So, liebe Leute, seit heute habe ich meine alten Gläser in der Brille. Ich trage keine Prismen mehr. Bisher bin ich erstaunlich gut zurechtgekommen. Seither hatte ich 8 PD. Jetzt wieder Null. Erstaunt, beinahe umgehauen hat mich die Tatsache, dass ich plötzlich OHNE Prismen viel schärfer gesehen habe als mit.
Ich merke zwar, dass ich mich etwas mehr anstrengen muss im Nahbereich. Aber ich glaube dieses Problem teile ich dann mit allen Altersweitsichtigen dieser Welt.
Was ist passiert? Ich habe einfach kalte Füße bekommen. Mir ist klar geworden, dass man meine Prismen auch bis zum Anschlag hätte treiben können. Ich habe mit der 8er Brille am Ende genauso wenig entspannt sehen können wie jetzt ohne Prismen. Ich bin hundertprozentig ein Fall, dem man hätte jedes mal mehr Prismen einbauen können und jedes mal wäre es kurz super gewesen um dann wieder genauso schlecht zu werden. Alles war mit der 8er Brille genauso wie zuvor ohne Prismen. Mir wurde ja bereits vom Optiker prophzeit, dass ich ein Fall für die OP wäre. Kerstins Beispiel hat mich dann aber ehrlich gesagt wieder abgeschreckt davon. Zunächst hatte ich nämlich nur angenommen mit der neuen Brille plötzlich wieder kein räumliches Sehvermögen zu haben, weil mein Gehirn diese Bilder inzwischen als "normal" betrachtet. Dann wurde mir hier ja aber erklärt, dass es normal sei anfangs plötzlich räumliches Sehen zu haben, dass dann aber wieder verschwindet.
Was ich mit den Kindern mache weiß ich im Moment noch nicht so richtig. Ich denke ich werde zunächst mal einen Augenarzt aufsuchen, der zumindest bei meinem Großen die zu schwachen sphärischen und zylindrischen WErte korrigiert und dann werden wir weitersehen.
Ich hatte gestern ein langes Gespräch mit jemandem aus dem Forum hier und es hat mir sehr viel bedeutet mit ihm sprechen zu können. Ich bin leider etwas enttäuscht und erzürnt darüber, wei wenig Optiker und Augenärzte das hinterfragen was der Patient FÜHLT bei einer Brille und stattdessen einfach nur stur ihren Messungen vertrauen. Mein Kind kam mit seiner 8er Brille nicht klar. Mir selber hat die Brille nicht die DEUTLICHE Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Zustand gebracht. Mich hätte man in Gläser treiben können wie Kerstin sie hatte. Ich habe die Notbremse gezogen und ich werde sie wohl auch für meine Kinder ziehen. Ich bin inzwischen fast so weit zu sagen, dass sie dann eben mit ihren Einschränkungen leben müssen. Ich weiß nicht mehr was richtig oder falsch ist. Es kann sein, ich suche am völlig falschen Ende. Was wenn in Wirklichkeit AD(H)S die Ursache ist? Die erste Prismenbrille bei meinem Großen Sohn war der VOLLE Erfolg. Danach gab es keine solchen Erfolgselebnisse mehr. Seither ist alles schlechter geworden. Ich werde mir einen Augenarzt suchen, der tolerant gegenüber Prismen ist und versuchen ob wir eine Lösung finden. Wenn nicht, dann muss mein Sohn damit warten, bis er das selber entscheiden kann. Ich kann und will ihn nicht in eine womöglich unnötige OP treiben. 8 Prismen waren ihm nicht angenehm, der AA meinte dann aber, dass 8 eher noch zu wenig sei und gab damit dem AO recht. Alleine er trägt derzeit 4 und kommt damit wunderbar zurecht, wenn man mal davon absieht, dass die Brille sphärisch und zylindrisch zu schwach ist. Und nun? Ich weiß es nicht, ich werde Euch auf dem Laufenden halten.
LG und vielen Dank fürs lesen
Marion



- mal darauf ansprach, da er das Thema sogar ausführlich in einem dicken Ordner im Wartezimmer parat hatte (und ich hatte viel Zeit alle Fachgebiete durchzulesen, da ich 2 Stunden warten musste) - er meinte nur, dass ich mich damit abfinden sollte, dasss mein Kind Teilleistungsstörung hätte und einfach mehr über mit ihm sollte, jaja das hab ich echt gern gehört 
Aber den einen Tag wird er auch noch überleben, oder?!?!
Dass diese Kinder, vor allem die Jungs, einfach nur viel Liebe, Zutrauen und Urvertrauen brauchen, das wissen wir Mütter instinktiv wohl am Besten. Mit Druck und Gewalt wird man bei denen nie was erreichen. Militärischer Drill würde sie wohl eher brechen, statt hart machen. Verpütschern darf man sie aber auch nicht, sondern muss ihnen einen sehr konsequenten und geregelten Rahmen stecken, in dem sie sich sicher bewegen können.
Quasi präventiv... dabei hat man oft das Gefühl er langweilt sich ohnehin schon. Und wenn er mit diesem ganzen Quatsch jetzt noch ein Jahr lang konfrontiert wird... nicht auszudenken. Am schlimmsten sind diese wunderbaren Sachen wie Arbeitsblatt ausmalen. Da werden irgendwelche Sachen abgefragt wie Silbentrennung und niemand honoriert, dass er das PERFEKT erledigt hat, weil er sich weigert die vielen Bildchen anzumalen, was dann gleich ein Drama auslöst... Und zur Krönung darf er es dann mit einem Vermerk nach Hause bringen, dass ich gefälligst dafür zu sorgen habe, dass er es anmalt. Ganz ehrlich... manchmal habe ich mich hingesetzt und das angemalt, weil es mir an Einsehen gefehlt hat ihn so zu quälen. Im Klavier ist das jetzt z.B. so, dass ich wohl gemerkt habe, dass er immer weniger übt und irgendwie keinen Bock mehr hat. Dann hat mich die Klavierlehrerin angerufen und gemeint, man müsse die beiden Jungs die zusammen Unterricht haben trennen. Der eine sei zwar gut, aber egal was er tut, Yannick ist immer besser. Damit hat der andere komplett die Lust verloren und der meinige gleich mit. Er mußte die Sachen unnötig lange spielen und sowas verleitet es ihm ja sowieso. Er hat sich schon früh schwierige Sachen selber beigebracht und unglaublich viel geübt und Energie reingesteckt. Aber wenn er das kann, dann will er weiter. Und in der Schule raffen sie das einfach nicht. Wunderbar, dass die Musikschule pädagogisch wohl etwas weiter ist...