Hallo miteinander,
ich bin erst vor kurzem auf dieses Forum gestossen, bin der Verzweiflung nahe, deshalb jetzt auch ein Beitrag. Seit Ende letzten Jahres habe ich Veränderungen an meinem Sehen festgestellt da mir beim Laufen etwas schwindlig wurde. Bis dahin bin ich gut mit meiner Gleitsichtbrille zurechtkommen, meine Werte:
R Sph -9,25 Zyl -0,50 Ax 180 Add + 1,00
L Sph -7,75 Zyl -0,75 Ax 151 Add + 1,00
Ich bin 47 Jahre alt, habe die Gleitsichtbrille schon einige Jahre, allerdings hat Lesen und Arbeiten am PC damit nicht mehr funktioniert, deshalb habe ich seit ca. 3 Jahren dafür eine Nahbereichsbrille, Werte habe ich dazu allerdings keine.
Ich habe meine Optikerin zur Verzweiflung gebracht, es wurden mehrere minimal unterschiedliche Gläserstärken für die Gleitsichtbrille ausprobiert, ohne Erfolg. Das haben wir dann aufgegeben und ich habe eine Einstärken Fernbrille benutzt mit den alten Werten. 2 verschiedene Augenärzte konnten keine Auffälligkeiten feststellen. Ende Februar kam dann der totale Zusammenbruch, d.h. ich konnte nicht mehr in Freien laufen da mir derartig schwindlig war, ebenso war an lesen mit der Nahbrille nicht mehr zu denken. Ich war dann 6 Wochen zuhause, an Arbeit war nicht zu denken. Ich habe dann das "normale" Ärzte Programm absolviert, d.h. HNO, Neurologe, MRT alles ohne Befund.
Ich "beisse" seit Jahren nachts die Zähne zusammen, habe eine normale Beisschiene getragen und dann im Feb festgestellt daß ich diese durchgebissen habe. Bin zu einer neuen Zähnarztin die etwas von der Behandlung von Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) versteht, es wurde eine therapeutische Schiene angepaßt und ich wurde pysiotherapeutisch behandelt. Gleichzeitig stellte ein Heilpraktiker Zahnherde bei mir fest, eine Kieferchirurgin bestätigte daß die Zähne stark beschädigt waren. Dies war von der Zahnärztin nicht festzustellen, da sich die kaputten Zähne unter einer Krone befanden.
Nach 6 Wochen zuhause war der Schwindel weg, allerdings war Laufen im Freien weiterhin eine Qual da ich starke Kopfschmerzen bekam und noch sehr unsicher gelaufen bin. Im Sitzen, also ohne Bewegung, ging es einigermaßen, aber sobald ich mich in Bewegung setzte, furchtbar. Die Zahnärztin vermutete als Ursache meiner Sehprobleme die CMD, der Heilpraktiker die Zahnherde. Mit der neuen Beisschiene und der Physiotherapie ging es einigermaßen, aber nur mit Kopfschmerzen. Wobei der Schwindel bereits vor Beginn dieser Behandlung weg war.
Vor 6 Wochen wurden mir die kaputten Zähne gezogen, nach Wundheilungsstörungen konnte ich erst nach Wochen den provisorischen Zahnersatz benützen mit dem Ergebnis daß mein Biss wieder nicht stimmt und meine Beschwerden, d.h. mit Fernbrille laufen und mit Nahbrille lesen, wieder massiv zugenommen haben.
Anfang Juni bei ich bei einem spezialisierten Optiker der eine Winkelfehlsichtigkeit festgestellt hat, wie ich ihn verstanden habe hat er 5 Prismendioptrien Höhenversatz festgestellt. Ich dachte mir wenn ich die Probleme mit meinem falschen Biss in den Griff bekommen, wird sich das Problem mit den Augen schon geben, da mein Hirn es ja so viele Jahre geschafft hat es zu kompensieren.
Jetzt zu meinen Fragen: gibt es einen Zusammenhang Winkelfehlsichtigkeit und CMD? Sollte ich mit der Anpassung einer "Prismenbrille" warten bis der Biss wieder einigermaßen stimmt? Der Optiker meinte ich kann auch mit der Korrektur der Sicht beginnen, dann würde sich die CMD auch bessern. Wie lange kann es dauern bis ich mich an eine Prismenbrille gewöhne? Wie wahrscheinlich ist es daß die Gläser nach kurzer Zeit geändert werden müssen? Welche "Nebenwirkungen" habe ich mit so einer Brille zu erwarten? Kann ich gleich mit einer Gleitsichtbrille beginnen, weil ich große Angst habe daß der Schwindel wieder kommt? Oder doch besser erst mit einer Ein Stärken Brille, allerdings bräuchte ich dann noch eine Brille zum Lesen und zur Arbeit am PC?
Viele Fragen, lange Leidensstory, ich hoffe auf viele Hinweise und Anregungen.
