Hallo Jürgen,
so einfach ist das leider nicht.
Hättet Du nur eine Weitsichtigkeit, würdest Du nicht Schielen. Die Kombination von InnenSchielen und Weitsichtigkeit kommt zwar häufiger vor (Diagnose: akkomodatives Schielen), aber trotzdem gibt es hier immer zwei oder sogar noch weitere Gründe.
Aus diesem Grund kann keine Prognose darüber gegeben werden, wie sich das Lasern auf die Augenstellung auswirken wird. Die Akkomodation für den Nahbereich ist hier nur ein Faktor, der zu berücksichtigen ist und der jede Prognose stark tangiert.
Deine Beobachtung, dass Dein Schielwinkel im Alter höher wird, wird häufiger beschrieben. Wenn, wie Eberhard schreibt, der akkomodative Faktor im Laufe des Lebens aber geringer wird, spricht diese Beobachtung klar dafür, dass man beim sogenannten "akkomodativen Schielen" häufig Äpfel mit Birnen verglichen hat - was zwar nahe liegend sein mag, aber trotzdem am Ziel vorbei führt.
Bei jedem Schielen liegt eben auch eine Winkelabweichung mit zugrunde, ob klein, ob groß, dass müsste in jedem Einzelfall erst noch geklärt werden.
Und je nach Prägung im Sehen, bleibt dieser Winkel stabil und somit beeinflussbar durch Korrektion und OP oder er erweist sich als eher instabil und löst bei Kompensation über Brille / OP teils völlig unberechenbare Folgefehlstellungen aus. Gerade hier kann sogar eine Lasik zu einemm echten Problemfaktor werden.
Das B.s.G. (der Stärkenmittelwert) liegt bei Dir rechts bei +1.25 dpt, links bei +2.62 dpt. Dies würde bedeuten, das links aus optisch physiologischen Gründen idealer Weise nur 1.38 dpt reduziert werden sollte. Dies aber ist wiederum nur sinnvoll, wenn auch der Astigmatismus reduziert werden kann (ein kritischeres Verfahren in der Lasik) Darüber hinaus muss sicher gestellt sein, das eine optimale Heilung auf den Eingriff erfolgt.
Ich wäre da sehr zurückhaltend.