Hallo zusammen,
ich würde euch gerne um eure Meinung bitten und würde mich sehr freuen, wenn ihr Zeit und Lust hättet meinen Beitrag durchzulesen.
Kurz zu meiner Person. Ich bin 33 Jahre alt und leide seit den ersten Lebensmonaten an einem Begleitschielen auf dem rechten Auge. Zu Anfang schielte ich nach innen, weshalb mit etwa fünf Jahren eine Okklusionstherapie, sowie eine Schiel-OP durchgeführt wurde.
Ergebnis war eine kosmetische Parallelstellung der Augen und für eine kurze Zeit auftretende Doppelbilder. Räumliches Sehen war allerdings nicht vorhanden.
Etwa fünf Jahre nach der OP begann das operierte Auge immer stärker nach außen zu schielen, weshalb ich im Alter von 20 Jahren eine zweite OP durchführen ließ.
Kosmetisch war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Allerdings begann das operierte Auge (wiederum nach etwa fünf Jahren) erneut nach außen zu schielen. Der Schielwinkel ist nunmehr identisch mit dem Winkel vor der OP.
Also schließe ich daraus, daß Schiel-OPs nur zu einer kurzfristigen kosmetischen Korrektur taugen und eine dritte OP vermutlich sinnlos wäre.
Daher suchte ich einen Visual-Trainer auf, um mir dessen Meinung anzuhören – und diese sah wie folgt aus:
- Schiel-OP´s bei angeborenem Schielen wären tatsächlich sinnlos, da nur die Symptome, aber nicht die Ursache korrigiert wird
- Wenn die Veranlagung dafür vorhanden ist, könnte selbst ich mit 33 noch beidäugiges Sehen erlernen (er verwies auf das Buch „Fixing My Gaze“)
- Das Ziel des Trainings wäre es, durch die Zusammenarbeit der Augen Doppelbilder zu erzeugen, die dann im letzten Schritt des Trainings zu einem Bild verschmelzen sollen
- Angesprochen auf die Erfolgsquote bei seinen Kunden wurde mir bestätigt, daß bei denen, die die Willenskraft aufbringen und das Training durchziehen eine 100% Erfolgsquote erzielt wurde
- Das Training besteht aus Übungen, die zu Hause (täglich 30 min.) und alle zwei Wochen beim VT (1 Std.) stattfinden
- Bis beidäugiges Sehen erreicht werden kann, wird es ca. 12 Monate dauern
- Für das Training ist die Anfertigung einer Prismenbrille (Kosten ca. 400 €) erforderlich
- Für die Trainingsstunden (auf 12 Monate gerechnet) würden nochmal Kosten von ca. 2000 € fällig werden
- In anderen Ländern wäre VT bereits anerkannt und würde teilweise sogar von der Krankenkasse übernommen, nur in Deutschland würde das Thema kleingehalten, weil sich sonst mit Schiel OP´s kein Geld mehr verdienen ließe und ein Teil der Ärzteschafft um ihre Patienten bangen müßte
Was haltet ihr davon? Geldmacherei auf Kosten von verzweifelten Menschen oder eine echte Chance auf ein „normales“ Leben?
Vielen herzlichen Dank schon mal für´s lesen und für eure Meinung & viele Grüße
christian


