Hallo zusammen,
ich hoffe mein Beitrag passt an dieser Stelle vom Thema gut hin.
ich trage seit 3 Tagen meine erste Prismenbrille und habe ein paar Fragen dazu.
Zunächst zu meiner Vorgeschichte:
Seit ca. 5 Jahren habe ich zeitweise starke Probleme mit dem Sehen und meiner Wahrnehmung. Alles begann eigentlich mit mehreren stressreichen Perioden, in denen sehr starker Schwindel und Kopfschmerzen auftraten. Zudem konnte ich auch keine Objekte mehr fokussieren, was z.B. das Einkaufen etc nicht gerade leicht gestalltete.
Das ganze schaukelte sich so weit auf, dass ich an einem Tag komplett die Orientierung verlor und mit Verdacht auf Gehörsturz ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach unzähligen Tests und 10 Tagen Aufenthalt wurde ich ohne Diagnose entlassen, was mich nicht gerade beruhigte, vor allem weil die Symptome nicht besser wurden!
Da ich schon vermutete, dass es merklich von den Augen kommt, suchte ich einen Augenarzt auf, der mich nur oberflächlich untersuchte (nur Sehschärfentest). Das gleiche zwei Jahre später.
Meine Symptome sind seitdem deutlich besser geworden, da der Stress weg ist - sie kommen aber in stressreichen Zeiten wieder.
Da ich mit meinem ersten Augenarzt nicht zufrieden war, suchte ich einen neuen auf, der mir eine Brille mit einem Prisma verordnete (Werte kommen gleich). Diese wurde auch von meinem Optiker ohne weitere Kontrolle angefertigt, zu einem stolzen Preis. Zu gleich wurde mir auch versichert, dass die 2 cm/m nur die Spitze des Eisbergs seien und noch ordentlich was dazu käme.
Leider bin ich ohne mich vorher zu informieren direkt vom Augenarzt zum Optiker gefahren, weil ich nicht wusste, das Prismenbrillen so eine Sache für sich sind.
Meine Werte:
Sphäre | Cylinder | Achse | Prisma | Basis | PD
Rechts: 0 | -0,25 | 105° | 2,00 | 180° | 31,5
Links: -0,25 | -0,25 | 65° | 0 | 31,0
Ich habe die Brille inzwischen auf. Meine Kopfschmerzen sind deutlich zurück gegangen, allerdings habe ich noch Probleme mit der Perspektive und ein Muskelziehen im und um das Auge herum (normal?)... Eingewöhnungszeit wohl noch nötig...
Da ich nach weiterer Studie dieses Forums meinen Optiker nicht für fähig halte, habe ich einen weiteren Optiker aufgesucht, der eine Zusatzqualifikation zum Optometristen hat.
Dieser hat mich in 1,5 Stunden komplett auf den Kopf gestellt und sagte mir, dass er meine Endprismenzahl ca. auf 17 cm/m schätzt, zur Zeit bräuchte ich 10 cm/m für die Ferne und 3 cm/m für die Nähe. Das sei wohl suboptimal, sodass wir rumexperimentiert haben und bei 6 cm/m ein Optimum zwischen nah und fern gefunden haben.
Ist das so üblich?
Ich habe mit den starken Prismen deutliche Beulen in planaren Flächen gesehen und auch sonst ist die Perspektive wirklich gewöhnungsbedürftig. Das merke ich ja schon bei meinen 2 cm/m momentan.
Ich merke auch, dass das Umschalten zwischen langem nah-sehen auf die Ferne etwas dauert. Das läge wohl daran, dass ich unterschiedliche Prismengrößen für nah und fern bräuchte.
Ist das alles so richtig oder wurde mir da wieder irgendwas erzählt?
Es ärgert mich auch sehr, dass mir teure Gläser ohne Nachkontrolle angefertigt wurden und ein unabhängiger Optometrist/Augenoptikermeister sagt, dass ich viel mehr bräuchte.
Kann es sein, dass der Augenarzt mir extra nur 2 cm/m verordnet hat, sodass es für die Beseitigung der Kopfschmerzen reicht? Leider war er nicht sehr gesprächig. Ich kann mich aber wohl laut Optiker darüber glücklich schätzen, dass der Augenarzt überhaupt die Untersuchung gemacht hat.
Ich freue mich über Antworten.
Sven