Die Abkehr von der Prismenbrille

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So, liebe Leute, seit heute habe ich meine alten Gläser in der Brille. Ich trage keine Prismen mehr. Bisher bin ich erstaunlich gut zurechtgekommen. Seither hatte ich 8 PD. Jetzt wieder Null. Erstaunt, beinahe umgehauen hat mich die Tatsache, dass ich plötzlich OHNE Prismen viel schärfer gesehen habe als mit.

Ich merke zwar, dass ich mich etwas mehr anstrengen muss im Nahbereich. Aber ich glaube dieses Problem teile ich dann mit allen Altersweitsichtigen dieser Welt.

Was ist passiert? Ich habe einfach kalte Füße bekommen. Mir ist klar geworden, dass man meine Prismen auch bis zum Anschlag hätte treiben können. Ich habe mit der 8er Brille am Ende genauso wenig entspannt sehen können wie jetzt ohne Prismen. Ich bin hundertprozentig ein Fall, dem man hätte jedes mal mehr Prismen einbauen können und jedes mal wäre es kurz super gewesen um dann wieder genauso schlecht zu werden. Alles war mit der 8er Brille genauso wie zuvor ohne Prismen. Mir wurde ja bereits vom Optiker prophzeit, dass ich ein Fall für die OP wäre. Kerstins Beispiel hat mich dann aber ehrlich gesagt wieder abgeschreckt davon. Zunächst hatte ich nämlich nur angenommen mit der neuen Brille plötzlich wieder kein räumliches Sehvermögen zu haben, weil mein Gehirn diese Bilder inzwischen als "normal" betrachtet. Dann wurde mir hier ja aber erklärt, dass es normal sei anfangs plötzlich räumliches Sehen zu haben, dass dann aber wieder verschwindet.

Was ich mit den Kindern mache weiß ich im Moment noch nicht so richtig. Ich denke ich werde zunächst mal einen Augenarzt aufsuchen, der zumindest bei meinem Großen die zu schwachen sphärischen und zylindrischen WErte korrigiert und dann werden wir weitersehen.

Ich hatte gestern ein langes Gespräch mit jemandem aus dem Forum hier und es hat mir sehr viel bedeutet mit ihm sprechen zu können. Ich bin leider etwas enttäuscht und erzürnt darüber, wei wenig Optiker und Augenärzte das hinterfragen was der Patient FÜHLT bei einer Brille und stattdessen einfach nur stur ihren Messungen vertrauen. Mein Kind kam mit seiner 8er Brille nicht klar. Mir selber hat die Brille nicht die DEUTLICHE Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Zustand gebracht. Mich hätte man in Gläser treiben können wie Kerstin sie hatte. Ich habe die Notbremse gezogen und ich werde sie wohl auch für meine Kinder ziehen. Ich bin inzwischen fast so weit zu sagen, dass sie dann eben mit ihren Einschränkungen leben müssen. Ich weiß nicht mehr was richtig oder falsch ist. Es kann sein, ich suche am völlig falschen Ende. Was wenn in Wirklichkeit AD(H)S die Ursache ist? Die erste Prismenbrille bei meinem Großen Sohn war der VOLLE Erfolg. Danach gab es keine solchen Erfolgselebnisse mehr. Seither ist alles schlechter geworden. Ich werde mir einen Augenarzt suchen, der tolerant gegenüber Prismen ist und versuchen ob wir eine Lösung finden. Wenn nicht, dann muss mein Sohn damit warten, bis er das selber entscheiden kann. Ich kann und will ihn nicht in eine womöglich unnötige OP treiben. 8 Prismen waren ihm nicht angenehm, der AA meinte dann aber, dass 8 eher noch zu wenig sei und gab damit dem AO recht. Alleine er trägt derzeit 4 und kommt damit wunderbar zurecht, wenn man mal davon absieht, dass die Brille sphärisch und zylindrisch zu schwach ist. Und nun? Ich weiß es nicht, ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

LG und vielen Dank fürs lesen
Marion

75 Answers

Liebe Marion,

ihr seid Schieler, ggf. mit Wf. Da ist sowieso alles anders. Insofern ist Deine Notbremse richtig, wenn es Dir Dein Bauch so sagt. Es gibt einfach viel zu wenige Fachleute, egal ob Ärzte oder Augenoptiker, die bei diesem Thema wirklich versiert sind. Ich kann Dich also verstehen! Und wenn bei Sohnemann AD(H)S dahintersteckt, dann gib Dir einen Ruck, und versuche es mit Medikamenten. Die richtige Brillenkorrektion kann zwar bewirken, dass weniger an Dosis des Medikamentes gebraucht wird, aber dafür muss erst mal die richtige Korrekion gefunden werden. Und gerade AD(H)S-ler sind sehr, sehr schwankend in ihren Tagesformen.....

LG
Kerstin

Was die Schieler und die Prismen betrifft unterschreibe ich Kerstins Posting und ich finde ja grundsätzlich gut, wenn Leute - vor allem Eltern - da auch auf ihren Bauch und ihren Instinkt hören. Ich glaube, das ist vielen verloren gegangen und ich denke, Du machst das schon richtig.

Was die Medikamente betrifft bin ich allerdings völlig anderer Meinung, zumal es meiner Ansicht nach auch gute, alternative Behandlungsmethoden gibt, die man vorab ausnutzen kann. Hinzu kommt allerdings auch, dass ich doch relativ viel über Deinen Großen weiß und so wie ich das einschätzen kann (aus der Entfernung) würde ich dem niemals diese Hammermedis geben.Das sind doch Dröhnungen, die man nicht mal "einfach so versucht".
Ganz ehrlich Marion, lass ihn erst mal auf der neuen Schule ankommen. Er hat sich die Empfehlung so hart erkämpft und unglaublich viel geleistet. Warte doch erst mal ab, was die neue Schule bringt. Sieh was N. (von den Sommermamas) erlebt hat. Warum sollte es bei Deinem Großen nicht genau so sein?

Lg
kerstin

Wir lassen das jetzt einfach entspannt auf uns zukommen. Auch das mit der Schule. Klappt es, dann ist es prima. Wenn nicht, dann nicht.

Ich habe gestern ein langes Gespräch mit M. gehabt (mein großer Sohn) und ich glaube er hat mich verstanden. Angefangen hat es mit seinen abgetrennten Fingern und der Frage was wäre wenn die ncht wieder angewachsen wären. Dann wäre er heute kein guter Torwart, meint er. Dann könne er vielleicht nicht mit rechts schreiben, meint er. Vielleicht könne er dann nicht aufs Gymnasium etc. Ich habe das dann (mit seinem Torwart-Freund S., der ein paar Jahre älter ist) völlig entkräftet und ihm aufgezählt, wieviele Menschen es gibt, die mit irgendwelchen Einschränkungen leben müssen und damit auch zurecht kommen. S. kennt einen TW aus seinem alten Verein, dem ein Finger fehlt. M. kennt den Bruder seiner Lehrerin, dessen Händer direkt an den Schultern angewachsen sind (Contergan). All diese Menschen haben gelernt mit ihren Einschränkungen zu leben. M. war völlig von den Socken, dass dieser Contergan-Erwachsene Rechtsanwalt ist und mit dem Fuß schreibt. ER könnte das nie. "Hast du das jemals versucht?" "Ja, aber es geht nicht" "Und wenn es deine einzige Möglichkeit wäre zu schreiben?"... tja... ein sehr gutes Gespräch. In dem Zusammenhang kamen wir dann auf die Augen und darauf, dass er eben vielleicht mit dieser Einschränkung leben lernen muss. Was aber nicht das Ende von allem bedeutet. Wenn andere lernen mit den Füßen zu schreiben, dann muss er eben lernen mit :wink:elfehlsichtigen Augen zu lesen. Und wenn das nicht so gut und schnell klappt wie bei anderen, dann ist das einfach ein Stück weit seine Realität. Ein Mensch der mit dem Fuß schreibt kann scih auch nicht kurz zwischen Tür und Angel eine kleine Notiz auf seinen Zettel schreiben, sondern muss zunächst den Schuh ausziehen und sich setzen.

Er hat es verstanden. Er hat auch verstanden wenn es nicht klappt auf dem Gymnasium, dann war es den Versuch wert, es ist nicht das Ende von allem. Außer in einem Punkt, für den ich keine Lösung finden konnte er möchte so gerne Latein lernen (seine Oma ist schließlich Lateinlehrerin), das geht eben nur auf dem Gymnasium.

Was Medikamente betrifft als das erste mal AD(H)S bei uns im Raum stand bin ich seinerzeit laut gewordne und habe mich mit dem Ergohtherpeuten wegen "Modediagnose" angelegt. Mein Sohn war damals 4 Jahre alt. Inzwischen ist er 10. Er hat vier Schuljahre ganz ordentlich hinter sich gebracht. Wenn ich natürlich solche Diktate lese wie gestern (11 Fehler) das Ü-Dikat, dann werde ich schon ein wenig nachdenklich. Alle Fehler am Ende Tieren statt Tiere, einer statt eine , nich statt nicht usw. usw. Im letzten Satz fehlen dann 4 Wörter (ein Satzteil) komplett. ABER, NOCH trägt er ja Prismen, wenn auch nur noch 4. Sehr viel schlimmer kann es ohne auch nicht mehr kommen.

Ich denke gerne an die schönen Zeiten zurück als die Prismenbrille neu war. Was hat er da gelesen und geschrieben! Irre. Aber für welchen Preis? Dafür, dass wir dann in einem Jahr einen OP haben und hinterher wieder mit Prismen anfangen und dies endlos steigern können? Nein, ganz sicher nicht. Und auch eine einzige OP wäre für ihn schon eine zuviel. Seit seinem Unfall hat er panische Angst vor Operationen. Wenn er selber nicht dahintersteht, dann hat eine OP auch keinen Sinn. Und wenn ich selber den Sinn ebenfalls nicht erkennen kann, dann schon gleich dreimal nicht.

LG
Marion

hallo marie,

ich finde es interessant, wie unterschiedlich die versichednene fälle gelagert sind. ich hätte nie und nimmer von meinen 6 prismen auf 0 zurück gekonnt. die doppelbilder hätten mich umgebracht. von den späteren 15 ganz zu schweigen.

auch ich war immer wieder am überlegen, das ganze abzubrechen und mich wieder "runter zu trainieren". letztenendes muss ich sagen der richtige wert ist ein sehr schmales band. aber nachdem ich das getroffen hatte, gab es keinen zweifel mehr.

ich habe die schritte 3,5 - 6 - 15 - 27 - 20 - 18 zum ziel gebraucht, teils über jahre getragen. aus meiner sicht führt nur der lange atem verbunden mit der nötigen geduld, hartnäckigkeit und eigeninitiative zum ziel. ob das ziel 100, 90 oder weniger prozent sein wird, kann man halt nicht vorhersagen.

auch wenn das nicht die gängige meinung ist ich fand die folien eine tolle sache. damit konnte ich innerhalb gewisser grenzen auch selbst mal was ausprobieren, was mir echt geholfen hat. und so lange man sich da im bereich bis 5 oder so bewegt, leidet auch die schärfe nicht zu dramatisch.

dass man ohne prismen schärfer sieht ist klar. auch das war für mich ein grund, die op anzustreben. ich wollte nicht den rest meines lebens durch diese unscharfen gläser mit ihren farbsäumen gucken.

ich will dir die entscheidung nicht madig machen, gebe aber zu bedenken, was hier schon öfter geschrieben wurde "prismen aussteiger" profitieren anscheinend noch einige zeit von dem positiven effekt, bis sie wieder auf den ursprünglichen level zurück fallen. solltest du also eine schleichends verschlechterung beobachten, ist das ein zeichen, dass die prismen schon eine gewisse berechtigung hatten, aber das erreichbare eben keine 100% sind. dann musst du einfach abwägen, was in der summe weniger unangenehm ist.

viele grüße,

michael

Noch immer keine Probleme...

Meine eigentlich mich wieder völlig mit der prismenlosen Brille angefreundet zu haben.

Doppelbilder hatte ich nie. Ich habe nur welche wenn ich sie mir selber mache. Ich kann einfach "loslassen", dann sind sie da. Wenn ich mich wieder konzentriere sind sie wieder weg.

Hallo Marie,

das ist total spannend. -was du über das konzentrieren und loslassen sagst. So ungsfähr stelle ich mir den Zustand vor, den Kinder nicht steuern können wenn sie Probleme mit dem Sehen haben. Sie müssen sich anstrengen um einfach zu sehen, und brauchen ihre Anstrengung doch für andere Sachen in der Schule. Eines von beidem bleibt auf der Strecke. Und genau dieser Zustand der Überlastung führt zum Versuch einen Ausgleich über Bewegung zu schaffen. Damit wären wir dann bei ADHS. Oder eben bei , einem Kind das ein Gymnasium besuchen kann. Weil es clever ist. Richtig clever. Leider kann keiner mit ihm umgehen. Und da leigenunsere verlorenen Chancen. Hoffentlich schaffst Du was du dir da vorgenommen hast.

Hallo Daja,

ich kann es mir schon vorstellen, dass dieses Problem auch unsere Kinder haben. Ich bin auch so ein Klassenkasper gewesen der nicht stillsitzen konnte. Und ich habe auch meinen Lehrer verdoppelt, wenn ich ihn erwürgen hätte können.

Es ist mir schon klar, dass das mit der Konzentration, die nötig ist, ein riesiges Problem ist. Und dass ein Kind, dass sich konzentrieren muss die richtige Linie zu finden oder den Anschrieb an der Tafel richtig zu sehen, eben keine Kapazität für was anderes hat.

Allerdings mußte ich hier resignierend feststellen, dass für meinen Sehfehler und auch für den meines Sohnes wohl die Prismenbrille nicht die ultima ratio ist. Ich bin mir sicher, dass man die Prismen bei meinem Sohn und auch bei mir beliebig in die Höhe hätte treiben können. Das ganze wäre dann am Ende auf eine OP hinausgelaufen deren Ergebnis fragwürdig ist. Ich habe hierzu auch die Berichte von AgnesMaria aufmerksam gelesen. Und Kerstin Harms ist für mich ein gutes Beispiel wie es halt eben nicht laufen sollte.

Ich habe für mich die Notbremse gezogen und bei meinem Sohn grad die 4er Prismen (statt 8er) gegeben. Aber auch bei ihm ist die komplette Abkehr in meinen Augen nicht ausgeschlossen.

LG
Marion

marie schrieb

Noch immer keine Probleme...

Meine eigentlich mich wieder völlig mit der prismenlosen Brille angefreundet zu haben.

Doppelbilder hatte ich nie. Ich habe nur welche wenn ich sie mir selber mache. Ich kann einfach "loslassen", dann sind sie da. Wenn ich mich wieder konzentriere sind sie wieder weg.

genau soclhe Doppelbilder hab ich auch und frag mich ob das normal ist??? Hatte auch mal ne Prismenbrille, aber zu selten getragen da ich Kontaktlinsenträger bin...
lg
Dani

Ich kann auch schon wieder zwei Chefs zaubern - weit auseinander....

....und auch nach oben

Mikrostrabismus ist halt keine WF.....

LG
Kerstin

ahja, hab ich das jetzt richtig verstanden - wenn ich Doppelbilder seh ist das ne Form "Minischielen" (Mikrostrabismus)? Wenn ich so gugge machen meine Kids immer huhu vor mir, es scheint also echt aufzufallen, dass meine Augen dann schielen - ist das das gleiche? Und was macht man damit? Einfach damit abfinden, was ich okay fänd, kann eigentlich gut damit leben, ausser dass ich immer müde und abgespannt bin, aber Kopfweh o.ä. kenn ich gar nicht...
lg
Dani

Was Kerstin schreibt schockiert mich jetzt richtig und ich glaube immer mehr, dass es für mich richtig war die Notbremse zu ziehen.

Und, Dani, ich glaube schon, dass das ähnlich ist. Ich drifte auch manchmal einfach weg und sehe doppelt. Aber ich kann das dann auch wieder korrigieren. Im Prinzip ist es bei mir so, dass ich die Doppelbilder "machen" kann. Normalerweise habe ich das Sehen im Griff. Manchmal aber lasse ich einfach los. Dass es ausversehen passiert, habe ich noch nie erlebt. Ich hatte noch nie Doppelbilder, wenn ich nicht bewußt "losgelassen" habe. Und mein linkes Auge wandert dann auch nach innen. Ich habe mich mal vor dem Spielgel selber verdoppelt. War dann zwar etwas schwer zu sehen, aber ich konnte es erkennen, dass es nach innen wandert (also zur Nase).

Kopfschmerzen haben ich schon mal öfters. Aber es ist im Rahmen.

Mit was ich jetzt wieder Probleme habe (mit Prismen hatte ich die nicht, aber davor auch schon) gestern z.B. sah ich eine Staubfluse im Haar meiner Tochter. Die wollte ich wegpicken. Ging nicht. Ich habe nicht GENAU gesehen wo die ist, zumal das Kind sich ja auch noch bewegt hat.... aber damit kann ich wohl leben. Ich habe ja auch bisher schon 40 Jahre damit gelebt.

LG
Marion

Nein, nein, auch mit WF ab einer bestimmten Größe kann man wunderbar Doppelbilder zaubern. Das allein ist also kein Indiz, ob Schielen vorliegt. Hierfür bedarf es einfach der richtigen Voruntersuchungen und Sehtests. Nur damit kann man Schielen von Wf abgrenzen.

Viele Grüße
Kerstin

Richtig, was Kerstin Harms schreibt... Doppelbilder sind kein Indiz für Strabismus manifest oder latent. Mediziner sprechen niemals über "Winkelfehlsichtigkeit" sonder über latenten Strabimus. Aber das ist i.m.A. nur Definitionssache.

Doppelbilder haben verschiedenste Ursachen.

Bei einer Mikrotropie können latente phorische Komponenten Beschwerdebilder verursachen. Muss nicht, kann...

Wenn definitv ein Mikrostrabismus vorhanden ist und keine Prismenkorrektion noch OP das Beschwerdebild auf Dauer beheben kann, das war's das nicht. Egal, was die Koryphäen hierzu im Netz sagen. Die können viel sagen, die dürfen auch...selbst das blaue vom Himmel dürfen sie versprechen, halten müssen sie es nicht....das müssen solche wie ich...und das können wir nicht in jedem Fall...Schon gar nicht, wenn wir es nicht gesehen haben... und wenn wir es haben dürfen wir nicht darüber reden. Genial...

LG

A.M.

Na, das beruhigt mich aber auch. Doppelbilder "selber machen" kann ich auch. Konnte ich immer.

Nun, wenn 80 % aller Menschen Wf haben, dann kann fast jeder Doppelbilder "zaubern"...

LG
Kerstin

Hi Zusammen,

die meisten können "Doppelbilder" zaubern, auch Winkelrechtsichtige. Das ist normal.
Nennt sich physiologische Diplopie.

viele Grüße
Georg

Hallo miteinander,

wir hatten nach starker Verunsicherung im letzten Jahr unserer Tochter - nachdem die Prismen immer nur ganz kurzfristig Besserung brachten und sie auf eine OP zusteuerte - ihre Brille (24 Prismen) weggenommen. Sozusagen als letzten Test. Die Verbesserunge, die eine Prismenbrille bringt, fallen einem mit der Zeit auch nicht mehr so auf, man wird unsicher, fragt sich, geht es nicht auch ohne? Bei uns ging es einige Wochen sehr gut, fast besser als mit Brille. Doch dann wurde der Zustand wieder dermaßen übel, dass wir ganz schnell wieder mit Prismen anfingen. Die erste OP hat sie schon hinter sich, die zweite lauert. Was ich am Schlimmsten finde, ist die Verunsicherung, in der man sich als Laie befindet. Ich bin zu wenig Fachmann, als dass ich mir eine eigene Meinung bilden kann. Der Weg ist sehr steinig. Das ist das Problem. Wenn ich nicht grundsätzlich überzeugt wäre, dass eine WF sehr Vieles beeinflusst, wäre auch ich schon lange davongelaufen. Tu ich aber nicht. Aber der Versuch, sich die Infos aller Seiten zu geben, ist schon belastend.
Grüße Dorota

Wegen der Doppelbilder ich meinte jetzt nicht bewußt über Kreuz gucken, sondern wenn ich quasi einfach "lockerlasse" und mich nicht aufs Sehen konzentriere (manche nennen es "in die Schweiz gucken"), dann verdoppelt sich alles.

Dorota, mir fällt bei mir selber auf, dass ich im Nahbereich extreme Schwierigkeiten habe. Wieder. Vor der Prismenbrille hatte ich die auch schon. MIT nicht. Zugegeben. Jetzt wieder.

Auf eine OP zusteuern kann ich mit meinem Kind nicht. Nicht auf eine geplante OP. Das war schon mit den Polypen mehr als grenzwertig. Mein Kind tillt dann. Der ist durch seine Finger-OPs schon dermaßen negativ auf OPs zu sprechen, dass funzt nicht. Der hat wieder angefangen mit 10 Jahren nachts ins Bett zu pinkeln nur weil der Optiker erwähnte es könne auf eine OP hinauslaufen. Seit wir ihm diese Angst genommen haben ist das wieder weg. Er trägt ja im Moment noch Prismen, 4 Dpt. Mag sein, dass die Prismen vieles verbessert haben. Die Schrift war in jedem Fall besser. ABER die ist auch mit 8Dpt wieder schlechter geworden. Dann wären 12 gekommen usw. usw. Dann die erste OP, die zweite... dann vielleicht wie bei Kerstin es hätte eventuell nichts gebracht, weil er eben doch nicht wf sondern wie ich, Schieler ist.

LG
Marion

Liebe Dorota,
das mit der Verunsicherung unterschreib ich dir glatt, fühl mich auch total unsicher, wenn mich die AA lächelnd anschaut und ich ja noch weniger Ahnung davon hab als sie...
schön war auch der AA, den ich bei meiner Routine-Untersuchung - nach 18 Jahren war ich einfach auch mal Zwinkert - mal darauf ansprach, da er das Thema sogar ausführlich in einem dicken Ordner im Wartezimmer parat hatte (und ich hatte viel Zeit alle Fachgebiete durchzulesen, da ich 2 Stunden warten musste) - er meinte nur, dass ich mich damit abfinden sollte, dasss mein Kind Teilleistungsstörung hätte und einfach mehr über mit ihm sollte, jaja das hab ich echt gern gehört Zwinkert allerdings würde er gern bei meinem Sohn mal dannach schauen, dooferweise, war er inzwischen bei einer anderen Ärztin, aber auch diese will beim nächsten Termin nochmal dannach schauen... allein dieses Prozedere welchem AA vertrau ich mich an...
lg
Dani

Georg Scheuerer schrieb


die meisten können "Doppelbilder" zaubern, auch Winkelrechtsichtige. Das ist normal.
Nennt sich physiologische Diplopie.

interessant - ich hatte auch mal in meinem umfeld eine "spontanumfrage" gemacht, wer das hinkriegt. man kriegt ja mit ein paar gezielten fragen auch halbwegs raus, ob jemand ein oder zweiäugig sieht.

irgendwie hatte ich den eindruck, von den nicht einäugigen kennen die meisten das spielen mit den doppelbildern.

ich selbst konnte das um so besser, je länger ich die prismen hatte. aber - wenn ich 10 jahre zurückdenke habe ich auf der straße das linke auge zugekniffen, war ich erst mal kurz orientierungslos bis das rechte dann aufgewacht ist und dann eine bildqualität wie "verrauschtes analogfernsehen" lieferte. ich denke, wo keine 2 bilder sind, klappt das "ich verdopple dich" spiel nicht.

heute ist es so, dass die übernahme bei diesem test sehr viel geschmeidiger geht. eine vorliebe für links ist aber geblieben - rein optisch gesehen natürlich
Zwinkert

viele grüße,

michael

Sorry, dass ich dir widerspreche. Ich BIN einäugig und kann es auch. Ich kann mein zweites Auge dazuholen. Wenn ich zuerst das rechte Auge und dann das linke Auge zuhalte, dann sind die Gegenstände aber sowas von weit entfernt voneinander...

marie schrieb

Sorry, dass ich dir widerspreche

ein monolog wäre ja auch langweilig...

wie ist das bei dir dann? "materialisiert" sich das 2. bild einfach an irgendeiner stelle, oder "teilt" sich der fixierte gegenstand in zwei als würde man z.b. zwei übereinander gehaltene hände auseinanderbewegen?

Hallo Marion, ich habe lange überlegt, wie ich Dir antworten kann. Es ist die Frage, was schlimmer ist, - der Augenarzt, der aus Ignoranz oder Unwissenheit verhindert, dass ein Winkelfehlsichtiger Entlastung durch eine Prismenbrille erhält oder - der MKH-ler, der aus Ignoranz oder Unwissenheit einen von ANK Betroffenen in die Prismen oder zur OP treibt. Die Frage nach der Wahrscheinlichkeit stellt sich für den Betroffenen nicht, ihm wurde Schaden zugefügt! Insofern verstehe ich Deine Entscheidung, lieber nichts als das Falsche zu tun. Ich kann mir vorstellen, dass bei Dir mehrere „Schielvarianten“ zusammenkommen. Wichtig wäre es folglich, festzustellen, ob überhaupt oder wie (ggf. ohne Prismen) Dir geholfen werden könnte. Dazu brauchst Du aber Jemand, der oder die Deinen Fall objektiv beurteilen kann. Dazu wünsche ich Dir, dass es Dir gelingt, den Faden der Ariadne zu finden. Der Faden war die Idee von Daidalos, der deswegen im Labyrinth eingesperrt wurde und dem mit seinem Sohn Ikarus später der Flug aus dem Gefängnis gelang. Liebe Grüße AkkuStrabo

Nein, materialisieren tut sich mein zweites Bild eher nicht. Es ist, wenn es da ist irgendwie durchsichtiger und weiter weg als das "gute Bild". Wenn ich aber mit meinem schlechten Auge (Iriskolobom) schaue und das gute zuhalte, ist dieses Bild auch irgendwie "durchsichtiger" und weiter weg. Ich kann das Bild sogar kurzzeitig scharfstellen, es bleibt bloß nicht scharf. Wenn ich also plötzlich oder gewollt doppelt sehe, dann ist es, ein bißchen so, wie du es beschreibst. Ich hatte das mal mit einem Straßenschild, da glitt das eine zur Seite und es tauchte mit etwas Abstand ein zweites durchsicihtigeres Schild auf, das irgendwo schräg dahinter stand... blöd zu erklären.

Aber so war es auch bei meiner Lehrerverdoppelung immer. Der zweite war nie so scharf wie das Original.

Haltet ihr mich jetzt für völlig verrückt? Zwinkert

Nein Marion,
ich glaube, wie schon gesagt, dass bei Dir mehrere Schielvarianten vorliegen, zumindest manifester und latenter Strabismus, ggf. noch ANK. Den Effekt der "Durchsichtigkeit" produziert vielleicht ein Streulichteinfall an Deinem Iriskolobom?

Hmm, meine DB sind gleichscharf - und ich könnte nicht mal sagen, welches das Echte ist! Insofern denke ich auch, dass es sich bei Marion ggf. um einäugige DB handelt, vielleicht auch aufgrund des Iriskoloboms. Ich bin da aber nicht so bewandert....

LG
Kerstin

Hi zusammen,

also ich würde das mit den doppelbildern im "entspannten" zustand nicht zu hoch hängen. Zwinkert

Ich habe auch ein gefühl der entspannung (vorübergehend), wenn ich meine augen ein wenig schielen lasse. Aber der wert, der sich dann einstellt, ist fern ab von den werten, die ich in meiner brille brauche.

Ich stelle mir das in etwa so vor, dass die augen dann einfach aufgrund der tatsache entspannen, dass sie eine weile mal nicht arbeiten müssen, denn fokussieren ist mit doppelbildern ja ein wenig schwierig! Zwinkert

Sogar wenn ich meine brille eine weile abnehme (und ich habe einen großen astigmatismus, dazu weitsichtigkeit, WF und mikrostrabismus) fühlt sich das eine weile lang entspannend an. Aber nur eine weile. Vermutlich, weil ich dann eh so unscharf sehe, dass es auch hier die augen gar nicht erst versuchen zu fokussieren.

Deshalb würde ich der interpretation von solchen "effekten" nicht allzu viel wert beimessen.

LG
chris

kann ich bestätigen. man muss nur mal versuchen, diesen "entspannten" zustand für z.b. 15 sekunden zu halten. dann merkt man, dass das alles andere als entspannt ist.

das mit der durchsichtigkeit hätte ich in richtung stereogleichgewicht einsortiert.

viele grüße,

michael

Okay, im Selbstversuch getestet ich kann EWIG. Jedenfalls bedeutend mehr als 15 Sekunden in diesem "entspannten" Zustand bleiben.

Ist auch egal letztendlich. Jedenfalls habe ich in den letzten Tagen herausgefunden, dass wenn ich mich nicht anstrenge, dass sich z.B. die Buchstaben nach links oben hin verdoppeln. Also bei den kleinen Buchstaben sehe ich das nicht so deutlich. Aber ich habe das mit einer weißen Schrift auf blauem Grund genau beobachten können. Strenge ich mich an, läuft mein linkes Auge(leicht) nach innen, dann wird es scharf. Gucke ich einfach "entspannt", dann ist der Buchstabe nach links oben hin verdoppelt, aber der "verdoppelte" Buchstabe ist "durchsichtig".

So, also seit genau einem Monat habe ich die alten Gläser in meiner Brille drin. Ich habe mich da wieder voll dran gewöhnt.

Ich habe witzigerweise zwei Verbesserungen gegenüber den Prismengläsern bemerkt inzwischen Blicksprünge werfen mich mit dieser prismenlosen Brille nicht mehr aus dem Gleis. Wenn ich den Schulterblick beim Autofahren gemacht habe und wieder nach vorne schau, kann ich mich sofort orientieren. Mit den Prismengläsern ist mir dies sehr sehr schwer gefallen, so schwer, dass ich manchmal echt ein bißchen Angst hatte beim Fahren.

Zweitens ich habe mit meinen Exceltabellen keine so großen Probleme mehr die richtige Reihe zu finden. Dubios, oder? Irgendjemand im Forum hatte ja auf einen unerkannten Höhenfehler getippt. Warum habe ich diese Problem dann plötzlich ohne Prismen nimmer?

Mein Fazit bisher alles okay. Nicht besser und nicht schlechter als die letzten 10 Jahre jedenfalls.

LG
Marion

Hallo Marion,

Du hast hier mal geschrieben, Du bist Einäugig - das hat mich sehr verwundert....wie schnell man von "einäugig" spricht. Mit Prismenbrille hattest du jedenfalls ein beidäugiges Sehen (das anzuregen war ja auch der Zweck der Prismenbrille). Die Probleme damit hattest Du, weil Dein Gehirn das beidäugiges Sehen nicht so gut verarbeiten konnte.

Jetzt hast du Dein altes Sehen wieder und klar einäugig verrutscht Du nicht mehr in den Excel - Tabellen, einäugig hast Du nicht mehr die Mühe, die Bilder zusammenzuruckeln bei Blicksprüngen. Und die Höhe findet sich so natürlich auch nicht mehr.

Dein DB war deshalb immer fast durchsichtig, weil es wohl von dem nichtdominanten Auge kam, das kaum am Sehgeschehen teilnimmt.

Und wie Du am Erfahrungsbericht von Masuku lesen kannst, ist es manchmal besser, Menschen ihre "Einäugigkeit" zu belassen, anstatt auf Teufel komm raus ein Stereosehen anzuregen, das nachher nicht verarbeitet werden kann im Gehirn.

Warum hat man Dir zur Prismenbrille geraten? Wegen der Kopfschmerzen hin und wieder? Oder hat man gesehen, dass man bei Dir durchaus Binokularsehen zustande bringen kann mit Prismen und wollte dieses "wachkitzeln". Was mich wundert Du bist eindeutig Schieler, hat Dir das der Optikermeister nicht sagen können? Es ist halt immer schwierig, vorauszusehen, wohin die "Reise" gehen könnte....deshalb rate ich bei Schielern immer wieder zur Vorsicht.

LG
Kerstin

Ich bin nach wie vor offensichtlch "einäugig" und kann damit ganz gut leben, weil ich das ja schon seit vielen Jahren so habe. Der Ausflug ins räumliche Sehen war toll, aber nicht von Dauer und nicht auf Dauer haltbar.

Mein Großer trägt derzeit keine Brille, weil die schwächere, aber verträgliche Prismenbrille kaputt gegangen ist. Nachdem Dr. L ja auch höhere Werte drin sehen wollte und mein Sohn damit nicht einig war, haben wir ja die erste Prismenbrille benutzt. Kürzlich ist der Mittelsteg gebrochen (vor ca. 4 Wochen). Die Reparatur (Bestellung des Ersatzteils etc.) dauerte ca. 2 Wochen. Danach kam er auch nicht mehr mit der schwächeren Prismenbrille klar. Er hat dann beim Brilletragen rote Augen bekommen.

Da wir sehr unschlüssig waren wie wir weiter vorgehen sollten, haben wir uns dann entschlossen die Sehschule (Ortophtistin) bei unserer ehemaligen Augenärztin aufzusuchen. Dort war eine neue Orthoptistin, die mir von verschiedener Seite sehr empfohlen wurde. Sie war keineswegs gegen Prismenbrillen und sagte sie würden durchaus mit Optikern zusammenarbeiten und auch selber Prismenbrillen verordnen die dann auf Rezept erhältlich sind. Bei meinem Großen erkannte sie aber sofort einen kleinsten Schiel:wink:el. Auf Nachfrage Microstrabismus. Sie meinte, dass sie glücklcih drüber sei, dass er grad gar nicht so gut auf die Prismenbrille reagiere, da SIE sich nicht im klaren sei, ob das bei diesem Schiel:wink:el überhaupt der richtige Weg sei. SIE bat mich, es erst einmal ca. 8 Wochen OHNE Prismen (er trägt ohnehin schon seit 4 Wochen überhaupt keine Brille und war der Meinung auch keine mehr zu brauchen) versuchen zu dürfen. Wenn das Probleme bereitet wäre sie gerne dazu bereit in Zusammenarbeit mit Augenärztin und Optiker wieder über die Prismen nachzudenken. Mein Sohn meinte sofort nein, ich brauch GAR KEINE Brille mehr. Klar, 11 Jahre alt, Sportler... dann hat sie ihn lesen lassen und meinte dann schulterzuckend also ich sehe das nicht so.... Da er aber vieles ausgleichen kann, will sie jetzt doch noch einmal bei ihm tropfen. Mitte Juni wissen wir dann mehr. Ach ja, was ich noch vergaß sein räumliches sehen im Nahbereich sei eingeschränkt.

Der Kleine trug ja auch eine Prismenbrille. Bei ihm ist der Optiker ja aber irgenwie nicht so recht weitergekommen und auch Dr. L. meinte, dass die Prismen eher nicht das Problem sein dürften. Langer Rede kurzer Sinn in der Brille war ja so gut wie nix drin, daher versuchen wir es jetzt eben so lange bis der große seinen Termin bei der Orthoptistin hat wieder ganz ohne. Am ersten Tag hatte er Probleme, seine Augen würden brennen. Seither kamen aber keine weiteren Reklamationen seinerseits.

So, das war einmal mein Bericht, ich bin gespannt wie es jetzt weitergeht.

LG
Marion

Hallo Marion,

schön, von Dir zu lesen! Nun, endlich mal jemanden gefunden, der Mikrostrabismus diagnostizieren kann! Wusste ich es doch....

Weißt Du, je intelligenter die Kinder, desto besser gleichen Sie ihre Seh- und Hörverarbeitungsproblemchen selber aus. Geht halt auf Kosten der Konzentration (gegen Ende wird das Diktat schlechter) und viele sind dann auch zappelig. Lass Sohnemann mal so, wie er ist, und vielleicht findet sich ja noch was, wo er Latein lernen kann. Oder versuche es doch einfach mit dem Gymnasium! Ich ärgere mich heute, dass ich damals nicht auf meine innere Stimme gehört habe, als die Schulempfehlungen für meine Kids kamen.....

LG
Kerstin

Hallo Ihr,
ich hätte da noch eine Frage.
Microstrabismus gibt es doch nur bei Innenschielern?
Ich meine das hätte mir schon mal jemand gesagt. Das stimmt doch, oder?
Danke für die Antworten.

Grüßle SabiK

Hallo Kerstin,
Marcel wird jetzt aufs Gymnasium gehen. Alles andere wird sich finden. Bisher war es ja auch immer so, dass er gegen Ende des Diktates nachgelassen hat. Mit Prismen und ohne.

Wir werden einfach sehen. Ich mach mich im Moment nicht verrückt. Bei ihm läuft es jetzt grad aus in der Grundschule. So schön könnte es immer sein Zwinkert

Beim Kleinen wird es bedeutend schwerer. Der kämpft grad wieder extrem. Aber an den Augen scheint es ja nun doch nicht zu liegen. Am IQ liegt es ja definitiv nicht. Also müssen wir das auch so hinnehmen wie es ist. Leider war er ja dabei als wir das Gymnasium besiichtigt haben und er fand das dort total klasse und wäre am liebsten selber sofort dorthin gewechselt Zwinkert. Dabei sehe ich ihn eher so auf Haupt- oder wenn überhaut Realschule. Aber auch da werden wir sehen. Ich bin grad etwas entspannter drauf in dieser Sache. Grad bei ihm haben wir schon so viele Ansätze durch und nichts hat uns bisher richtig weitergebracht. Seinen Weg hat er trotzdem bislang irgendwie immer gemacht. Wir müssen einfach mal abwarten.

LG
Marion

SabiK schrieb

Microstrabismus gibt es doch nur bei Innenschielern?
Ich meine das hätte mir schon mal jemand gesagt. Das stimmt doch, oder?
Danke für die Antworten.

Grüßle SabiK

Huch, wer war das denn?!?!?! Mikrostrabismus heißt "Kleinstschielen" - und das geht in ALLE Richtungen. Ich habe es in zwei Richtungen....

LG
Kerstin

Hallo Kerstin
das mit der Feststellung das Microstrabismus nur bei Innenschielern vorkommt, behauptete der Optometrist der meinte , dass Tobias gar keine Prismen braucht, weil er so gut Kompensiert. Als ich ihn damals gefragt habe, ob Tobias vielleicht Microstrabismus hat, meinte er, das gäbe es nur bei Innenschielern und Tobias schielt ja nach aussen.

Grüßle Sabik

marie schrieb

Zweitens ich habe mit meinen Exceltabellen keine so großen Probleme mehr die richtige Reihe zu finden. Dubios, oder? Irgendjemand im Forum hatte ja auf einen unerkannten Höhenfehler getippt. Warum habe ich diese Problem dann plötzlich ohne Prismen nimmer?

Mein Fazit bisher alles okay. Nicht besser und nicht schlechter als die letzten 10 Jahre jedenfalls.

LG
Marion

Da mit prismatischer Korrektion Binokularsehen, ab eben kein optimales und schon gar nicht ein vollkorigierendes vorhanden war, gab es die Probleme mit Brille. Bei funktioneller Einäugigkeit ist sowas natürlich nicht da. Und wenn Sie sich so wohl fühlen, dann ist doch alles bestens. Nicht jedem sollte man Prismen auf Gedeih und Verderb "verordnen". Es ist immer noch ein großer Unterschied zwischem dem, was ich messe und auch, ob ich genau weiß, was ich da messe und der Umsetzung dann in die Brille bei bestehendem manifesten Strabismus (ständiges Schielen). Das sind zwei Paar Schuhe.

SabiK schrieb

Hallo Kerstin
das mit der Feststellung das Microstrabismus nur bei Innenschielern vorkommt, behauptete der Optometrist der meinte , dass Tobias gar keine Prismen braucht, weil er so gut Kompensiert. Als ich ihn damals gefragt habe, ob Tobias vielleicht Microstrabismus hat, meinte er, das gäbe es nur bei Innenschielern und Tobias schielt ja nach aussen.

Grüßle Sabik

Der Optometrist liegt verkehrt. Es gibt eine Definition nach Lang über eine Mikrotropia anomalis fusionalis. Da schielt ein Auge, Der Winkel ist unter 5 Grad und es besteht eine harmonisch anomale Korrespondenz. Das kann in Konvergenz sein, auch in Divergenz oder in der Vertikalen

Der Optometrist ist leider einer von der Sorte der irgendwie nicht versteht.

Gerade Kompensationen von Schiel:wink:eln können große Probleme bereiten. Vor allem wenn sie nach außen gehen und vielleicht auch noch intermittierend (zeitweise) sind.

Einen Mikrostrabismus gibt es auch nach außen.

Ich würde dem Herrn empfehlen noch mal die Schulbank zu drücken.

Hallo Agnes Maria,
zu diesem Herrn geh ich sowieso nicht mehr und eigentlich wäre ich nie dort hingegangen, weil er auch VT macht. Dieser Koopperrationslehrer der Sehbehindertenschule hat mich doch dort hingeschleift. Würde ich heute nie mehr tun, hat auch 80,- € gekostet. Würde grad für eine Tankfüllung reichen.

Tobias hat zwar immer noch große Schwierigkeiten in der Schule ( 3.Klasse), vor allem LRS und steht in fast allen Fächern auf 3-4 oder 4 trotz IQ von 108 außer im Sport und MNK, aber sein Schriftbild ist wirklich besser geworden, sein Schreibtempo hat sich gesteigert und seine Lehrerin meint, er sei jetzt richtig aufmerksam geworden.
Von dem Wunder der 0 Fehler Diktate und dem fehlerfreiem Abschreiben träumen wir jedoch nur, leider. Auch Mathe klappt nicht. Mal sehen ob sich bei der Wiederholung etwas tut.
Er geht ja jetzt zusätzlich in ein Institut für LRS.

Grüßle SabiK

Was mich ein wenig umtreibt Mein Großer trägt ja nun seit einigen Wochen gar keine Brille mehr (vorübergehend, da die Brille ja kaputt ist). In dieser Zeit gab es drei Übungsdiktate. Ungeübte, kein einziges Wort geübt, ein Text, der nie gelesen worden ist. Anfangs dachte ich ja Zufall, aber jetzt komme ich grad ins Zweifeln. Grund das Kind hat ja im Diktat oftmals 10 Fehler aufwärts gemacht. Und grad im letzten Drittel des Diktats immer die vollen Böcke reingehauen. Und nun? Drei Übungsdiktate mit jeweils 1 Fehler. Zweimal dass mit nur einem s geschrieben nach dem Komma, der andere Fehler war Beeren das war ursprünglich richtig, er hat es nur verschlimmbessert, weil ihm meine schlaue Rede eingefallen ist vonwegen bei Buchstabenverdoppelung spricht man den Buchstaben kürzer (beispiel tt wir stritten). Upss, also kann Beeren nicht mit zwei e geschrieben werden, also Beren. Sieht doof aus und das e ist zu kurz gesprochen gegenüber dem r, also verdoppeln wir halt das r... Berren. *g*....

Was passiert hier? Die Orthoptistin hat letztes Mal ja festgestellt, dass sein räumliches sehen in der Nähe eingeschränkt sei. Darf ich jetzt mal blöd schlussfolgern, dass das Kind sich leichter tut ohne Brille in der Nähe, weil es dann gar nicht RÄUMLICH sieht...? Dann sind plötzlich alle Buchstaben da wo sie hingehören? Ich weiß es nicht. Vielleicht doch bloß alles Zufall?

LG
Marion *grad arg am hin- und herdenken*

Hallo Marie,

Du kannst davon ausgehen, dass die Brille eine halbrichtige Korrektion war, und damit unverträglich. Oder aber sie war völlig falsch.

Aber auch Deine sonstige Vermutung ist richtig ohne Stereosehen (bzw. mit nur sehr eingeschränktem) hat er die Probleme nicht, die einer mit Stereosehen, aber unkorrigierter oder falsch korrigierter WF (oder auch Schielen) hat. Bei manchen ist plötzlich Höhe in den Gläsern (auch in der Einarbeitung werden viele Fehler gemacht), die da nicht hingehört und zum Zeilenverrutschen und Buchstaben- und Zeilenverdoppeln führt. Wenn die Basis innen bzw. außen nicht stimmt, führt auch das zu massiven Problemen, weil die Buchstaben wackeln oder sich verdoppeln.

LG
Kerstin

Und noch ein Nachtrag;

Mal abgesehen von den Prismen - jede Brille kann zu solchen Problemen führen, wenn sie entweder nicht richtig ausgemessen ist (vor allem an den Asti denken!!!) oder aber die Gläser von schlechter Qualität oder nicht zentriert eingearbeitet sind. Viele Probleme bereiten auch Kinderbrillen, die nicht richtig sitzen!!!!! Vor allem, die, die einseitig schief auf der Nase hängen, oder aber wo das Kind entweder unten durch oder oben drüber guckt, und damit Versatz produziert.

LG
Kerstin

Ach Kerstin, deine Antwort machts mir ned wirklich einfacher. Das Kind soll ja eine neue Brille bekommen. Ohne Prismen allerdings. Er scheint geringfügig weitsichtig zu sein, die Orthoptistin meinte ihm würde eher die Hornhautverkrümmung Schwierigkeiten bereiten in der Ferne (Tafel) richtig zu lesen und daher kämen dann auch die roten Augen, die wir allerdings in den letzten Wcohen überhaupt nicht mehr hatten *seufz*... die hatte er damals, vor drei Jahren, vor der ersten Brille. Ich bin grad am verzweifeln so ein bisschen. Weil es sieht verdammt gut aus, was er in seinen Heften fabriziert und das ganz OHNE Brille. Außerdem LIEST er auf einmal auch GANZ ohne Brille. Als er bei der Orthoptistin allerdings die Zahlen vorlesen sollte, meinte sie zu mir Sie werden mir ja wohl zustimmen, so kann man das nicht lassen... Kerstin, ich bin grad ein bisschen verzweifelt, weil ich nicht weiß was gut und was richtig ist. Seine Blicksprünge hat sie ebenfalls beobachtet, war aber der Ansicht, dass diese alleine die Prismenbrille nicht rechtfertigen und brachte das eher mit dem Micorschielen in Verbindung, weil er dann wohl plötzlich doppelt sieht an bestimmten Stellen. (Oder habe ich das auch wieder falsch verstanden - boah, manchmal denke ich, ich sollte solche Gespräche aufnehmen können um in Ruhe dann nochmal nachhören zu können, ob ich alles verstanden habe...).

Helft mir was tun????

LG
Marion

Hallo Marie,

erstmal ist das doch gut wenn das in den Heften gut aussieht und er liest. Egal ob mit oder ohne Lächelt

Mit der Brille wo der Asti. und Hyperopie korrigiert wird - machst Du sicher nichts falsch! Die Gläser sind auch günstig zu haben - das würde ich mal machen. Im schlimmsten Fall bringt es nichts und Du hast ein paar Euro ausgegeben (man kann die Gläser evtl. ja in die vorhandene Brille machen).

viele Grüße
Georg

Wieso mach ich da nichts falsch? Kann ich da nichts falsch machen? Sorry, ich bin da totaler Laie, ich habe keine Ahnung warum das nicht wieder die selben Problem machen kann.

Bedenke er hatte früher auch schon eine Brille, OHNE Prismen, und auch eher eine Rechtschreibeproblematik. Jetzt ganz OHNE sieht es gut aus. Kann es sein, dass er in der NÄHE keine Brille bräuchte oder diese sogar noch hinderlich ist?

Ach und naja, die Brille Nö, das geht nun auf keinen Fall mehr. Erstens ist sie größenmäßig echt am Limit und zweitens durch die Reparatur hat sie auch Farbe gelassen (wurde ja geschweißt), die sieht nicht mehr so richtig klasse aus. Damit machen wir uns keine Freude (weil dann kann es ja sein, wenn er die gut verträgt und weiternutzen würde, dass dann nochmal die selben Gläser in einem anderen Gestell fällig werden...)

LG
Marion

Hallo Marion,

wenn er Mikrostrabismus hat, hat die O. völlig recht. Du weißt ja, ich habe auch einen solchen. Ohne Brille habe ich auch diese Sprünge, vor allem beim Zeilenwechsel Probleme. Ich habe einen schrägen Asti, der wohl das Gros meiner Probleme ausmacht. Ich trage jetzt eine ganz normale Brille mit ein wenig Plus und einem super auskorrigierten Zylinder und Achse. Damit sehe ich sogar räumlicher! Ich sehe entspannt und ruhig.

Dein Sohn hat derzeit evtl. eine ruhige Entwicklungsphase und kann gut kompensieren, daher kommt er ohne Brille gut klar. oder aber die letzte Brille war so ein Stress, dass ohne Brille für ihn allemal besser ist, als mit und er sich einfach viel Mühe gibt, um nicht wieder eine Brille tragen zu müssen! Kinder sind kleine Meister und Künstler in manchen Dingen....und ihre Seele sehr sensibel.

Lass die Brille anfertigen, und dann werdet ihr sehen. Was sollen denn für Werte rein? Weißt du es?

LG
Kerstin

Hi Marion,

Kann ich da nichts falsch machen?

in dem Fall nicht - warum soll schärfer sehen ein Nachteil sein Zwinkert
Wir können natürlich nicht garantieren ob die Brille einen positiven Effekt mit sich bringt (versch. Faktoren, z.B. stimmen die Werte? -> aber davon gehe ich jetzt mal aus)
Solange er Null Probleme hat und es so gut läuft würde ich auch mal die Finger von der Prismenbrille lassen.

Ich gebe Kerstin absolut recht....

liebe Grüße
Georg

Nein, die Werte kenne ich noch nicht. Wir müssen erstmal zum Tropfen zum Augenarzt, weil er anscheinend zu gut kompensiert. Wir werden sehen... Ich glaub am Mittwoch ist der Termin.

Und übrigens er hat eine EINS im Diktat geschrieben. Seinem Lehrer hat es fast den Boden unter den Füßen gekostet, der ist voll vom Glauben abgekommen seither... ich fasse es auch kaum. Klar, wir hatten schonmal eine eins im Diktat, aber das ist schon ziemlich lange her. Und seither waren wir zufrieden wenn da eine DREI vor dem Komma war und die Fehlerzahl im einstelligen Bereich geblieben ist.

LG
Marion

da kann man Gratulieren Lächelt
mal sehen was beim Doc rauskommt

viele Grüße
Georg

SabiK schrieb

Hallo Agnes Maria,
zu diesem Herrn geh ich sowieso nicht mehr und eigentlich wäre ich nie dort hingegangen, weil er auch VT macht. Dieser Koopperrationslehrer der Sehbehindertenschule hat mich doch dort hingeschleift. Würde ich heute nie mehr tun, hat auch 80,- € gekostet. Würde grad für eine Tankfüllung reichen.

Grüßle SabiK

Das würde ich an Ihrer Stelle auch nicht mehr tun. Bekomme gerade wieder vermehrt liebe Kinderlein geschickt, seit 3-4 Jahren Visualtraining, wir verraten nicht wo und was das den Eltern gekostet hat, und ich soll, da ja die weiterführende Schule ansteht, mal in knapp 6 Wochen Wunder vollbringen und bitte zum Kassentarif.

Da sind haarsträubende Sachen drunter und je känger ich an so was denken muss um so wütender werde ich....

marie schrieb

. Und seither waren wir zufrieden wenn da eine DREI vor dem Komma war und die Fehlerzahl im einstelligen Bereich geblieben ist.

LG
Marion

So weit ich mich erinnern kann hat Ihr Kind doch einen Mikrostrabismus. Wenn mit Brille oder Prismenbrille ein schlechteres Schulresultat herauskommt, dann hat keine Brille wirklich gestimmt. Mit Strabismus sollte immer die Ametropie mitkorrigiert werden und dann das optimalste an Binokularsehen herausgeholt werden. Das ist hier, nach meiner Ansicht, schief gelaufen. Und ob nun ohne Prismenkorrektion wirklich das bessere Sehen durch eine monokulare, da nur einäugige Sehweise, dem binokularen Sehen der Vorrang gegeben werden soll? Ich würde da anders rangehen.

Immer wenn ich so was hier lesen muss, da frage ich mich schon ob die Optometristen mit ihrer "Nur MKH-Erfahrung" das Pferd nicht von hinten aufzäumen wollen, statt es mal von vorne zu wagen. Dass das schief geht, lesen wir mal wieder in diesem Erfahrungsbericht und es ist ja nicht der erste in diesem Forum, der so was aussagt.

Hallo Ihr,

nun bin ich schlauer. Marcel hatte in seiner 1. Prismenbrille folgende Werte

15.08.2007 R +0,25 sph 0,50 cyl A 90 Pr 1,67 B 153
L +0,00 sph 1,00 cyl A 90 Pr 1,80 B 326

in der zweiten die er nicht akzeptiert hat

16.10.2007 R +0,00 sph 0,50 cyl A 90 Pr 3,78 B 172
L +0,25 sph 1,00 cyl A 90 Pr 3,81 B 349

Diese erste Prismenbrille trug er bis vor ein paar Wochen seither ist er ganz ohne.

Davor waren diese Werte in seiner Brille

R +0,25 sph 0,50 cyl A weiß ich grad nimmer
L identische Werte

Jetzt neu

R +0,5sph -0,75cy 176A
L +0,5 sph -1,25cyl 176 A

Ich blick das leider nicht ganz wie das mit der Achse funktioniert und warum die einmal in Minus ausgewiesen wird und einmal nicht. Das muss man doch irgendwie von irgendwas abziehen, oder?

Jedenfalls war klare Ansage des AA und auch des neuen (alten) AO, dass ohne diese Brille die Sehleistung ca. um 50% schlechter sein müsste.

LG
Marion

Hallo Marion,

zur besseren Vergleichbarkeit die Werte umgerechnet in Minuszylinder

1. Prismenbrille 15.08.2007
R 0,75 -0,50 180
L 1,00 -1,00 180

2. Prismenbrille 16.10.2007
R 0,50 -0,50 180
L 1,25 -1,00 180

3. Jetzt neu
R 0,50 -0,75 176
L 0,50 -1,25 176

In den Hauptschnitten ergeben sich damit folgende Unterschiede
1. zu 3. Brille
R -0,25 -0,50
L -0,50 -0,75
2. zu 3. Brille
R 0,00 -0,25
L -0,75 -1,00

Das sind schon gravierende Unterschiede, dann ist auch erklärbar, warum die zweite Brille unverträglicher war, weil deren Abweichungen in den Hauptschnitten doppelt so stark streuten. Zwischen erster und zweiter Brille waren dabei scheinbar nur geringe Unterschiede von sphärisch jeweils "nur" 0,25 , ja so kann man sich täuschen. Sind die erste und zweite Brille bei dem selben Optiker D. in A. gemacht? Ohne ordentliche monokulare Refraktion ist halt jede Prismenbrille sinnlos.

Ja, beide Prismenbrillen beim selben Optiker.

Wir hätten heute seine Brille abholen sollen und ich habe es einfach vergessen... *schähm*...

...ist mir auch schon passiert..... Errötet Aber den einen Tag wird er auch noch überleben, oder?!?!

LG
Kerstin

Klar überlebt er es. Ich denke wenn es nach ihm ginge, dann würde er es auch noch länger überleben... Aber peinlich ist es mir schon.

marie schrieb

So, also seit genau einem Monat habe ich die alten Gläser in meiner Brille drin. Ich habe mich da wieder voll dran gewöhnt.

Ich habe witzigerweise zwei Verbesserungen gegenüber den Prismengläsern bemerkt inzwischen Blicksprünge werfen mich mit dieser prismenlosen Brille nicht mehr aus dem Gleis. Wenn ich den Schulterblick beim Autofahren gemacht habe und wieder nach vorne schau, kann ich mich sofort orientieren. Mit den Prismengläsern ist mir dies sehr sehr schwer gefallen, so schwer, dass ich manchmal echt ein bißchen Angst hatte beim Fahren.

Zweitens ich habe mit meinen Exceltabellen keine so großen Probleme mehr die richtige Reihe zu finden. Dubios, oder? Irgendjemand im Forum hatte ja auf einen unerkannten Höhenfehler getippt. Warum habe ich diese Problem dann plötzlich ohne Prismen nimmer?

Mein Fazit bisher alles okay. Nicht besser und nicht schlechter als die letzten 10 Jahre jedenfalls.

Hallo zusammen

oftmals ist es einfach so, dass gerade zum ende der Korrektion als i-tuepfelchen noch ein schoener heohenfehler zu messen ist, den man die ganze korrektion vor sich herschiebt aber nicht zu fassen bekommt. sich meiistens nicht zeigt, sber zu erahnen ist.
paradebeispiel meine frau am ende der fahnenstange, nach 65 pdpt eso zeigt sich ne hoehe von 2,5 pdpt und entspannt die ganze messung. diese 2,5 pdpt war der visuelle riegel zum guten sehen. nach der 2. op in berlin ist garnix mehr zu sehen.

soviel zum hoehenfehler. ich bin mir sicher, dass dieser im gewand meiner frau auch bei dir besteht.
die exeltabelle siehst du ohne prismen deshalb nicht doppelt, weil ein auge abschaltet.

marie, ich kann deine enttaeuschung verstehen, wenn du annimmst, dass bei einer aufgebauten wf-korektion sofort was passieren muss und dann alle brocken hinwirfst und es ist nicht das eingetreten, was du dir erhofft hast.
der weg zum ziel kann steinig sein, aber auf halben wegen sind ziele schlecht zu erkennen.

gruss burkhard

gruss burkhard

schon allein wegen deines koloboms wird bei dir immer eine insuffizienz im sehen vorhanden sein, die nicht optimal zu korrigieren ist.
dein augenoptiker hats zumindest probiert. das sei anzuerkennen.

Hallo Ihr,
mit meinem Großen war ich also gestern wieder in der Sehschule bei der Optometristin. Sie war total erfreut und meinte mit der Brille und dem korrigierten Astigmatismus hätte er jetzt doch wieder räumliches Sehvermögen, das er am Ende mit der Prismenbrille definitiv nicht mehr hatte. Sie erklärte mir auch noch einmal, dass man bei einem Kleinst:wink:elschielen wie bei Marcel die Finger von den Prismen lassen sollte. Das würde sich zwar am Anfang super toll anfühlen, die Sache sei aber niemals zu einem Ende zu bringen, man könne die Prismen beliebig hoch treiben, auf Grund des Microstrabismus würde man nie zu einem befriedigenden Ergebnis kommen und in seinem Fall war es offensichtlich sogar so, dass dieses Auge einfach abgeschaltet hat. Dank der neuen Brille ist es jetzt aber wieder mit an Bord, so dass er jetzt mit dieser neuen Brille endlich rundum zufrieden ist. Er hatte jezt aber irgendwie Angst die Brille zum Sport abzusetzen. Sie erklärte ihm dann aber, dass da nix passieren würde wenn er die Brille mal ein oder zwei Stunden nicht tragen würde.

Also ich denke es gibt offensichtlich die Leute die Microstrabismus auf Anhieb erkennen und die in Folge dessen mit Prismen vorsichtig sind. Sie klang ehrlich als sie sagte, dass sie sehr froh sei, dass das mit der neuen Brille jetzt so gut klappen würde, sie hätte nämlich echt Bauchweh dabei gehabt ihm wieder Prsimen zu geben.

Vielleicht sollte das auch denen zu denken geben, die die MKH für absolut halten und anderes übersehen oder zwar sehen, es aber bewußt oder unbewußt ignorieren.

LG
Marion

Hallo Marion,

gute Optometristin gefunden! Bleib ihr treu, sie hat Recht in allem, was sie sagt!

Liebe Grüße
Kerstin

Hallo liebe Kerstin,

das werde ich auch. Das kannst du mir glauben.

Das beste aber ist, dass sie wohl auch die Augenärzte in der Praxis voll in ihrer Hand hat. Sie sagt, was richtig ist und die Augenärzte zeichnen das ab Zwinkert.

Der eine meinte, dass man beim Kleinen (Yannick) die Brille lassen soll. Sie meinte nein, definitiv NICHT. Er wird eh noch frühzeitig genug eine Brille brauchen da er kurzsichtig werden wird. Solange seine Augen das jetzt noch so schaffen, soll er keine Brille tragen und beim Optiker war ja auch nie ein befriedigendes Ergebnis mit der Brille rausgekommen. Sein Schielen, das ich ab und zu beobachte hat sie als einzige erkannt und auch nicht abgetan. Was in diesen Momenten allerdings passiert ist ihr (noch) nicth klar. Aber bei ihm ist manches anders als bei anderen. Er war ein Frühchen und manches ist einfach wohl daraufhin zurückzuführen. Und man hilft ihm hier mit einer Brille auch nicht wirklich weiter. Das sind genau diese Dinge, die auch zu gewissen Aussetzern bei ihm führen die mir auch keiner erklären kann. Die haben zwar abgenommen, aber ab und zu treten sie schon noch auf. Er hat für gewisse Anlässe z.B. kein Reportoire um zu handeln. Beispiel Reißverschluss der Hose kaputt. Er sitzt vor dem Schrank und heult statt zu kommen oder statt sich eine andere zu holen. Als er noch kleiner war hat er da manchmal auch komplett ausgeschaltet und war nicht mehr ansprechbar. Und vermutlich ist auch dieses Schielen da mit einzordnen. bevor mir jetzt aber jemand mit WachEEG kommt, die haben wir zur Genüge hinter uns und nix gefunden Zwinkert

LG
Marion

Liebe Marion,

bei Frühchen ist sowieso vieles anders...nicht wahr?! Mein Sohn ist in ähnlichen Situationen genauso hilflos. Seine Orientierung ist z. b. grottenschlecht. Wenn dann Stress und Angst dazu kommt, setzen alle Kompensationsmechanismen aus, und von der bescheinigten hohen Intelligenz scheint nicht viel übrig zu sein Teuflisch Dass diese Kinder, vor allem die Jungs, einfach nur viel Liebe, Zutrauen und Urvertrauen brauchen, das wissen wir Mütter instinktiv wohl am Besten. Mit Druck und Gewalt wird man bei denen nie was erreichen. Militärischer Drill würde sie wohl eher brechen, statt hart machen. Verpütschern darf man sie aber auch nicht, sondern muss ihnen einen sehr konsequenten und geregelten Rahmen stecken, in dem sie sich sicher bewegen können.

LG
Kerstin

Hallo liebe Kerstin!
Ja, da hast du recht. Weißt du, wenn ich manchmal denke, was der mit seinen 8 Jahren schon für komplizierte Revellbausätze (Eisenbahn Bigboy) hinkriegt. Alleine durch lesen und verstehen der Anleitung. Das kann der andere mit bald 11 noch nicht. Das ist wieder die positive Seite, die aber z.B ein Lehrer nie wahrnimmt. Die machen immer nur am Tempo rum. Hier zu langsam, dort zu langsam. Der beste Ratschlag war ihn die zweite Klasse wiederholen zu lassen, weil er vielleicht das Tempo der dritten nicht schaffen wird Juhu Quasi präventiv... dabei hat man oft das Gefühl er langweilt sich ohnehin schon. Und wenn er mit diesem ganzen Quatsch jetzt noch ein Jahr lang konfrontiert wird... nicht auszudenken. Am schlimmsten sind diese wunderbaren Sachen wie Arbeitsblatt ausmalen. Da werden irgendwelche Sachen abgefragt wie Silbentrennung und niemand honoriert, dass er das PERFEKT erledigt hat, weil er sich weigert die vielen Bildchen anzumalen, was dann gleich ein Drama auslöst... Und zur Krönung darf er es dann mit einem Vermerk nach Hause bringen, dass ich gefälligst dafür zu sorgen habe, dass er es anmalt. Ganz ehrlich... manchmal habe ich mich hingesetzt und das angemalt, weil es mir an Einsehen gefehlt hat ihn so zu quälen. Im Klavier ist das jetzt z.B. so, dass ich wohl gemerkt habe, dass er immer weniger übt und irgendwie keinen Bock mehr hat. Dann hat mich die Klavierlehrerin angerufen und gemeint, man müsse die beiden Jungs die zusammen Unterricht haben trennen. Der eine sei zwar gut, aber egal was er tut, Yannick ist immer besser. Damit hat der andere komplett die Lust verloren und der meinige gleich mit. Er mußte die Sachen unnötig lange spielen und sowas verleitet es ihm ja sowieso. Er hat sich schon früh schwierige Sachen selber beigebracht und unglaublich viel geübt und Energie reingesteckt. Aber wenn er das kann, dann will er weiter. Und in der Schule raffen sie das einfach nicht. Wunderbar, dass die Musikschule pädagogisch wohl etwas weiter ist...

Sorry, jetzt bin ich voll am Thema vorbei Zwinkert

Lg
Marion

Liebe Marion,

na, dann wissen wir ja, was für ein Kind du hast.... Zwinkert

hihi, das mit den Bildchen ausmalen kommt mir sooo bekannt vor!!!! Ich hab die Dinger auch für ihn ausgemalt. Der hat seit der 2. KLasse stets im Zeugnis als Negativbewertung, dass er Arbeitsaufträge abwandelt und nicht wartet, bis er aufgerufen wird - die Noten gingen entsprechend grundsätzlich eins nach unten. Dass ich mittlerweile einen 14jährigen habe, der keinen Bock mehr auf Schule hat, brauch ich wohl nicht groß zu erwähnen. Und wenn er so weiter macht, bleibt er sitzen Juhu

Deutsches Schulsystem, Du bis sooooo blöd.....was machst Du nur mit Deinen Denkern.......

und zuletzt noch das diesjährige Zeugnis (mal ein dezentes Lob, weil ich der Direktorin das psychologische Gutachten um die Ohren gehauen habe) "Hin und wieder musste L. auf die Gesprächsregeln im KLassenplenum hingewiesen werden. Dennoch half er oft der Klasse mit weiterführenden Unterrichtsbeiträgen."

So, nun aber genug off topic - ich entschuldige mich an dieser Stelle schon mal Pfeift unschuldig

LG
Kerstin, die die Schulferien noch mehr genießt, als die Kinder!!!!!!!!!!!

marie schrieb

Hallo Ihr,
mit meinem Großen war ich also gestern wieder in der Sehschule bei der Optometristin. Sie war total erfreut und meinte mit der Brille und dem korrigierten Astigmatismus hätte er jetzt doch wieder räumliches Sehvermögen, das er am Ende mit der Prismenbrille definitiv nicht mehr hatte.

Aber mit der ersten Prismenbrille hatte er das?


Sie erklärte mir auch noch einmal, dass man bei einem Kleinst:wink:elschielen wie bei Marcel die Finger von den Prismen lassen sollte. Das würde sich zwar am Anfang super toll anfühlen, die Sache sei aber niemals zu einem Ende zu bringen, man könne die Prismen beliebig hoch treiben, auf Grund des Microstrabismus würde man nie zu einem befriedigenden Ergebnis kommen und in seinem Fall war es offensichtlich sogar so, dass dieses Auge einfach abgeschaltet hat.

Nein, so würde ich das nicht stehen lassen. Auch bei Mikrotropien, da hier auch binokular gesehen werden kann, kann es zu asthenopischen Beschwerden kommen. Und da können Prismen sehr wohl hilfreich sein. Auch kann man mit dem "Übereinanderlegen" der Bilder beider Augen sogar ein besseres Fusions- oder Stereosehen erreichen. Alles schon vorgekommen. Den Anomalie:wink:el im Gehirn, den kann man mit Prismen nicht korrigieren. Da hat die Orthoptistin recht. Wenn man nicht weiß, wie man Prismen bei Strabismus geben kann und soll, dann muss man die Finger davon lassen. Sonst dekompensiert man die Winkel. Wenn jedoch im manifesten Strabismus die heterophore Komponente sehr groß ist und diese massive Beschwerden verursacht bis hin zu dauernden Kopfschmerzen oder Doppelbildern oder man kann dadurch überhaupt nicht Lesen, dann muss ein Prismenaufbau versucht werden mit der Konsequenz einer OP.

Das hängt immer von jeweiligen Befund ab. Pauschale Urteile, wie Prismen beliebig hoch etc., sind vollkommen verkehrt.


Also ich denke es gibt offensichtlich die Leute die Microstrabismus auf Anhieb erkennen und die in Folge dessen mit Prismen vorsichtig sind. Sie klang ehrlich als sie sagte, dass sie sehr froh sei, dass das mit der neuen Brille jetzt so gut klappen würde, sie hätte nämlich echt Bauchweh dabei gehabt ihm wieder Prsimen zu geben.

Es gibt Menschen die können einen Mikrostrabismus auf Anhieb erkennen und es gibt welche, die zwar darin ausgebildet sind, es aber nie beherrschen werden.
Wenn die Orthoptistin "Bauchschmerzen" hat bei Prismenversorgungen, dann schließe ich für mich daraus, dass sie da nicht viel Ahnung haben kann. Aber wer hat das schon.


Vielleicht sollte das auch denen zu denken geben, die die MKH für absolut halten und anderes übersehen oder zwar sehen, es aber bewußt oder unbewußt ignorieren.

LG
Marion

MKH ist schon eine feine Sache. Aber man muss auch andere Untersuchungsmethoden kennen, denn MKH reicht allein nicht aus und man muss die Befunde auch entsprechend interpretieren können um danach das therapeutische Konzept umzusetzen. Wer dazu nicht in der Lage ist, sollte es wirklich lassen. Da kann man mehr kaputt machen, als wirklich zu helfen.

Hallo liebe AgnesMaria,

nein, ich kann leider nicht ausschließen, dass er mit der ersten Prismenbrille schon kein räumliches Sehvermögen mehr hatte. Es wäre ja auch durchaus möglich, dass er besser lesen konnte, weil er eben plötzlich nur noch mit einem Auge gesehen hat im Nahbereich und so keine störenden Überlagerungen von Bildern hatte. Ich weiß es nicht und es ist schlicht und ergreifend nicht nachvollziehbar.

Inzwischen hat die Orthoptistin ihm ja den Astigmatismus korrigiert, den bisher noch keiner korrigiert hatte und das alleine ist wohl schon richtig klasse. Dadurch dass er davor mehrere Wochen ganz ohne Brille war, war für ihn die neue Brille jetzt richtig klasse. Zunächst war er sehr skeptisch und wollte nie mehr eine Brille aufziehen. Die Brille scheint im Moment jedenfalls zu passen und im Nahbereich sieht er auch wieder räumlich. Nicht nur den Stereotest sondern auch diesen anderen Test mit diesen Klingelknöpfen hat er astrein hinbekommen war vor 8 Wochen gar nicht ging.

Hm... ich kann mir jetzt nicht anmassen zu sagen, sie versteht nichts von Prismen. Sie hat jedenfalls gecovert und sie hat auch nach MKH gemessen.

Vielleicht habe ich auch falsch wiedergegeben was sie meinte. Ich habe sie jedenfalls so verstanden, als dass das Gehirn diesen Anomalie:wink:el jederzeit wieder einstellt und dass es daher so ist, dass man die Prismen weiter hoch treiben kann und noch höher und dass das Gehirn trotzdem diesen Fehl:wink:el wieder einstellt und dass es daher sehr schwierig würde. Sie meinte man KÖNNE schon Prismen geben, aber sie hätte da eben Bauchweh dabei. Wenn das jetzt ohne Prismen nichts gewesen wäre, dann hätte sie wohl (so habe ich sie verstanden) mit Prismen wieder angefangen. Das allerdings wollte Marcel nicht mehr. Er ist immerhin fast 11 und kann schon sehr deutlich zum Ausdruck bringen was er will und was nicht.

Die Beschwerden sind bei meinen beiden Kindern echt ähnlich gelagert sie treffen die Linie beim Schreiben nicht, beides Grenzgänger in Sachen LRS und beide tun sich im freien Lesen sehr schwer. Der kleine in allem weniger als der Große. Der kleine jedoch hat seine anderen Einschränkungen eben auch mitzutragen und das ist u.a. eben die zu frühe Geburt (7 Wochen zu früh). Der Große, Marcel, ist ansonsten körperlich eigentlich eher eingeschränkt als der Kleine. Er sieht schlechter, er hatte unterschiedlich lange Beine und Sichelgang, trug lange Antivarusschuhe etc. Dann noch dieser Unfall mit den beiden abgetrennten Fingern. Er hat irgendwie jetzt die Nase voll von Experimenten. Und ich irgendwie auch....

Mag einfach sein, dass ich aufgegeben habe oder den Weg des geringsten Widerstandes gewählt habe. Aber ich bin grad einfach dahin gekommen, dass ich sage, dass eben jedes meiner Kinder mit seinen Einschränkungen irgendwie leben muss.

LG
Marion

marie schrieb


nein, ich kann leider nicht ausschließen, dass er mit der ersten Prismenbrille schon kein räumliches Sehvermögen mehr hatte. Es wäre ja auch durchaus möglich, dass er besser lesen konnte, weil er eben plötzlich nur noch mit einem Auge gesehen hat im Nahbereich und so keine störenden Überlagerungen von Bildern hatte. Ich weiß es nicht und es ist schlicht und ergreifend nicht nachvollziehbar.

Meine ich jedenfalls auch, nach Ihren Schilderungen hier. Aber im Gegenteil von Ihnen denke ich, er hat binokular gesehen. Sonst hätte er kein Stereosehen in der Nähe gehabt und hätte es heute auch nicht. Man kann ganz schnell mit Prismen so was zerstören, vor allem, wenn es ein Mikrostrabismus ist.


Inzwischen hat die Orthoptistin ihm ja den Astigmatismus korrigiert, den bisher noch keiner korrigiert hatte und das alleine ist wohl schon richtig klasse.

Wenn das noch keiner hinbekommen hat, ist das eher eine Entwicklungssache. Astigmatismen, wenn congenital, übersieht man nicht einfach per se...


Hm... ich kann mir jetzt nicht anmassen zu sagen, sie versteht nichts von Prismen. Sie hat jedenfalls gecovert und sie hat auch nach MKH gemessen.

Wenn sie MKH könnte, würde sie nicht solche Aussagen treffen. Ich jedenfalls kenne zur Zeit keine einzige Orthoptistin die das aus dem Effeff könnte. Aber auch hier lasse ich mich gern belehren. Wäre zu schön.


, als dass das Gehirn diesen Anomalie:wink:el jederzeit wieder einstellt und dass es daher so ist, dass man die Prismen weiter hoch treiben kann und noch höher und dass das Gehirn trotzdem diesen Fehl:wink:el wieder einstellt und dass es daher sehr schwierig würde.

Mehr oder weniger falsch. Hatte ich mir doch gedacht. Der Anomalie:wink:el ist immer konstant. Die phore Komponente schwankt. Die kann man wirklich hoch treiben wenn man keine Ahnung hat.


Mag einfach sein, dass ich aufgegeben habe oder den Weg des geringsten Widerstandes gewählt habe. Aber ich bin grad einfach dahin gekommen, dass ich sage, dass eben jedes meiner Kinder mit seinen Einschränkungen irgendwie leben muss.

LG Marion

Muss man nicht. Aber sie sind anscheinend nie an den richtigen Therapeuten gelangt, was mir leid tut. Experimente sollte man nicht über sich ergehen lassen. Es ist als Laie wirklich schwierig, ja fast unmöglich, zu entscheiden, wer kompentent ist und wer nicht.

Danke Agnes Maria, ich denke das waren die richtigen Worte es IST als Laie schwierig und man sollte nicht an den Kindern herumexperimentieren lassen.

Vielen DANK für die lieben Worte
Marion

marie schrieb

Danke Agnes Maria, ich denke das waren die richtigen Worte es IST als Laie schwierig und man sollte nicht an den Kindern herumexperimentieren lassen.

Vielen DANK für die lieben Worte
Marion

Absolut richtig. Ich hoffe, dass Ihr Sohn die jetzige Brille wenigstens ständig trägt. Das ist immer noch besser als keine.

Ich würde Ihnen gerne weiterhelfen, aber es geht nicht aus der Ferne. Da kann man nur schreiben, was man sich aus dem Vorausgegangenen selber denkt. Aber auch das ist mit Vorsicht zu genießen. Zwinkert

Sie wissen ja, Ferndiagnosen zu stellen ist nicht möglich und alles was hier geschrieben wird sind höchstens Ratschläge, Tipps und eigene Gedanken ....

Ja, das weiß ich, dass man aus der Ferne keine Diagnosen stellen kann. Vor allem angesichts der Tatsache, dass viele auch aus der Nähe wohl keine stellen können.

Mein Großer trägt seine Brille immer. Der kleine trägt keine Brille mehr, wobei bei ihm das Problem auch sicher anders gelagert ist. Dieses Kind "funktioniert" schon immer anders als die beiden anderen. Ich nehme an, es hängt einfach mit seiner frühen Geburt zusammen und mit seinem besonderen Wesen. Er ist nicht behindert, wie am Anfang gedacht, sondern mit einem super IQ gesegnet, allerdings viel zu langsam. Wieso und warum kann allerdings keiner verstehen. Der IQ setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen in der Wahrnehumgsorganisation hat er einen sehr hohen Wert (141) in der Arbeitsgeschwindigkeit nur 86. Isoliert betrachtet würde man das wohl, laut Psychotherapeut als behindert einstufen, wären da eben nicht die anderen drei Werte die wirklich okay sind. Ich denke diesem Kind wird keiner helfen können. Zu schön wäre es gewesen wenn eine Brille sein Problem gelöst hätte. Und angesichts seiner Problem, hat der Große wirklich gar keine Probleme. Er hat zwar wohl nur einen durchschnittlichen IQ und ist auch sonst eher schlampig und schluderig, aber das Genie beherrscht das Chaos. In ihm finde ich auch mich wieder Zwinkert

LG
Marion

marie schrieb

Der IQ setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen in der Wahrnehumgsorganisation hat er einen sehr hohen Wert (141) in der Arbeitsgeschwindigkeit nur 86. Isoliert betrachtet würde man das wohl, laut Psychotherapeut als behindert einstufen, wären da eben nicht die anderen drei Werte die wirklich okay sind. Ich denke diesem Kind wird keiner helfen können. LG
Marion

Wieso behindert?!?! Ab 90 fängt der Durchschnitt an! Aber mein Sohn hat auch in genau diesen Bereichen diese auffallenden Diskrepanzen. Wobei er bei Arbeitsgeschwindigkeit zumindest noch bei 100 gelandet ist. Aber die anderen Werte waren einfach so enorm hoch.... Und ich denke, das kann er trainieren, indem er die Selbstorganisation lernen muss. Ich denke das Problem dieser Kinder ist, dass sie so vieles auf einmal wahrnehmen und aufgrund ihres Intellektes nicht aus dem Hirn löschen wollen...und dann verzetteln sie sich, weil die Gedanken schneller sind, als die Hände, die schreiben sollen. Autisten haben ja auch Probleme in die Richtung, dass alles ungefiltert auf sie einströmt und oft entwickeln sie eine einseitig extrem hohe Begabung. Die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn waren bekanntlich schon immer fließend.

Was für so Kinder wie die unsrigen sicherlich noch hinderlich ist, ist die gestörte Sehverarbeitung (bei manchen noch die Hörverarbeitung obendrauf...). Sie kompensieren viel mit ihrem hohen Intellekt, wodurch sie immer so am Rande mitschliddern, nach dem Motto Nicht ganz gut, könnte besser sein, aber auch nicht so schlecht, dass man sie in Therapie geben möchte. Bei ihnen werden die Wahrnehmungsstörungen oftmals nicht bis spät erkannt, weil sie einfach zu wenig oder nicht regelmläßig diese Auffälligkeiten zeigen. Und danan heißt es immer nur Das Kind könnte, wenn es wollte....denn es hat ja auch Tage, wo es gute Leistungen zeigt, weil es gut kompensieren kann...Ich zitiere mal aus einer schweizer Studie zum Thema Intelligenz und Legasthenie

"Kinder mit Wahrnehmungsstörungen in verschiedenen Bereichen benötigen eine überdurchschnittlich gute Intelligenz zur Kompensation. Sie ermüden rascher als ihre Kameraden und sind kognitiv und psychisch stressanfälliger (!!!!).!

Ich denke, in diesem Satz steht viel drin, woran man erkennt, warum so viele hochbegabte Kinder unerkannt bleiben oder gar im deutschen Schulsystem durch die Maschen rutschen. Nicht wenige von ihnen landen auf Förderschulen und/oder werden psychisch auffällig.

Liebe Marion, auch bei meinem Sohn hat es mit Brille nun definitiv nicht geklappt und ich hatte wirklich die Besten der Besten an der Hand, aber das Kind will nicht oder kann nicht mit der Brille klarkommen. Komischerweise war er in dem Intelligenztest auch in der Reihe der visuellen Wahrnehmung und Auge-Hand-Koordination auf einem ganz hohem Rang gelandet - hier sagt mir dann wieder jeder Lehrer, ich würde sein Schielproblem nur vortäuschen, denn er sieht doch alles..! Die kapieren nicht, dass er dafür seine ganze Kompensation und Kraft aufbraucht....und nach der Schule zuhause zu nix mehr fähig ist und voll den ADS'ler "raushängen" lässt. Der bricht nach der Schule regelmäßig zuhause zusammen, indem er Augenränder hat, Kopfweh, müde ist und sich überhaupt nicht konzentrieren kann und auch nicht mehr will. Und morgens vor der Schule geht es mit den Bauchschmerzen auch schon wieder los. Ach ja, die lieben Kleinen - noch genießt er seine Ferien und ist wie ausgewechselt.

LG
Kerstin

Hallo Kerstin,

auch da erkenne ich ja nun meinen Yannick wieder. Wie froh er ist, dass endlich Ferien sind. Während sein großer Bruder nach der zweiten Klasse noch die großen Ferien bedauerte, ist er so froh drüber, dass es mir fast weh tut.

Bei Yannick kommt auch sicher noch so etwas wie eine Hörverarbeitungsstörung dazu, denn es ist ihm permanent zu laut, obwohl die Klassenlehrerin beteuert es sei nicht laut. Eigentlich hätten wir ja noch einen Termin in der Pädaudiologie gehabt, aber das SPZ hat mir durch die Festsetzung der FAllpauschale und der Ablehnung meiner KV da ja nun einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber auch gut so, damit sind wir da wenigstens ganz raus. Dort sind wir anhängig fast seit das Kind geboren ist und immer hat man nur von seinen Fehlern dort gesporchen. Selbst als man den hohen IQ festgestellt hat, hat man nur bemängelt was alles nicht so toll ist.

Stressanfälliger ist Yannick auf alle Fälle. Er ermüdet auch schneller und schläft mehr als sein großer Bruder. Der ist das ganze Gegenteil, der ist nämlich wie so ein aufgedrehtes Spielzeug. DAs ziehst du auf und dann läuft es erbarmungslos bis die FEder am Ende ist.... Zwinkert und das kann verdammt lange gehen.

Das Thema ADS wurde bei Yannick nicht mehr angedacht, weil das SPZ wohl auch zu lange auf der falschen Spur war. Dort hieß es von anfang an, dass man quasi den Grad der Behinderung noch nicht kennen würde.... mal ehrlich, nach heutigem Wissen ist das ein Witz, was man mir dort vor 6 Jahren noch erzählt hat.

Es ist auch so, dass mein Kind völlig unkoordiniert läuft etc. Im Sport hat er NULL aber auch NULL Überblick. Wenn du aber das Kommando gibst LAUF (oder beim Radfahren FAHR), dann gibt der Vollgas, es darf nur keiner in den Weg kommen. Er erinnert mich dann immer an Forrest Gump, weil er nahezu uneinholbar ist, wenn er mal in Schwung kommt.

Eigentlich war eine Psychotherapie angedacht für ihn. Aber im Prinzip wollten wir das alle nicht und standen da auch nicht richtig dahinter. Aus dem Grund haben wir das dann auch wieder gelassen. Es ging nämlich darum, dass wir in der 1. Klasse schnelle Hilfe brauchten und keine Psychotherapie für die nächsten 15 Jahre, wenn du verstehst, was ich meine. Letztendlich sind wir da irgendwie durchgekommen, auch durch die zweite Klasse. Am Ende der 2. hieß es dann, dass er vielleicht das Tempo der dritten nicht schafft und man solle ihn vielleicht vorsorglich wiederholen lassen. Die hinzugezogene Beratungslehrerin samt Schulpsychologin fanden diese Aussage der Schule schlicht und ergreifend einen Witz. Das wäre wie vorsorglich anhalten weil die Ampel in der nächsten halben Stunde vielleicht irgendwann einmal rot werden könnte...

Es gäbe da noch so vieles zu sagen, leider paßt das nicht unbedingt hier her.

LG
Marion

marie schrieb

. Eigentlich hätten wir ja noch einen Termin in der Pädaudiologie gehabt, aber das SPZ hat mir durch die Festsetzung der FAllpauschale und der Ablehnung meiner KV da ja nun einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Marion

In welchem SPZ waren sie?

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