Hallo zusammen,
auch ich habe Doppelbilder und bin langsam am Verzweifeln! Ständig Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten... Ich habe schon unzählige Arztbesuche und auch mehrere Augenkliniken hinter mir. Untersuchungen, Untersuchungen, Untersuchungen, die Ergebnisse passen nicht zusammen, keine Ursache, kein Auslöser, keine Therapiemöglichkeit und kein Ende in Sicht! Langsam weiß ich nicht mehr wem und was ich glauben soll..
Meine Doppelbilder sind vor allem horizontal, aber auch leicht vertikal versetzt. In der Nähe habe ich ein Innen- und in der Ferne ein Außenschielen, zusätzlich ist ein Auge höhenversetzt. Im MRT war ich auch schon, wider Erwarten kein Blutgerinsel im Kopf, neurologische Ursachen, Tumor/ Entzündung am Augennerv & auch eine Myasthenie wurden ausgeschlossen. Mit der Sehstärke habe ich keine Probleme, beide Augen einzeln haben über 100% Sehkraft, nur das beidäugige Gucken bereitet mir Schwierigkeiten. Meine räumliche Wahrnehmung und auch das 3D-Sehen sind eingeschränkt. Die Doppelbilder und Beschwerden entwickelten sich erst vor ca. 2 Jahren, in dem Zeitraum hatte ich auch einen Autounfall. Ich habe das Gefühl, dass die Bilder immer weiter auseinander driften und ich nur noch selten ein Bild zusammen halten kann. Mein Mikroschielen ist bis vor Kurzem nicht aufgefallen. Aktuell verrutschen meine Augen zunehmend. Ich werde darauf aufmerksam gemacht und kann das Augenrutschen auch im Spiegel beobachten. Im Kindesalter wurde trotz Augenarztbesuch nichts diagnostiziert, anscheinend habe ich nur mit einem Auge geschaut und mein Gehirn hat immer ein Bild ausgeblendet. Mittlerweile bin ich 25 Jahre alt, mein Gehirn ist nicht mehr so flexibel wie im Kindesalter und die Muskelkraft nimmt ab. So die Erklärung der Ärzte, warum ich "plötzlich" doppelt sehe, das Schielen ist wohl angeboren!
Mein Schielwinkel schwank sehr stark, der Versuch eine Prismabrille zu tragen hat nicht funktioniert. Ich sehe trotz Prisma doppelt! Vielleicht auch weil es zu wenig Prismen waren (4). Vor allem weiß man nicht welches Prisma das richtige ist, da der Schielwinkel selbst während der Durchführung von den Tests schwankt. Bei den Untersuchungen habe ich meistens nur einen leichten Schielwinkel von 5-7°, mein Auge gewöhnt sich so schnell an das Prisma, dass ich mit diesem Wert in kürzester Zeit wieder doppelt sehe. Auch die Untersuchung mit Augenpflaster hat nur diesen geringen Schielwinkel ergeben. Nun habe ich zu meiner Pismabrille eine Folie erhalten, insgesamt habe ich 22,5 Prismen auf dieser Brille. Meine Augen nehmen auch diesen hohen Wert an und gewöhnen sich rasch an die Umstellung. Nach Absetzten der Brille sind die Beschwerden natürlich deutlich höher. Für mich ist es ohne Brille (trotz der Doppelbilder) angenehmer, als mit Brille. Ist es ratsam die Brille mit Prismenfolie trotzdem zu tragen? Gewöhnen sich die Augen wieder um, wenn ich mich dazu entscheide die Brille doch nicht dauerhaft zu tragen? Und wie lange dauert das in etwa?
Wenn ich die Prismabrille testweise trage, damit eventuell der größtmögliche Schielwinkel ermittelt werden kann und gegebenenfalls eine OP in Frage kommt: Ist es überhaupt sinnvoll den Muskel um diesen Winkel zu versetzten? Denn der Schielwinkel schwankt nun mal und ist nicht immer so groß? Man braucht dafür doch einen "festen" Schielwinkel? Außerdem bin ich von der Idee einer Schiel-OP nicht überzeugt, da die Ärzte mir diese manchmal empfehlen und mir beim nächsten Termin wieder davon abraten.
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Gibt es andere Behandlungsmöglichkeiten außer der Prismabrille oder einer OP?
Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet. Habt ihr Augenärzte, Spezialisten oder Kliniken zu empfehlen? Gerne in der Nähe, aber ich würde auch mehrere 100km fahren, um einen guten Arzt zu finden der mir weiter helfen kann.
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und wünsche euch ein schönes Osterfest,
Tina




