Hallo,
ich leide seit anderthalb Jahren an einer feuchten Makuladegeration des rechten Auges aufgrund einer pathologischen Myopie. Seit der Diagnose Ende 2011 bekam ich 11 Lucentis-Injektionen in das rechte Auge, der Visus ist von 40 auf momentan 60 % gestiegen. Etwa ein Vierteljahr vor der Diagnose wurde die Makula routinemäßig untersucht und ich teilte meinem AA mit, dass ich seit kurzem Probleme mit dem binokularen Sehen hätte. Abends beim Fernsehen sah ich zunehmend doppelt, dabei rauschte das rechte Auge nach innen. Leider konnte mein AA damals nichts damit anfangen.
Nun sind durch die Injektionen die verbogenen Linien wieder fast verschwunden, dafür bemerke ich zunehmend wieder Probs beim Binokularsehen. Vor allem bei horizontalen Blickwechseln kommt das rechte Auge nicht rechtzeitig hinterher. Beim Autofahren, also in der Ferne ist es am schlimmsten, es fühlt sich an, als passen beide Bilder nicht richtig zusammen. Doppelbilder stellen sich auch wieder ein, dabei steht das rechte Bild schräg rechts über dem linken.
Heute habe ich dann die Contactlinsen überprüfen lassen, da mein AA eine Überkorrektur rechts vermutete. Festgestellt wurde eine Esophorie, die mit einer Prismenbrille ausgeglichen werden soll. Soweit so gut, ich wüsste aber gerne mehr über die Ursache, werde damit aber bei meinem AA sicherlich auf taube Ohren stoßen. Ich frage mich unter anderem, ob es einen Zusammenhang mit den Gefäßneubildungen in der Makula geben könnte. Können die Nerven, die die Augenmuskeln steuern, durch Gefäßneubildungen im Rahmen einer pathologischen Myopie beeinträchtigt werden?
Hat vielleicht jemand eine Idee oder einen Tip für gute Literatur (für med. Interessierte Laien)?
Danke im voraus und liebe Grüße
Kati
