nicht mehr so gut, aber die Augenärzte meinen, das sollte nicht solche Probleme machen. Eine Lese- und Computerbrille schaffen auch keine Abhilfe. Ich zweifle allerdings auch daran, daß es am operierten Auge liegt, einerseits weil es vor der OP schon da war, andererseits weil ich seit der OP auch mal ein halbes Jahr lang weitgehend beschwerdefrei war. Ich weiss nicht, ob die Probleme mit der Entzündung zusammenhängen oder vielleicht auch mit meiner extremen Computerarbeit zu tun haben. Ich habe die letzten 15 Jahre sehr viel am Computer gearbeitet, auch am Wochenende und auch oft lange Zeiträume auf den Bildschirm gestarrt. Ich frage mich manchmal ob da einfach irgendwas verkrampft sein kann.
Vielleicht bekomme ich hier einen hilfreichen Tipp, danke.
