Hallo zusammen,
vielleicht kann mir jemand von euch helfen, denn ich bin wirklich verzweifelt.
Am 14.11.07 bin ich in einer bekannten Poliklinik in G. (Hessen), wegen meinen InnenSchielen am linken Auge, operiert worden.
Leider bin überhaupt nicht mit dem Ergebnis zufrieden, da ich seit der Op nunmehr nach außen (vor der OP habe ich nach innen geschielt) schiele und insondere beim fernsehen oder wenn ich mich mit leuten unterhalte Doppelbilder sehe (nach rechts unten verschoben).
Zu meiner Vorgeschichte
Bereits seit meiner Geburt schiele ich auf dem linken Auge nach innen. Das Schielen war damals so groß (Auge ging fast komplett nach innen), dass ich bereits mit 11/2 Jahren und mit 2 Jahren operiert wurde. Die Op´s wurden damals in Rumänien durchgeführt, so dass keine Befunde zu en Op´s vorhanden sind. Das Schielen konnte damals gut ausgeglichen werden.
Während meiner Kindheit wurde das Schielen durch Pfaster behandelt. Zudem trage ich seit meinem 6 Lj. eine Brille. Auf meinem linkes Auge (welches schielt) sehe ich sehr schlecht (max. 20 %). Seit meinem 15 Lj. trage ich zum größten Teil harte Kontaktlinsen.
Das Schielen hat mich immer aus kostmetischer Sicht gestört, insbesondere wenn ich müde war oder auf Fotos war es sehr zu sehen. Doppelbilder habe ich nie gesehen.
Somit habe ich mich zu der Schiel-Op entschieden. Ich habe mich für die Klinik in G. entschieden, da ich von dieser Klinik nur gutes gehört habe und sie insbesondere für Schieloperationen bekannt ist.
Vor der Op habe ich aus dem Klinikum in G. eine Prismenfolie mit 40 dpt Basis aussen verschrieben bekommen. Doppelbilder hatte ich beim Tragen dieser Folie - glaube ich - keine, da mein linkes Auge so schlecht ist und ich meißt sowieso nur mit dem rechten Auge sehe und da durch die Folie das Sehen sowieso verschwommen war, habe ich somit das linke Auge einfach "ausgeschaltet".
Diese Folie sollte ich dann für 1 Woche bis zu dem OP-Termin getragen.
Am 13.11.07 habe ich mich dann in das Klinikum in G. begeben.
Dort hatte mir dann der Oberarzt gesagt, dass sie lieber das rechte Auge (welches nicht schielt) anstatt das linke Auge operieren würden.
Als Grund fügte er an, dass man nicht genau wissen würde wie damals (1980 und 1981) die Muskel operiert worden wären.
Die Op fand dann am 14.11.07 unter Vollnarkose statt. Einen Tag später wurde der Verband vom Auge gelöst und dann kam der Schock.
Das linke Auge schielt jetzt nunmehr nach aussen. Wenn ich meine Brille trage, fällt es auf, wenn ich sie jedoch nicht trage, drifftet das Auge komplett nach außen ab. Hinzukommen die Doppelbilder die ich leicht wahrnehmen. Diese tretten insbesondere dann auf wenn ich fernsehe oder mich mit anderen Personen unterhalte.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll. Der Oberarzt meinte, dass sie bei der OP festgestellt hatten, dass sich bereits am rechten Auge Narben befanden, obwohl wir davon ausgegangen waren, dass in Rumänien nur das linke schielende Auge 2mal operiert wurde. Auch sagte der Arzt, dass man mindestens 3 Monate abwarten sollte, bis man das Endergebnis sehen könnte, und nicht vorschnell erneut operieren sollte.
Bei der Nachuntersuchung bei meinen Augenarzt in Düsseldorf, sagte mir dieser, dass wir sofort versuchen sollten, das Ergebnis mit Hilfe einer Brille zu korrigieren. Meinen Termin in der Sehschule habe ich in 3 Tagen am 28.11.07.
Meine operiertes Auge ist noch etwas rot und geschwollen, tut aber kaum mehr weh.
Ich habe mir einen Termin in der Poliklinik der Uni Köln geben lassen um mir eine weitere Meinung einzuholen. Der Termin ist aber erst Mitte Januar kommenden Jahres.
Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Mit der OP sollte das Schielen doch verbessert und nicht verschlechtert werden. Das Aussenschielen stört mich sehr. Die Doppelbilder versuche ich so gut es geht zu verdrängen.
Kann mir vielleicht jemand einen guten Operateur, Arzt, etc. aus dem Bereich Düsseldorf nennen. Ich würde auch zu einem Spezialisten weiter wegfahren, aber die Erfahrung mit der Poliklinik in G. hat mir gezeigt, dass auch die Spezialisten, die weiter weg sind, nicht immer ein gutes Ergebnis liefern.
Muss ich wirklich 3 Monate warten bis man was machen kann. Es finde es erschreckend, dass man lediglich für einen einfachen Untersuchungstermin fast 2 Monate warten muss. Ich sehe hierdurch mein Studium gefährdet, da ich nunmehr nur noch meine Dipl. Arbeit vor mir habe und mich jetzt auch gerne bewerben möchte, aber wie soll man seinen zukünftigen Arbeitsgeber erklären, das in der nä. Zeit eine Op anstehen wird und man dann für einige Wochen außer Gefecht sein wird, wer macht das mit?
Hier noch einige Daten die hilfreich sein könnten
getragene Korrektion R -3,75=-2,0/164° L -1,75=-2,75/23°
Operation 14.11.07 RA (Revision) kombinierte Konvergenz-OP 5/&mm
Diagnosen (allerdings weiss ich nicht, ob es die vor oder nach der Op sind)
LA Esotropie, Amblyopie, DVD
R/L Myopie, Astignatismus
Meine prä- und postoperative Befunde sind
präperativ
Visus F cc R 1,0 L 0,1 Zahlen
Schielwinkel F S+16°-VD2° A LF+18°+VD4° N S+18° A*+18°+VD5°
Rebl. +14° -VD4° Lib. +24° +VD4° Aufbl. +17°-VD7°
Abbl.+16°-VD5°
monokulare Exkursion LA Abbduktion 30° bis 35° über MK
postoperativ
Visus F cc R 1,0 L 0,12 Zahlen
Schielwinkel F S-7° A-7°-VD7° N S um 0° bis +3° A--3+VD5°
Rebl. -9°+VD3° Libl. -10°+VD2° Aufbl. -9°
Abbl. -10°+VD2°
monokulare Exkursion RA geringe Ab- und Adduktionseinschränkung,LA s.o.
Wenn der Organbefund auch noch von Wichtigkeit ist, kann ich diesen auch noch gerne nennen.
Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn mir jemand helfen könnte. So langsam habe ich jedes Vertrauen in "Spezialisten" verloren und Angst, dass auch beim nächsten Mal etwas schiefläuft.
Gruss Karin
