Bei einer Routineuntersuchung vor drei Jahren stellte sich heraus, dass meine Tochter auf dem linken Auge nur noch 40% Sehkraft hat. Ihr wurde sofort eine Brille verschrieben. Dazu muss ich noch sagen, dass ich mit meiner Tochter schon ab Säuglingsalter zum AA gegangen bin, weil sie leicht schielte auf dem linken Auge. Es wurde auch eine Microesotropie auf dem linken Auge festgestellt, aber das Schielen war so minimal, dass man nichts dran macht, sagte der AA. Hinzu kommen noch Hyperopie und Astigmatismus. Aber diese Sehschwäche ist wohl doch durch das leichte Schielen bedingt. Nach 2 Wochen hatte sie nur noch 10 % Sehkraft und es wurde mit der Pflastertherapie angefangen, d.h. das gesundene Auge wurde stundenweise abgeklebt, so dass sich das schwache Augen anstrengen musste. Ich war damals auch in der Uniklinik, wo mir bestätigt wurde, das das Abkleben die einzige mögliche Therapieform ist. Durch das Abkleben kam sie wieder auf 80 %, dann wurde das Abkleben verringert und die Sehkraft wurde wieder schwächer. Das haben wir in den letzten 3 Jahren nun dreimal mitgemacht, rauf auf 80% und wieder runter auf 40 %. Im Moment ist sie bei 40 %, Tendenz fallend. Die Orthopistin meint, sie verliert das Auge und sie ist mittlerweile zu alt für die Abklebetherapie. Der AA meint, dass sie mit dem Abkleben wieder auf 80 % kommen könnte, aber wie lange soll sie das noch machen, etwa ihr Leben lang? Gibt es denn wirklich keine andere Möglichkeit? Normalerweise stabilisiert sich das Auge im Alter von 8 Jahren, aber bei meiner Tochter ist das nicht so. Sie ist mittlerweile 9 Jahre alt. Ich habe damals, als meine Tochter nur 10% Sehkraft hatte mit vielen AAs und Orthopistinnen telefoniert und mir wurde gesagt, das sei unmöglich, das die Sehkraft innerhalb 2 Wochen von 40 % auf 10% sinkt, aber bei meiner Tochter war es so. Sie scheint mir ihrer Entwicklung wirklich sehr aus der Norm zu fallen. Meine Frage ist, ob es nicht doch eine andere Möglichkeit außer dem Abkleben gibt um zur verhindern, dass sie das Auge verliert, zumal die letzten 3 Jahre auch ein einziger Kampf waren, da meine Tochter das Pflaster nicht tragen wollte. Über eine hilfreiche Antwort würde ich mich sehr freuen.


zu korrigieren, um zum reduzierten Seheindruck des schlechteren Auges einen geringeren Sehschärfeunterschied zu bieten. Dies kann das Sehen über beide Augen fördern, denn leider wird in dem Fall Deines Kindes, Sehen nur über das "gute" Auge genutzt, was dazu führt, dass das reduziert sehende Auge seinen Visus immer wieder verliert.