Hallo Alex,
grundsätzlich sehen die Möglichkeiten für Dich bescheiden aus.
Aber ich frage mich, warum jetzt vermehrt Probleme entstehen?
Dein Alter gibt da einige Hinweise, die aber ergänzt werden sollten.
- Welche visuellen Anforderungen bestehen? Tätigkeiten / Beruf etc.
- Wie optometrisch (augenoptisch) sauber wurden bislang Versorgungen beidäugig geplant und dann auch durchgeführt. Zwar tanzen die Bilder (wahrscheinlich in unterschiedlich räumlicher Tiefe) voreinander herum, aber welche Tendenzen liegen hier zugrunde, oder ist der Tanz gemittet fixiert?
Wie verhält es sich bei Blickauslenkungen? (Rechs-Links-Oben -Unten)
Welchen Einfluss und welche Korrektionsgröße hat der refraktive Faktor? (Weit- bzw. Kurzsichtigkeit auf Blickauslenkungen ohne bzw. mit Korrektion)
Wie wurde ein brillentechnischer Ausgleich (Korrektion des Lichtweges) der Doppelbilder bislang angegangen?
In einem Versorgungsfall, den ich damals als Kind hatte, Amblyopie ((stark reduzierte Sehschärfe 0.2-03) konnte ich dem "Schielkind" anfangs über KL, später über prismatische Werte (Höhenprisma 8.0 cm/m) helfen. Der Visus stieg auf 0.5-0.6. Im jugendlichen Alter verzog die Familie aus unserer Gegend. 6-7 Jahre später wurde ich von einem Kollegen, der mich kannte, über diese jetzt junge Frau informiert, da sie ihm gegenüber meinen Namen genannt hatte. Seit über fünf Jahren doktorte sie wegen beständiger Doppelbilder ohne erkennbare Hilfe von Facharzt zu Facharzt.
Ein 3/4 Jahr korrigierte ich die Frau dann mit refraktive bestmöglicher refraktiver Korrektion und Prismenfolien, (anfangs wöchentlich bei 50 km Anfahrt). Später tanzten die Bilder so symmetrisch vor Augen, dass ich wegen dem Schärfeverlust durch die Prismenfolie jetzt eine vollkorrigierende Brillenglasversorgung für mich nach diesen negativen Erfahrungen ( Die Kundin fand die Doppelbilder aber inzwischen garnicht mehr so störend) als letzten Versuch wagte.
Direkt bei der Abgabe kam die Aussage, Doppelbilder sind weg.
Die Kundin hat sich 2-3 Jahre später (Kosten) wieder anderweitig orientiert. Nach damals letzten Kontrollen unterblieben damals die Doppelbilder durch Exclusion (abschalten eines Seheindruckes).
Da ich sicher bin, dass die Kundin mich aufsuchen würde, wenn wieder Doppelbilder eintreten sollten, gehe ich hier jetzt von einer Behebung des Problems durch geänderte Verarbeitung aus.
Dieser Fall zeigt mir exemplarisch auf, dass in diesen Fällen alle Dinge offen sind, aber evtl. doch nicht alles so hoffnungslos sein muss?! - Gab es zumindest nennenswerte Schritte in konsequent durchgezogener und abgestimmter Art und Weise und dies über eine bestimmte Periode von Zeit mit regelmäßiger optometrischer Überwachung in Ihrem persönlichen Fall.
Dies war bislang kein Einzelfall, aber nicht jeder Kunde geht hier engmaschig kontrolliert und versorgend mit. Deshalb kenne ich leider auch mehr Aussteiger in dieser besonderen -zum Glück- seltenen Problematik. Generell will und kann ich im Vorfeld keine Hoffnung machen. Es bleibt von meiner Seite aber eine Anfrage an die so Leidenden. Und ein evtl. bewust über den eigen Schatten springen, bei sehr versiert versorgenden MKH-lern, die speziell unter den wenigen Fachärzten hier eine Berufung hätten.
Geht nicht - Gibts nicht
(Zumindest nicht solange, wie man alles "Vernünftige" zeitlich ausreichend überprüft hat)
Zuletzt:
Im obrig geschilderten Fall sah ich mich damals indirekt mit als Verursacher.
Die bleibenden DB traten sporadisch erstmals ca. 1/4 Jahr nach dem Wechsel zu einer ärztl. verordneten prismenlosen Brille auf. Ich habe hier ernstlich im Gebet um Hilfe für diese Frau gerungen. Kostenmäßig im Wesentlichen nur das Material berechnet, da damals mehr für diese Kundin nicht ging.
Deshalb setze ich in solchen Fällen keinesfalls auf ein beherrschendes Können, wohl aber auf ein vertrauensvolles Wagnis. - DANKE!