Moin,
möchte hier von mein Schicksal berrichten:
dadurch das ich ein Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation)
bei der Agentur für Arbeit gestellt habe kommt es zu einen sozialmedizinischen Gutachten.
Ich bin im Januar 2011 bedingt durch die Augenkrankheit Keratokonus aus dem Berufsleben ausgeschieden.
Der Keratokonus befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem linken Auge im Endstadium (Sehkraft: Fingerzeigen). Eine akute Eintrübung der Hornhaut war gegeben.
Aus diesem Grund kam es im Mai 2011 zu einer Keratoplastik (Hornhauttransplantation).
Im Juli 2011 wurde das rechte Auge (KK im Anfangsstadium) im Münster behandelt (Crosslinking). Hier besteht aus wissenschaftlichen Erkenntnissen eine gute Chance ein weiteres voranschreiten der Krankheit zu stoppen.
Nach langer Arbeitsunfähigkeit sollte es zu einer Wiederaufnahme des Arbeitsverhältnisses zum 01.08.2011 kommen. Dazu kam es leider nicht da eine Kündigung des Arbeitgebers erfolgte.
Nach 1-jähriger Arbeitslosigkeit folgt nun die Feststellung der gesundheitlichen Einschränkungen in einem sozialmedizinischen Gutachten.
Ebenfalls liegt ein Grad der Behinderung in Höhe von 30 vor mit einer zugesicherten Gleichstellung.
Ich sehe mich daher in Hinblick auf zukünftige berufliche Tätigkeiten mit gesundheitlichen Einschränkungen belastet.
- Staub/Feinstaub Umgebungen sind aufgrund des Transplantats zu vermeiden.
- Mangels räumliches Sehvermögen für Gabelstaplertätigkeiten (z.B. Hochregalstapler) nach G-25 (Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten) nicht durchführbar.
- schnelle Ermüdung der Augen mit Affinität zu Kopfschmerzen und Schwindel.
- Blendempfindlichkeit sowie Fixationsschwierigkeiten.
- Häufig trockene Augen
- Besonders in der Dunkelheit Verzerrungen, optische Phänomene wie Mehrfachbilder, Leuchtringe und Sternsehen um Lichtquellen (Nachtfahrprobleme)
- Konzentrationsprobleme
- schwere körperliche Tätigkeiten mit Bückhaltungen sind zu prüfen. Auch unter Berücksichtigung des Transplantats sowie der Körpergröße und des Gewichtes.
- Visus schwankt im Verlauf des Tages, ist abhängig von der aktuellen Helligkeit, hängt davon ab, ob Kunstlicht oder Tageslicht.
Diese Faktoren stellen eine erhebliche und dauerhafte Abweichung von einem für das Lebensalter typischen Zustand dar und wirken sich zweifelsohne auf die Teilhabefähigkeit am beruflichen und gesellschaftlichen Leben aus.
Für Tipps hier würde ich mich freuen.

