Hallo,
ich würde mir auch gern mal ein paar Meinungen einholen, weil ich das Gefühl habe, dass ich hier ganz konstruktive Tipps und Ratschläge bekommen kann.
Ich bin 21 Jahre alt. Mein rechtes Auges schielt seit ich 1 Jahr alt bin und hat mittlerweile nur noch ein Sehvermögen von ca. 10-20 % (abhängig von der Tagesform). Das wiederum bedeutet, dass mein linkes Auge mein Führungsauge ist. Das linke Auge hat ein Sehvermögen von ca. 90 %. Eine Brille trage ich nur am Computer auf der Arbeit (bei Bedarf) und beim Auto fahren (allerdings freiwillig).
In meiner Kindheit wurde mein linkes Auge abgeklebt, um das Rechte zu stärken. Leider gelang dies nicht und nun lebe ich seit meiner Kindheit mit dieser Einschränkung. Trotzdem habe ich im Jahr 2007 meinen Führerschein gemacht und das Auto fahren ist mir auch wichtig. Für den Führerschein benötigte ich damals ein augenärztliches Gutachten.
Im Jahr 2008 schlug mir ein Augenarzt in Halle eine Schiel-OP vor und überwies mich an das Uniklinikum Kröllwitz in Halle. Dort wurden viele Untersuchungen gemacht und es hieß sofort, dass mein rechtes Auge operiert werden kann. Aus irgendeinem Bauchgefühl und weil ich mich nicht wirklich gut aufgehoben fühlte, entschied ich mich damals gegen die OP.
Seit 2010 lebe ich in Dresden. Eine damals neue Kollegin erzählte mir von Ihrer Winkelfehlsichtigkeit und empfohl mir eine Optometristen in Dresden, Herrn Ecke. Bei Ihm war ich dann im August 2010, um prüfen zu lassen, ob man bei meiner Sehschwäche auf dem rechten Auge noch was machen kann. Grundsätzlich könnte man versuchen mit Prismen und der entsprechend benötigten Sehstärke mein Auge wieder zum Mitsehen zu bewegen. Aber das wäre mit einem hohen kosmetischen und hohen Kostenaufwand verbunden und das ist es mir eigentlich nicht wert, da ich ja schon mein ganzes Leben so lebe.
Herr Ecke meinte allerdings, ob ich mir die Sache mit der Schiel-OP nicht nochmal überlegen wolle und empfahl mir Herrn Dr. Kurt Wieditz in Berlin. Dort hatte ich am 28.01.2011 einen Termin. Auch er sagte mir, dass die OP grundsätzlich möglich ist, aber er möchte erst noch testen, ob ich nach der OP nicht eventuell Doppelbilder sehe. Dafür verschrieb er mir ein 35er Prismenfolie, die ich zwei Wochen auf dem rechten Auge tragen sollte. Tatsächlich trug ich sie insgesamt 4 Wochen und leider stellten sich Doppelbilder ein. Allerdings nur, wenn ich meinen Kopf nach rechts drehe oder nach rechts sehe.
Mit Hilfe von Herrn Ecke klärt ich bei Herrn Dr. Wieditz ab, ob die OP dennoch erfolgen kann oder nicht. Herr Dr. Wieditz stimmte der OP zu, da die Doppelbilder lediglich seitlich (und hier ja auch nur rechts) entstehen und damit nicht im zentralen Sichtfeld liegen.
Mit Herrn Ecke hatte ich die Überlegung, ob die Doppelbilder vielleicht durch die Prismenfolie ausgelöste werden. Also ich meine, ob die Folie vielleicht eine optische Täuschung auslöst. Wir hatten überlegt, ob die Doppelbilder nicht durch die Veränderung des Lichteinfalls sondern durch einen "optischen Fehler" entstehen. (Für die, die davon Ahnung haben und die mich verstehen: Mir wurde gesagt, dass ich mein Glas mit Prismenfolie immer in Richtung der Basis putzen soll. Da ich immer Richtig Nase putzen musste, denke ich mal das die Basis Richtung Nase liegt. Aber ich habe keine Ahnung.) Herr Ecke meinte, dass die Prismenfolie wie eine Waffel aussieht und ich beim Blick nach Rechts "voll in die Waffel reinschaue und dadurch die Doppelbilder entstehen".
Ist das möglich ??? Können die Doppelbilder durch eine optische Täuschung entstehen oder ist das eher ausgeschlossen??? Kann mir jemand sagen, ob ich mit Doppelbildern noch Auto fahren DARF??? Ich brauchte ja damals schon so ein Gutachten und nicht, dass die mir meinen Führerschein aberkennen!?!
Grundsätzlich würde ich die Op schon gern durchführen lassen, da das mein Selbstbewusstsein echt stärken würde und ich den Menschen mit denen ich spreche endlich in die Augen gucken könnte.
Für hilfreiche Anworten und weitere Hinweise wäre ich sehr dankbar, da ich mittlerweile doch verunsichert bin.
LG Tina

