Hallo zusammen,
ich bin Winnie und neu hier im Forum. Beim googeln zum Thema Mikrostrabismus / Winkelfehlsichtigkeit / kleine Prismenwerte bin ich auf euch aufmerksam geworden und bin erstaunt, dass es noch andere Leute gibt, die offensichtlich die gleichen Sehprobleme haben wie ich und um so überraschter, wie konstruktiv hier im Forum Lösungsansätze diskutiert werden.
Trotz guten Willens und unzähliger gut gemeinter und sorgfältig ausgemessener Korrektionen habe ich bisher keine dauerhaft akzeptable Brillenlösung finden können.
Seit meiner ersten Brille mit 14 sehe ich angestrengt und komme nur mit leicht unterkorrigierten Brillen halbwegs klar. Mittlerweile besitze ich eine ansehnliche Sammlung davon, die ausgewechselten Gläser gar nicht mitgezählt....
Als sich vor 3 Jahren die Fehlsichtigkeit auch im Nahbereich immer mehr bemerkbar machte, drängte sich mein Sehproblem schon im Alltag extrem störend in den Vordergund. Sowohl mein Augenarzt als auch die Augenärzte der Uni-Klinik schlossen in langangelegten Großuntersuchungen krankhafte Ursachen für mein Befinden aus. Auch bei dem jährlichen Gesundheitscheck beim Hausarzt bin ich jedesmal kerngesund, und ich fühle mich unausgesprochen als Simulant beschuldigt.
Meine eigenen Recherchen zu meinen Sehproblemen führten mich zu dem Begriff der Winkelfehlsichtigkeit, und das war dann der Beginn meiner Prismenbrillen-Odyssee. Nach unzähligen erfolglosen Versuchen seitens 2er sehr geduldiger und gewiss äußerst kompetenter Optiker begann ich mit meiner persönlichen "Prismenbastelei" (habe diesen passenden Ausdruck hier aus dem Forum übernommen): ich führte Buch über alle Brillenversuche und überlegte immer selbst, welchen Schritt ich als nächsten probieren wollte. Dann das leidige Verhandeln mit den Optikern, die meine Vorgehensweise unprofessionell fanden und verständlicherweise ihren jahrzehntelangen MKH-Erfahrungen mehr Vertrauen schenkten als meiner Selbstbeobachtung.
Dass es eine konkrete Lösung für mein persönliches Sehproblem gibt, daran glaube ich seit dem Durchbruch vor 1 Jahr, wo ich mit nur 0,25 Höhenprisma Bas u 3 Wochen lang sah, wie "normales" Sehen sein kann: beidäugig, leicht, anstrengungsfrei, keine Akkomodationseinschränkungen mehr, kein "Festplattenabsturz" mit Kopfschmerzen und totaler Erschöpfung am Abend.....statt dessen grenzenlose Unternehmungslust, eine ausgeglichene Grundstimmung und schier unendliche Kraftreserven.....
Dann brach alles wieder zusammen. Ein Augenarzt am Wohnort (Köln), der sich auf Winkelfehlsichtigkeit spezialisiert hat, äußerte u.a. den Verdacht auf Mikrostrabismus. Zum ersten Mal wurde mein Sehverhalten gründlich untersucht, zum ersten Mal wurde ich ernst genommen. Er vermutete, dass ich wohl auf kleinste Prismenwerte reagiere und bedauerte, dass er bislang in seiner Praxis keine Prismen unter 0,5 Dioptrien im Bestand habe, um mir mit Messungen weiterhelfen zu können.
Für mich ergeben sich nun folgende Fragen an das Forum:
- ist es für meine weitere Vorgehensweise überhaupt wichtig zu wissen, was ich genau habe?(ggf. Mikrostrabismus und Winkelfehlsichtigkeit) Falls ja, wer könnte das feststellen?
- gibt es hier im Forum jemanden, der mithilfe eigener "Prismenbasteleien" für einen längeren Zeitraum passende Gläser-Werte gefunden hat?
- gibt es einen Optiker irgendwo in Deutschland, der bereit wäre, mit mir zusammen zu arbeiten - mich selbst probieren zu lassen bzw. mir Probegläser übers Wochenende mitzugeben? (Ein "Nur-Ausmessen -im-Geschäft" ist für mich unbrauchbar, weil sich meine Sehbeschwerden immer erst nach einer gewissen Zeit hinter dem jeweils neuen Glas als Störfaktor bemerkbar machen (nach ca. 1 - 2 Std.) und ich daher unmöglich für mich unpassende Werte sofort ausschließen kann
- was kostet eine eigene Prismen-Ausrüstung? Wo kann ich sie (evtl. auch gebraucht) kaufen? Brauch ja eigentlich nur die kleinsten Prismenwerte. Könnte mir jemand die Handhabung erklären?
Wer hat Ideen zur weiteren Vorgehensweise?
Gruß Winnie






