Hallo allerseits,
ich habe mir vor einigen Monaten eine neue Brille anfertigen lassen, laut Optiker mit Rupp und Hubrach-Gläsern(m.W. kein schlechter Hersteller) in Index 1,6 mit der üblichen Vergütung (also Superentspiegelung, Kratzschutz- und Pflegeleichtbeschichtung).
Bezahlt habe ich für die Gläser 189€, meiner Meinung nach ein üblicher Preis für ein paar Marken-Einstärkengläser in 1,6 mit Vollvergütung.
Allerdings habe ich später herausgefunden, dass R+H eine "Günstige Produktlinie" namens Joker führt. In einem Internetshop kostet ein Paar dieser Gläser in Index 1,6 und Vollvergütet 49€. Also beschloss ich nochmal genauer nachzuhaken welche R+H-Gläser denn nun genau in meiner Brille verbaut wurden, denn irgendwie kam mir ein leichter Farbunterschied des Restreflexes zwischen den beiden Gläsern schon verdächtig vor.
Was soll ich sagen....der Optiker rief meine Kundendatei auf da er es nicht mehr im Kopf hatte, und sagte mir ich habe das "Komplettangebot in 1,6" für 189€, aber das wusste ich selber schon. Allerdings war auf dem Bildschirm der genaue Glastyp zu sehen, und da stand tatsächlich "RH Joker 1,6". Der Farbunterschied soll durch die unterschiedlichen Stärken der Gläser zustandekommen (0,5 dpt Differenz L/R). Diese Begründung kommt mir aber merkwürdig vor, denn bei meinen alten Brillen war nie ein Farbunterschied im Restreflex festzustellen.
Ich kann durchaus verstehen das ein Optiker vor Ort ganz andere Kosten hat und daher nicht den Internetpreis nehmen kann, und ich bin auch bereit eine vernünftige Beratung und Service entsprechend zu entlohnen. Aber ein Glas das im Internet für 49€ zu haben ist für 189 zu verkaufen, das ist doch nicht korrekt? Das sind mal eben 140€ Aufschlag.
Meint ihr ich tue dem Optiker unrecht wenn ich ihn demnächst aufsuche und damit konfrontiere? Oder bin ich tatsächlich über den Tisch gezogen worden und ich sollte unbedingt nochmal eine Unterhaltung mit dem Optiker führen?

