Hallo Kerstin,
toll, dass Du Deine HWS-Beschwerden im Griff hast. Ich mache auch Übungen. Bin aber nicht der Typ, der da jeden Tag dran ist.
Danke für den Hinweis mit dem Höhenschielen. Ich hatte sogar schon ein paar Mal den Eindruck, dass ich das habe. Zudem sieht es auf Fotos von meinem Großvater und meinem Onkel, also seinem Sohn, so aus, als hätten sie eine vertikale Augenfehlstellung gehabt.
In den Sehschulen haben sie bei mir nur horizontale Schielbewegungen gesehen. Ich werde es noch einmal ansprechen.
Ich habe eine Esophorie, schiele aber bei den Untersuchungen gelegentlich auch nach außen.
Ich bin schön kurzsichtig, inzwischen ca. –17dpt alles in allem und vertrage auch das viele Minus nicht mehr, bin 53. Deshalb hatte ich mir schon im letzten Jahr KL vom Spezialisten anpassen lassen, die –1,25 dpt weniger hatten, als für die Ferne nötig. Vor 34 Jahren, mit 19, hatte ich ca. –10dpt und 100% Sehfähigkeit.
Seit Herbst vorigen Jahres lasse ich meine Augen in einer Praxis mit Sehschule untersuchen.
Für die aktuellen KL, Ende letzten Jahres, hatte ich nicht so viel Geld und musste zu F... gehen.
Es hat nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe und sie sind stärker ausgefallen. Die Fernwerte über den KL sind rechts –0,25 –0,75 Zylinder / 85° und links –0,5. Dazu hat mir die Klinik eine Folie mit 2 pdpt verschrieben, die ich nicht trage, weil ich so schon bloß einen Visus zwischen 50 und 70% habe.
Die Lesebrille ist +2, also rechts +1,75 cyl- 0,75 und links +1,5.
Die Diagnose der Klinik lautet: geringe Esophorie mit akkomodativem Konvergenzexzess;
Stellung: Ferne geringe Esophorie, Nähe Esophorie bis Esotropie des LA
Prismencovertest: Ferne alt. +2^, Nähe alt. +12^mit Add. +3,0=+2^
Das Problem ist eben, mit der Lesebrille habe ich keinen Schielwinkel, sehe beim Lesen aber unscharf, die Buchstaben sind irgendwie in Bewegung. Ich bekomme auch Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und stärkere Ohrgeräusche.
Da frage ich mich, wird mit dem + nur ein Symptom korrigiert?
Fernbrille ohne Prismenfolie: Sehr angestrengtes Sehen, Orientierungsschwierigkeiten, Doppelbilder beim zur Seite Schauen und auch manchmal bei geradeaus.
Mit Prismenfolie (2pdpt) auf li. Glas bin ich zwar entspannter, komme mir aber halb blind vor und deshalb benutze ich sie nicht. Außerdem lässt sich sowieso kaum beschreiben, was ich damit sehe.
Mehr Informationen habe ich dazu nicht. (Na ja, außer, dass die beim niedergelassenen AA mein „+/-„ nicht richtig gemessen haben. Sonst hätte ich wahrscheinlich schon Brillen, mit denen ich was anfangen kann, auch wenn sie aus Sicht der Klinik zu viele Prismen hätten. Ja, shit happens, ich warte jetzt die nächste Untersuchung ab und hoffe, dass es dann klappt und ich wieder besser arbeiten kann. Zum Optometristen kann ich aus Geldmangel nicht gehen, hätte ich sonst schon gemacht.)
Wegen der HWS bin ich regelmäßig in Behandlung. Wird jetzt auch besser, aber v.a. weil ich vor ein paar Wochen dank eines Pilateskissens auf meinem Schreibtischstuhl innerhalb von 3 Tagen alte Blockierungen gelöst und meinen Beckenschiefstand kleiner gemacht habe. Dadurch ist mein Hals gerader, ich merke aber, dass ich dafür unbedingt Prismen brauche, sonst ziehen die Muskeln die HWS zur Seite. Also ich benutze die Lesebrille aus der Klinik nur, wenn ich mal kurz etwas deutlich in der Nähe sehen möchte.
Ganz gerade wird der Hals wahrscheinlich nie wieder, aber Hauptsache einigermaßen gerade und nicht so verspannt.
Ich hoffe, dass ich mich damit bald einem Arzt vorstellen kann. Weil, eigentlich sollen sie, die Ärzte, Prismen mit und ohne Kopffehlhaltung messen. Das wurde ja bis jetzt unter den Tisch gekehrt. (War ja auch kein Arzt anwesend.)
Das war jetzt ziemlich viel. Aber ist ja auch sehr komplex.
Danke fürs Lesen und viele Grüße
Doris