Liebe Experten,
ich habe eine mehrjährige Anpass-Odyssee mit harten Linsen bei vielen verschiedenen Optikern und Ingenieuren hinter mir. Bislang sind alle Versuche gescheitert. Ich wünsche mir eine Contactlinse, die ganztags tragbar ist, mit der ich eine optimale Sehschärfe habe und die mir auch sonst keine unangenehmen Begleiterscheinungen verursacht.
Die Ausgangssituation:
-Auf beiden Augen eine Weitsichtigkeit von etwa +5dpt zusammen mit einem Astigmatismus von etwa -3,5dpt.
- flache Hornhautradien.
- sehr große Pupillen: bis 9mm Durchmesser im Dunkeln. Dadurch meist für mich inakzeptable Lichtreflexe etc.
- hohe Oberlidspannung
- Lipidreicher Tränenfilm
Aktuell läuft eine Anpassung bei einem erfahrenen Spezialisten, der ein reines Contactlinseninstitut betreibt. Ich habe absolutes Vertrauen in seine Kompetenz! Leider liegen immernoch einige Probleme vor und da allein die Anpassgebühr unglaublich hoch ist und ich in den letzten Jahren vergeblich viel Geld für Contactlinsen ausgegeben habe, möchte ich sicher gehen, dass dieser Versuch ein Erfolg wird.
Zur Probe habe ich im Moment dreikurvige, bitorische Contactlinsen mit einem Durchmesser von 10,3mm. Die optische Zone ist 8,5mm groß. Das Material ist Boston EO. Es sind maßanfertigungen von einem speziellen Hersteller.
Folgende Probleme treten auf:
- Die Sehschärfe ist ok. Rechts habe ich den Eindruck etwas überkorrigiert zu sein - insgesamt so, als wären die Augen nicht richtig auf einem Niveau.
- Die Linse sitzt oben und außen. Ihr Rand ragt an diesen Stellen etwas über die Hornhaut in die Bindehaut hinein.
- Beim Blinzeln rutscht die Linse nach unten und nasal über den Rand der Hornhaut rüber und hinterlässt in der Bindehaut einen bogenförmigen Randabdruck.
- Ich glaube, dass durch diesen Randabdruck das gesamte Auge etwas gereizt ist. Meist sind Rötungen um die Hornhaut herum und auf der Bindehaut erkennbar.
- Wenn ich gegens Licht schaue, ist der Seheindruck nicht klar, sondern wird schnell neblig und trüb. Ich führe dies auf den Reizzustand zurück. Evtl. aber auch auf den lipidreichen Tränenfilm in Verbindung mit dem Material?
- Der Rand der Linse steht -vom Anpasser beabsichtigt- etwas ab. Dadurch entstehen oft beim Blinzeln Luftblasen und ein "schmatzendes" Geräusch.
Welches sind die notwendigen Schritte, um hier eine Lösung aller Probleme herbeizuführen? Kleinere Linse bei gleicher optischer Zone? Größere Linsen? Anderes Material? Andere Geometrie? ....
Der Anpasser scheint recht zufrieden mit der Situation zu sein und die Anpassung zieht sich jetzt auch schon über ein halbes Jahr hin. Die Zusammenarbeit mit ihm ist gut, trotzdem möchte ich gerne fundierte Meinungen von Euch, damit ich selbst noch mehr Wissen mitbringen kann und dieser Versuch endlich erfolgreich verläuft.
Vielen Dank!
Grußfrischkleber


